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Glossar Kameras

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Abbesche Zahl

Ein Zahlenwert, der die Streuung des optischen Glases angibt und das griechische Symbol v verwendet. Wird auch als optische Konstante bezeichnet. Die Abbesche Zahl wird anhand folgender Formel mit dem Brechungsindex für drei Fraunhofer-Linien bestimmt: F (blau), d (gelb) und c (rot).

Abbesche Zahl = sqrt(d) = nd ∙ 1/nF − nc

Ein Verteilungsdiagramm für die optischen Glascharakteristika ist eine Kurve mit der Abbeschen Zahl auf der horizontalen Achse und dem d-Linien-Brechungsindex auf der vertikalen Achse.

Abweichung

Das von einem idealen Fotoobjektiv aufgenommene Bild hätte folgende Charakteristika:
  1. Ein Punkt hätte die Form eines Punkts.
  2. Eine Ebene (wie z. B. eine Wand) im rechten Winkel zur optischen Achse hätte die Form einer Ebene.
  3. Das vom Objektiv geformte Bild hätte genau dieselbe Form wie das Objekt.

Im Sinne des Bildausdrucks würde das Objektiv außerdem die Farben originalgetreu wiedergeben. Wenn Lichtstrahlen nur dicht an der optischen Achse in das Objektiv eindringen und das Licht monochromatisch (von einer bestimmten Wellenlänge) ist, kann eine praktisch ideale Objektivleistung erzielt werden. In der Realität haben Fotoobjektive jedoch eine große Öffnung, damit die Helligkeit ausreicht, und müssen das Licht nicht nur nahe an der optischen Achse, sondern aus allen Bildbereichen bündeln. Daher können die oben genannten Bedingungen nur sehr schwer erfüllt werden, da die folgenden Faktoren hinderlich sind:

  • Da die meisten Objektive nur aus Linsenelementen mit sphärischer Oberfläche konstruiert sind, werden Lichtstrahlen, die aus einem einzelnen Objektpunkt kommen, im Bild nicht zu einem perfekten Punkt geformt. (Dieses Problem ist bei sphärischen Oberflächen unvermeidbar.)
  • Die Fokusposition unterscheidet sich für unterschiedliche Lichttypen (d. h. bei unterschiedlichen Wellenlängen des Lichts).
  • Änderungen am Bildwinkel machen viele Einstellungen erforderlich (besonders bei Weitwinkel-, Zoom- und Teleobjektiven).

Der allgemeine Begriff, der den Unterschied zwischen einem idealen Bild und dem tatsächlichen von den oben genannten Faktoren beeinflussten Bild beschreibt, lautet Abweichung oder auch Aberration. Beim Entwurf eines Hochleistungsobjektivs muss die Abweichung also extrem gering sein, damit das fertige Objektiv ein Bild aufnehmen kann, das so nah wie möglich an das ideale Bild herankommt. Abweichungen können grob in zwei Gruppen unterteilt werden: chromatische Abweichungen, die aufgrund der Unterschiede in der Wellenlänge auftreten, und monochromatische Abweichungen, die sogar bei derselben Wellenlänge auftreten.

Achromat, achromatische Linse

Eine Linse, die chromatische Abweichungen für zwei verschiedene Wellenlängen des Lichts ausgleicht. Wenn von einem Fotoobjektiv die Rede ist, befinden sich diese beiden korrigierten Wellenlängen im blauvioletten und im gelben Bereich.

AF-Stopp-Funktion

Ein weiteres Leistungsmerkmal, das einmalig bei den vier Canon Superteleobjektiven mit Bildstabilisator ist. Am äußeren Ring im Frontbereich dieser vier Objektive befinden sich vier Tasten. Wenn Sie eine davon drücken, wird die AF-Funktion vorübergehend gesperrt, sofern sich die Kamera im AI Servo AF-Modus befindet. Über benutzerdefinierte Funktionen in vielen neueren EOS-Geräten können diese Tasten auch mit einer Reihe anderer Funktionen belegt werden.

Apochromat, apochromatische Linse

Eine Linse, die chromatische Abweichungen für drei Wellenlängen des Lichts korrigiert, wobei die Abweichung vor allem im zweiten Spektrum sehr stark reduziert wird. EF-Superteleobjektive sind ein Beispiel für apochromatische Linsen.

Asphärische Linse

Fotoobjektive sind in der Regel aus mehreren einzelnen Linsenelementen konstruiert, die alle sphärische Oberflächen haben, wenn dies nicht anders angegeben ist. Da alle Oberflächen sphärisch sind, wird es besonders schwierig, sphärische Abweichungen in Linsen mit großer Blende und die Verzerrung in Superweitwinkelobjektiven zu korrigieren. Ein besonderes Linsenelement mit einer Oberfläche, die mit der für die Korrektur dieser Abweichungen idealen Form geschwungen ist, d. h. eine Linse mit einer frei geschwungenen Oberfläche, die nicht sphärisch ist, wird asphärische Linse genannt. Die Theorie und Nützlichkeit asphärischer Linsen sind seit frühesten Zeiten der Objektivherstellung bekannt. Wegen der extremen Schwierigkeiten bei der Verarbeitung und akkuraten Bemessung asphärischer Oberflächen wurden die praktischen Methoden zur Herstellung asphärischer Linsen jedoch erst vor wenigen Jahren entwickelt. Das erste Fotoobjektiv für eine Spiegelreflexkamera, das eine asphärische Linse beinhaltete, war das Canon FD 55 mm f/1.2AL, das im März 1971 auf den Markt kam. (Leica bot das Objektiv 50 mm f/1.2 Noctilux mit asphärischen Oberflächen für Sucherkameras schon lange vor 1971 an.)

Wegen der revolutionären Fortschritte in den Produktionstechniken seit dieser Zeit nutzen die aktuellen EF-Objektive von Canon die verschiedenen asphärischen Linsentypen ausgiebig, wie z. B. asphärische Linsenelemente aus Mattscheiben, aus poliertem Glas, aus Ultrapräzisions-Pressglas, zusammengesetzte und Replika-Linsenelemente.

Auszugslänge

Bei einem Objektiv, bei dem das gesamte optische System beim Fokussieren vor- und zurückgefahren wird, ist dies das Ausmaß der Objektivbewegung, die zum Fokussieren eines Objekts in einem begrenzten Abstand aus der Unendlichkeitsposition erforderlich ist.

Anomale Teildispersion

Außergewöhnliche partielle Streuung Das menschliche Auge kann monochromatische Lichtwellenlängen im Bereich von 400 nm (lila) bis 700 nm (rot) wahrnehmen. In diesem Bereich wird die Differenz zwischen dem Brechungsindex der beiden verschiedenen Wellenlängen Teildispersion genannt. Die meisten optischen Materialien haben ähnliche Teildispersionscharakteristika. Für manche Glasmaterialien gelten jedoch andere Teildispersionscharakteristika, wie z. B. bei Glas, das bei kurzen Wellenlängen eine höhere Teildispersion aufweist, FK-Glas, das einen kleinen Brechungsindex und niedrige Streuungscharakteristika hat, Fluorit sowie Glas, das bei langen Wellenlängen eine höhere Teildispersion aufweist. Von diesen Arten von Glas sagt man, dass sie anomale Teildispersioncharakteristika haben. Glas mit dieser Eigenschaft wird bei apochromatischen Linsen zum Kompensieren der chromatischen Abweichung eingesetzt.

Abschattung

Ein Phänomen, bei dem in das Objektiv einfallendes Licht durch ein Hindernis wie z. B. das Ende einer Gegenlichtblende oder einen Filterrahmen teilweise blockiert wird, wodurch die Bildecken dunkler werden oder das Bild insgesamt heller wird. Abschattung ist die allgemeine Bezeichnung für alle Situationen, in denen das Bild durch ein Hindernis verschlechtert wird, das Lichtstrahlen blockiert, die eigentlich Bestandteil des Bildes werden sollten.

Aufnahmedistanz (Kameradistanz)

Aufnahmedistanz Die Entfernung von der Filmebene (Fokalebene oder Brennpunktsebene) zum Objekt. Die Position der Filmebene wird bei den meisten Kameras an der Oberseite durch ein spezielles Symbol (s. u.) angegeben.
Symbol für die Aufnahmedistanz

Auflösung

Auflösung Die Auflösung eines Objektivs gibt die Fähigkeit an, einen Objektpunkt des Objektivs wiederzugeben. Die Auflösung einer Fotografie hängt von drei Faktoren ab: der Auflösung des Objektivs, der Auflösung des Films und der Auflösung des Druckpapiers. Die Auflösung wird beurteilt, indem ein Diagramm mit Gruppen aus schwarzen und weißen Streifen, die stufenweise schmaler werden, mit einer bestimmten Vergrößerung fotografiert und anschließend das Negativ mit einem Mikroskop in 50facher Vergrößerung untersucht wird. Auflösung wird häufig als numerischer Wert, wie z. B. 50 Linien oder 100 Linien, ausgedrückt. Dieser Wert gibt die Anzahl der Linien pro Millimeter des kleinsten Musters schwarzer und weißer Linien an, die auf dem Film deutlich erkennbar festgehalten werden können. Um nur die Auflösung eines Objektivs zu testen, wird ein Verfahren verwendet, bei dem eine Testkarte für hohe Auflösung an der Stelle positioniert wird, an der sich normalerweise die Filmebene befindet, und durch das Objektiv auf eine Leinwand projiziert wird. Der numerische Wert, mit dem das Auflösungsvermögen ausgedrückt wird, gibt lediglich den möglichen Grad der Auflösung, aber weder die Auflösungsklarheit noch den Auflösungskontrast an.

B 

Bildwinkel

Bildwinkel Der Bereich einer Szene, als Winkel ausgedrückt, der vom Objektiv scharf abgebildet werden kann. Der nominale diagonale Bildwinkel wird als der Winkel definiert, der durch imaginäre Linien gebildet wird, die den zweiten Hauptpunkt des Objektivs mit den beiden Enden der Bilddiagonale verbinden (43,2 mm). Die Objektivdaten für EF-Objektive umfassen den horizontalen (36 mm) Bildwinkel und den vertikalen (24 mm) Bildwinkel zusätzlich zum diagonalen Bildwinkel.

Beschichtung

Wenn Licht in ein Objektiv fällt und wieder aus ihm heraustritt, werden ca. 5 % des Lichts bei jeder Linsen-Luft-Grenze aufgrund der Unterschiede im Brechungsindex zurückreflektiert. Das vermindert nicht nur die Lichtmenge, die durch das Objektiv dringt, sondern kann auch zu wiederholten Reflexionen führen, die ungewünschte Reflexionsflecken oder Störbilder zur Folge haben können. Um diese Reflexionen zu verhindern, werden Linsen mit einer speziellen Beschichtung hergestellt. Diese Beschichtung erfolgt unter Vakuum über eine Auftragung von Dampf, durch den die Linse mit einer dünnen Schicht von einer Dicke von l/4 der Wellenlänge des Lichts versehen wird, deren Substanz (wie z. B. Magnesiumfluorid) einen Brechungsindex von n hat, wobei n für den Brechungsindex des Linsenglases steht. EF-Objektive haben jedoch nicht nur eine Beschichtung, die eine einzige Wellenlänge betrifft, sondern mehrere höherwertige Beschichtungen (mehrere Schichten unter Dampf aufgetragener Substanz, die die Brechungsrate auf 0,2 - 0,3 % reduziert). Dadurch werden praktisch alle Reflexionen im sichtbaren Lichtbereich verhindert. Die Linsenbeschichtung wird jedoch nicht nur zur Verhinderung von Reflexionen aufgetragen. Durch die Beschichtung der verschiedenen Linsenelemente mit den entsprechenden Substanzen, die unterschiedliche Eigenschaften haben, spielt die Beschichtung eine wichtige Rolle bei der Bildung der optimalen Farbausgleichscharakteristika des gesamten Objektivsystems.

Bildfeldkrümmung

Bildfeldkrümmung Die Bildfeldkrümmung ist ein Phänomen, das verursacht, dass die Bildformungsebene wie das Innere einer Schüssel gekrümmt wird, sodass das Objektiv kein flaches Bild von einem flachen Objekt erzeugen kann. Wenn der Mittelpunkt des Bildes im Fokus ist, kann der Randbereich nicht gleichzeitig im Fokus sein - und wenn der Randbereich im Fokus ist, liegt der Mittelpunkt außerhalb. Das Ausmaß der Bildfeldkrümmung hängt stark von der für die Korrektur des Astigmatismus verwendeten Methode ab. Da die Bildebene zwischen die sagittale und meridionale Bildoberfläche fällt, hat eine gute Korrektur des Astigmatismus eine geringe Bildfeldkrümmung zur Folge. Da die Bildfeldkrümmung kaum durch Abblenden des Objektivs verbessert werden kann, wird sie von den Objektivherstellern weitestmöglich durch unterschiedliche Methoden gemindert, wie z. B. das Ändern der Formen der verschiedenen einzelnen Linsenelemente, aus denen das Objektiv besteht, oder das Ändern der Position der Blendenöffnung. Hierbei muss die Petzval-Bedingung (1843) erfüllt sein, damit der Astigmatismus und gleichzeitig die Bildfeldkrümmung korrigiert werden kann. Die Petzval-Bedingung sagt aus, dass ein Linsenelement eine gute Qualität hat, wenn die Addition der Umkehrung des Produkts aus Brechungsindex und Brennweite dieses Linsenelements mit der Gesamtanzahl der Linsenelemente des Objektivs eine Null ergibt. Diese Summe wird auch Petzval-Summe genannt.

Brennweite

Brennweite Wenn parallele Lichtstrahlen parallel zur optischen Achse in das Objektiv eintreten, wird der Abstand des zweiten (hinteren) Hauptpunkts des Objektivs entlang der optischen Achse zum Fokuspunkt Brennweite genannt. Die Brennweite eines Objektivs ist also der Abstand des zweiten Hauptpunkts des Objektivs entlang der optischen Achse zur Filmebene, wenn das Objektiv in unendlicher Position steht.

Bildkreis

Durchmesser des Scharfbildkreises eines Objektivs. Austauschbare Objektive für 35-mm-Kameras müssen einen Bildkreis haben, der mindestens so groß wie die Diagonale des Bildfelds von 24 x 36 mm. EF-Objektive haben generell einen Bildkreis von ca. 43,2 mm. TS-E-Objektive dagegen werden mit einem größeren Bildkreis von 58,6 mm gebaut, um die Neigungs- und Verschiebungsbewegungen des Objektivs zu ermöglichen.

Bildweite

Die Entfernung vom hinteren Hauptpunkt des Objektivs zur Bildebene, wenn das Objektiv bei einer bestimmten Entfernung auf ein Objekt fokussiert ist.

Bildvergrößerung

Bildvergrößerung Das Verhältnis (Größenverhältnis) zwischen der Größe des Objekts und der Größe des auf dem Film wiedergegebenen Bildes. Ein Makro-Objektiv mit der Vergrößerungsangabe 1:1 kann ein Objekt in seiner Originalgröße auf dem Film abbilden. Vergrößerung wird im Allgemeinen als proportionaler Wert ausgedrückt, der das Verhältnis zwischen Bildgröße und Originalgröße des Objekts angibt. So wird beispielsweise eine Vergrößerung im Verhältnis 1:4 durch den Wert 0,25x ausgedrückt.

Bildstabilisator

Diese hervorragende neue Technologie ermöglicht dem Objektiv, Schüttel- und Vibrationsbewegungen zu erkennen und diese durch Bewegen einer Gruppe von Linsenelementen sofort optisch zu korrigieren. Diese Verbesserung der Stabilität lässt sich selbst im Sucher erkennen. Den meisten Benutzern fällt auf, dass sie damit selbst bei Freihand- oder Einbeinstativaufnahmen mit Verschlusszeiten, die bis zu zwei Stufen langsamer sind als zuvor, scharfe Bilder aufnehmen können.

Brechungsindex

Ein numerischer Wert, der die Stärke der Brechung eines Mediums angibt und durch die Formel n=sin i/sin r ausgedrückt wird. Dieser Wert n ist eine Konstante, die unabhängig vom Einfallswinkel der Lichtstrahlen ist und den Brechungsindex des die Brechung verursachenden Mediums in Bezug auf das Medium angibt, aus dem das Licht kommt. Bei normalem optischen Glas gibt n normalerweise den Brechungsindex des Glases im Verhältnis zur Luft an.

Bündel paralleler Lichtstrahlen

Eine Gruppe von Lichtstrahlen, die von einem unendlich weit entfernten Punkt parallel zur optischen Achse verlaufen. Wenn diese Strahlen ein Objektiv passieren, treffen sie in der Form eines Kegel zusammen, um auf der Filmebene ein Punktbild zu erzeugen.

Blendeneinstellung/Blende/Öffnung

Die Öffnung, die den Durchmesser des durch das Objektiv einfallenden Lichtstrahlenbündels einstellt. Bei austauschbaren Objektiven, die in Spiegelreflexkameras eingesetzt werden, ist dieser Mechanismus in der Regel als eine aus mehreren Lamellen bestehende Irisblende konstruiert. Diese Lamellen können bewegt werden, um den Öffnungsdurchmesser kontinuierlich zu ändern. Bei konventionellen Spiegelreflexkamera-Objektiven wird die Öffnung durch Drehen eines Blendenrings auf dem Objektivtubus eingestellt. Bei modernen Kameraobjektiven dagegen wird die Einstellung der Öffnung in der Regel über eine elektronische Wähleinrichtung am Kameragehäuse gesteuert.

C 

Chromatische Abweichung

Chromatische Abweichung Wenn weißes Licht (Licht, in dem viele Farben gleichmäßig vermischt sind, sodass das Auge keine einzelnen Farben unterscheiden kann und das Licht daher als weiß wahrnimmt), wie z. B. Sonnenlicht, durch ein Prisma fällt, ist ein Regenbogenspektrum zu sehen. Dieses Phänomen tritt auf, da der Brechungsindex des Prismas (und seine Streuungsrate) in Abhängigkeit von der Wellenlänge variiert (kurze Wellenlängen werden stärker gebrochen als lange Wellenlängen). Während dieses Phänomen in einem Prisma am deutlichsten sichtbar ist, kann es auch in Fotoobjektiven entstehen. Da es bei verschiedenen Wellenlängen auftritt, nennt man es chromatische Abweichung. Es gibt zwei Arten der chromatischen Abweichung: die axiale chromatische Abweichung, bei der die Fokuspunktposition auf der optischen Achse abhängig von der Wellenlänge variiert, und die chromatische Vergrößerungsdifferenz, bei der die Bildvergrößerung in den Randbereichen je nach Wellenlänge variiert. Bei aufgenommenen Fotos tritt die axiale chromatische Abweichung als Farbunschärfe oder Reflexionsfleck auf, während die chromatische Vergrößerungsdifferenz als Farbsaum auftritt (einer farbigen Linie entlang der Kanten). Chromatische Abweichung in einem Fotoobjektiv wird durch eine Kombination verschiedener Typen von optischem Glas ausgeglichen, das unterschiedliche Brechungs- und Dispersionscharakteristika aufweist. Da der Effekt der chromatischen Abweichung bei höheren Brennweiten verstärkt wird, ist eine präzise Korrektur der chromatischen Abweichung besonders bei Superteleobjektiven wichtig, damit die Bilder eine hohe Schärfe erzielen. Das Ausmaß der Korrektur, die mit optischem Glas erreicht werden kann, ist zwar begrenzt, aber mit künstlich hergestelltem Kristall, wie z. B. Fluorit- oder UD-Glas, können bedeutende Leistungsverbesserungen erzielt werden. Axiale chromatische Abweichung wird manchmal auch als chromatischer Längsfehler bezeichnet (da sie parallel zur optischen Achse auftritt), die chromatische Vergrößerungsdifferenz dagegen als chromatischer Querfehler (da sie im rechten Winkel zur optischen Achse auftritt).

Hinweis: Während die chromatische Abweichung bei Farbfilmen am deutlichsten sichtbar ist, tritt sie auch bei Schwarzweißfilmen als Minderung der Bildschärfe auf.

Cos4-Gesetz

Besagt, dass der Lichtabfall im Randbereich des Bildes bei steigendem Bildwinkel selbst dann zunimmt, wenn das Objektiv vollkommen frei von Vignettierung ist. Das Randbild wird von Gruppen von Lichtstrahlen geformt, die in das Objektiv in einem gewissen Winkel zur optischen Achse einfallen. Das Ausmaß des Lichtabfalls ist proportional zum Kosinus dieses Winkels hoch vier. Da dies ein physikalisches Gesetz ist, kann es nicht vermieden werden. Mit Weitwinkelobjektiven, die einen großen Bildwinkel haben, können Lichtabfälle im Randbereich jedoch durch eine Vergrößerung der Objektivöffnungseffizienz (dem Verhältnis des Bereichs der Eintrittspupille auf der optischen Achse zum Bereich der Eintrittspupille außerhalb der optischen Achse) vermieden werden.

D 

Diffraktive Optik

Diffraktive Optik ist eine revolutionäre neue optische Objektivtechnik, durch die bedeutend kürzere und leichtere Superteleobjektive als je zuvor hergestellt werden können, während gleichzeitig ihre optische Leistung durch Minderung der chromatischen Abweichungen und sogar der sphärischen Abweichungen verbessert wurde.

Dioptrie

Das Ausmaß, in dem Lichtstrahlenbündel, die den Sucher verlassen, gebündelt oder gestreut werden. Die Standarddioptrie für alle EOS-Kameras beträgt 1 dpt. Diese Einstellung wurde gewählt, damit das Sucherbild aussieht wie aus einer Entfernung von einem Meter. Wenn also das Sucherbild nicht klar gesehen werden kann, sollte am Augenstück der Kamera eine Zusatzlinse zum Dioptrienausgleich des Suchers befestigt werden, die zusammen mit der Standarddioptrie des Suchers eine klare Sicht eines Objekts in einem Meter Entfernung ermöglicht. Der Zahlenwert, der auf EOS-Linsen zum Dioptrienausgleich des Suchers aufgedruckt ist, entspricht dem Gesamtdioptriewert, der sich ergibt, wenn die Zusatzlinse an der Kamera befestigt ist.

Dingweite

Die Entfernung von der Vorderkante des Objektivtubus zum Objekt. Die Dingweite ist vor allem bei Nahaufnahmen und Vergrößerungen ein wichtiger Faktor.

Dispersion

Ein Phänomen, bei dem die optischen Eigenschaften eines Mediums je nach der Wellenlänge des Lichts, das durch das Medium fällt, variieren. Wenn Licht in eine Linse oder ein Prisma eintritt, verursachen die Dispersionscharakteristika der Linse bzw. des Prismas, dass der Brechungsindex je nach der Wellenlänge variiert, sodass das Licht gestreut wird. Dies wird manchmal auch als Farbstreuung bezeichnet.

E 

EMD (Electromagnetic Diaphragm bzw. Elektromagnetische Blendengruppe)

Da jedes EF-Objektiv dafür ausgelegt ist, mit der digitalen Datenübertragung des EOS-Systems zu arbeiten, das bei einer vollständig zusammengesetzten Kamera möglich ist, beinhaltet auch jedes Objektiv eine EMD, die den Öffnungsdurchmesser elektronisch steuert. Die EMD ist ein Blenden-Antriebssteuerungsaktuator, der aus einem Deformierungs-Stepper-Motor und einer Blendenlamelleneinheit besteht. Eine EMD bietet folgende Leistungsmerkmale: Da das System digital gesteuert ist, weist sie eine wesentlich höhere Präzision auf als mechanische Verknüpfungssysteme. Die kleinen Rotorlamellen bieten eine hervorragende Öffnungs- und Abblendreaktion und -steuerung. Da die Erschütterungen mechanischer Hebel entfallen, ist das System extrem leise. Das vollständig zusammengesetzte elektronische System kann die Öffnung auf Knopfdruck sperren und die Schärfentiefe bestimmen. Der EMD-Mechanismus liefert eine hervorragende Haltbarkeit und Zuverlässigkeit. Die Blendensteuerungskomponenten sind in eine einzige kompakte Einheit integriert. Außerdem ermöglicht das elektronische Steuerungssystem beim Entwerfen des Layouts der Einheit große Freiheiten.

F 

Fünf Abweichungen nach Seidel

Im Jahre 1856 hat ein deutscher Mathematiker und Physiker namens Seidel durch Analyse die Existenz von fünf Linsenabweichungen nachgewiesen, die bei monochromatischem Licht (mit nur einer Wellenlänge) auftreten. Diese Abweichungen werden die fünf Abweichungen nach Seidel genannt.

Flansch-Fokus-Distanz

Flansch-Fokus-Distanz Der Abstand der Referenzoberfläche des Kameraobjektivaufsatzes zur Fokusebene (Filmebene). Beim EOS-System ist die Flansch-Fokus-Distanz bei allen Kameras auf 44,00 mm eingestellt.

Floating-System

Im Allgemeinen sind Fotoobjektive so konstruiert, dass sie nur bei häufig verwendeten Aufnahmedistanzen eine optimale Ausgewogenheit der Abweichungskorrektur erreichen. Daher werden Abweichungen bei der Referenzaufnahmedistanz zwar gut ausgeglichen, bei anderen Distanzen nehmen sie aber zu (besonders bei nahen Distanzen) und beeinträchtigen die Bildqualität. Um dies zu verhindern, wird ein Floating-System verwendet, das die Abstände zwischen bestimmten Linsenelementen je nach dem Ausmaß des Ausfahrens des Objektivs variiert. Diese Methode wird auch als Abweichungsausgleichsmethode für nahe Distanzen bezeichnet.

Fluorit

Fluorit hat im Vergleich zu optischem Glas einen extrem niedrigen Brechungsindex sowie eine extrem niedrige Streuung. Darüber hinaus weist es besondere Teildispersionscharakteristika (eine anomale Teildispersion) auf, was in der Kombination mit optischem Glas eine praktisch ideale Korrektur chromatischer Abweichungen ermöglicht. Da diese Tatsache schon lange bekannt ist, wurde bereits 1880 natürliches Fluorit zur Herstellung apochromatischer Objektivlinsen für Mikroskope eingesetzt. Da natürliches Fluorit jedoch nur in kleinen Größen auftritt, kann es in der Praxis nicht für Fotoobjektive verwendet werden. Als Lösung dieses Problems hat Canon 1968 erfolgreich eine Produktionstechnik für die Herstellung großer künstlicher Kristalle entwickelt. So wurde die Verwendung von Fluorit in Fotoobjektiven möglich.

Fokuspunkt, Fokus

Brennpunkt (Fokus) Wenn Lichtstrahlen parallel zur optischen Achse in eine konvexe Linse eintreten, bündelt die ideale Linse alle Lichtstrahlen auf einen einzigen Punkt, von dem aus die Strahlen sich dann in konischer Form wieder ausbreiten. Dieser Punkt, auf dem alle Lichtstrahlen gebündelt werden, wird Fokuspunkt genannt. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist das Bündeln der Sonnenstrahlen zu einem kleinen Kreis auf einem Stück Papier oder einer anderen Oberfläche mit einer Lupe. Der Punkt, an dem der Kreis am kleinsten ist, wird als Fokuspunkt bezeichnet. In der Fachsprache der Optik wird ein Fokuspunkt noch weiter klassifiziert als der hintere (bildseitige) Fokuspunkt, wenn es der Punkt ist, an dem sich die Lichtstrahlen vom Objekt auf der Filmebenenseite des Objektivs bündeln. Der vordere (objektseitige) Fokuspunkt hingegen ist der Punkt, an dem die Lichtstrahlen, die von der Filmebenenseite aus parallel zur optischen Achse in das Objektiv eintreten, auf der Objektseite des Objektivs gebündelt werden.

Fokusvoreinstellung

Eine Funktion der Supertele-EF-Objektive mit Bildstabilisator. Der Fotograf kann ein Objekt fokussieren und diese Fokuseinstellung speichern, um sie später mit einer kurzen Drehung des Metallrings des Objektivtubus wieder aufzurufen.

Fraunhofer-Linien

Absorptionslinien, die 1814 von dem deutschen Physiker Fraunhofer (1787-1826) entdeckt wurden und die sich aus dem Absorptionsspektrum zusammensetzen, das sich im ständigen von der Sonne ausgestrahlten und durch Gase in der Atmosphäre der Sonne und der Erde geformten Lichtspektrum befindet. Da sich jede Linie bei einer festen Wellenlänge befindet, werden diese Linien als Referenz für die Farb- (Wellenlängen)-Charakteristika von optischem Glas eingesetzt. Der Brechungsindex von optischem Glas wird auf der Grundlage von neun Wellenlängen gemessen, die aus den Fraunhofer-Linien ausgewählt wurden. Bei der Herstellung von Linsen werden auch Berechnungen zur Korrektur chromatischer Abweichungen auf der Grundlage dieser Wellenlängen durchgeführt.

Fresnellinse

Fresnellinse Eine Art konvergierender Linse, die durch eine feine Unterteilung der konvexen Oberfläche einer flach konvexen Linse in viele Ringlinsen in Form konzentrischer Kreise geformt wird. Diese Ringlinsen werden miteinander kombiniert, wodurch die Dicke der Linse ausgesprochen stark reduziert wird, aber trotzdem ihre Funktion als konvexe Linse erhalten bleibt. In einer Spiegelreflexkamera wird das gestreute Licht aus dem Randbereich effizient in das Augenstück geleitet, indem die Seite gegenüber der matten Oberfläche der Mattscheibe als Fresnellinse mit einer Dellentiefe von 0,05 mm geformt ist. Fresnellinsen werden in der Regel auch in Blitzgeräten eingesetzt, was durch die konzentrischen Kreislinien auf der weißen Diffusionsfläche über dem Blitzrohr ersichtlich ist. Die Projektionslinse, die zum Projizieren von Licht in einem Leuchtturm eingesetzt wird, ist ein Beispiel für eine besonders große Fresnellinse.

G 

Gründliche Beseitigung des sekundären Spektrums

Wenn eine konvexe Fluorit-Linse mit einer konkaven Breitdispersions-Glaslinse kombiniert wird, um Rot- und Blau-Wellenlängen zu korrigieren, wird durch die Teildispersionseigenschaften des Fluorits auch die Grün-Wellenlänge wirkungsvoll kompensiert. Dies beseitigt weitgehend das sekundäre Spektrum und bringt alle drei Wellenlängen (Rot, Grün und Blau) am selben Brennpunkt zusammen, um eine praktisch ideale Kompensation der chromatischen Abweichung (apochromatische Leistung) zu erzielen.

Gedrehtes Ausfahren der vorderen Gruppe

Der Abschnitt des Objektivtubus, der die vordere Linsengruppe enthält, wird beim Fokussieren mit einer Drehbewegung aus- und eingefahren. Diese Art des Fokussierens wird nur bei Zoomobjektiven verwendet, nicht dagegen bei Objektiven mit nur einer einzigen Brennweite. Beispiele für Objektive, die diese Fokusmethode verwenden, sind das EF 35-80 mm f/4-5.6 USM und das EF 100-300 mm f/5.6L. Da der Filterzusatzring und die Gegenlichtblende beim Fokussieren mit dem Objektiv gedreht werden, müssen Sie bei der Aufnahme durch ein Glasfenster darauf achten, dass das Ende des Objektivs nicht in Kontakt mit dem Glas gerät.

Ghosting

Eine Art Reflexionsfleck, der auftritt, wenn die Sonne oder eine andere starke Lichtquelle im Bild sehr präsent ist. Hierbei wird durch eine komplexe Serie von Reflexionen zwischen den Linsenoberflächen die Abbildung einer klar definierten Reflexion an einer Position im Bild verursacht, die der Lichtquelle symmetrisch gegenüberliegt. Dieses Phänomen wird vom Reflexionsfleck unterschieden und wegen seiner geisterhaften Erscheinung auch manchmal als Ghosting bezeichnet. Störbilder, die durch Oberflächenreflexionen vor der Öffnung verursacht werden, haben dieselbe Form wie die Öffnung, die ein Störbild durch Reflexionen hinter der Öffnung verursacht. Sie werden als unscharfer Bereich in Form von Lichtnebel angezeigt. Da Störbilder auch durch starke Lichtquellen außerhalb des Bildbereichs verursacht werden können, verwenden Sie eine Gegenlichtblende oder eine andere Schattierungsmethode, die zum Abschirmen gegen unerwünschtes Licht empfohlen wird. Ob Störbilder tatsächlich bei der Aufnahme des Bilds auftreten, kann im Voraus festgestellt werden, indem Sie durch den Sucher schauen und mithilfe der Schiefentärfe-Prüffunktion der Kamera das Objektiv auf die Öffnung für die Belichtung abblenden.

H 

Hyperfokale Distanz

Nach dem Schärfentiefeprinzip wird bei der allmählichen Fokussierung des Objektivs auf weiter entfernte Objekte schließlich ein Punkt erreicht, an dem das weiter entfernte Ende der Schärfentiefe der unendlichen Position entspricht. Die Aufnahmedistanz an diesem Punkt, also der nächsten Aufnahmedistanz, bei der "unendlich" in den Schärfentiefebereich fällt, wird als hyperfokale Distanz bezeichnet. Die hyperfokale Distanz kann folgendermaßen ermittelt werden:

Hyperfokale Distanz = f² / (d ∙ F)

f: Brennweite
F: Blendenzahl
d: Mindestdurchmesser des Unschärfekreises

Wenn also das Objektiv auf die hyperfokale Distanz eingestellt wird, erstreckt sich die Schärfentiefe von einer Distanz, die der Hälfte der hyperfokalen Distanz entspricht, bis in die Unendlichkeit. Diese Methode ist nützlich zum Voreinstellen einer hohen Schärfentiefe, so dass Sie Schnappschüsse machen können, ohne sich um die Anpassung der Brennweite kümmern zu müssen. Dies ist besonders bei Weitwinkelobjektiven hilfreich. Wenn beispielsweise das EF 24 mm auf f/11eingestellt ist und die Aufnahmedistanz auf eine hyperfokale Distanz von ca. 1,5 m, werden alle Objekte in einer Kamera-Reichweite von ca. 70 cm bis in die Unendlichkeit scharf dargestellt.

Hauptpunkt (Knotenpunkt)

Unter der Brennweite einer dünnen, aus einem einzigen Element bestehenden Doppelkonvexlinse versteht man die Entfernung entlang der optischen Achse vom Mittelpunkt der Linse bis zu ihrem Brennpunkt. Dieser Mittelpunkt der Linse wird als Hauptpunkt bezeichnet. Da fotografische Linsen jedoch aus Kombinationen verschiedener konvexer und konkaver Linsenelemente bestehen, ist mit dem Auge nicht zu erkennen, wo sich der Mittelpunkt der Linse befindet. Daher ist der Hauptpunkt einer aus mehreren Elementen bestehenden Linse als der Punkt auf der optischen Achse definiert, dessen Entfernung der Brennweite entspricht, die vom Brennpunkt aus zurück zur Linse gemessen wird. Der vom vorderen Brennpunkt aus gemessene Hauptpunkt wird als vorderer Hauptpunkt bezeichnet, während der vom hinteren Brennpunkt aus gemessene Hauptpunkt als hinterer Hauptpunkt bekannt ist. Die Distanz zwischen diesen beiden Hauptpunkten bezeichnet man als Hauptpunktintervall.

Hauptstrahl

Ein Lichtstrahl, der in einem Winkel an einem Punkt in die Linse eintritt, der nicht mit dem Punkt der optischen Achse übereinstimmt, und die Mitte der Blendenöffnung passiert. Hauptlichtstrahlen sind die elementaren Lichtstrahlen, die bei jeder Blendenöffnung (von maximaler bis minimaler Öffnung) zur Bildbelichtung verwendet werden.

Höchste Qualität im gesamten Bildbereich

Um bei Teleobjektivaufnahmen ein hohes Maß an Schärfe sowohl in der Mitte als auch an den Kanten des Bildes zu erzielen, sollte der Brechungsindex des vorderen konvexen Linsenelements so klein wie möglich sein. Daher lässt sich durch Verwendung von Fluorit mit seinem niedrigen Brechungsindex die Bildqualität im gesamten Bildbereich effektiv verbessern.

I 

Interpretieren von MTF-Diagrammen

MTF-Diagramm MTF-Diagramme (Modulation Transfer Function bzw. Modulationsübertragungsfunktion) dienen als Hilfsmittel, um die Fähigkeit eines Objektivs zu analysieren, in Gruppen sehr feiner paralleler Linien scharfe Details aufzulösen. Damit kann auch der Kontrast eines Objektivs analysiert werden - also seine Fähigkeit, in Gruppen dickerer paralleler Linien einen scharfen Übergang zwischen hellen und dunklen Bereichen zu erzeugen. Parallel zu einer diagonalen Linie, die von einer Ecke zur anderen Ecke des 35-mm-Bilds genau durch den exakten Mittelpunkt des Bildbereichs verläuft, werden sich wiederholende feine Liniengruppen erzeugt. Dies sind die so genannten sagittalen Linien, die auf den MTF-Diagrammen von Canon manchmal auch mit einem S gekennzeichnet werden. In einem Winkel von 90° zu den Sagittallinien verlaufen weitere Gruppen sich wiederholender Linien, die sogenannten meridionalen Liniengruppen (oder M-Linien). Extrem dünne kurze parallele Linien, die sich in einer Dichte von 30 Linien pro Millimeter wiederholen, dienen zum Messen der Fähigkeit des Objektivs, feine Details wiederzugeben, also zum Messen seiner Auflösung. Noch wichtiger als die Auflösung ist für viele Entwickler optischer Geräte die Kontrastfähigkeit eines Objektivs, die mit Hilfe dickerer Gruppen paralleler Linien, die sich in einer Dichte von 10 Linien pro Millimeter wiederholen, gemessen wird. Auf den ersten Blick sollte man meinen, dass jedes gute Objektiv in der Lage sein sollte, Linien, die parallel zu einer über den Film gezogenen Diagonalen verlaufen, mit derselben Genauigkeit wiederzugeben wie Linien, die senkrecht zu dieser Diagonalen verlaufen. Beim Testen stellt sich jedoch heraus, dass dies oft nicht der Fall ist. Vor allem in meridionaler Richtung wird eine getreue Wiedergabe feiner Liniengruppen zunehmend schwieriger, je weiter Sie von der Mitte des Bildes zu einer seiner Ecken kommen. Tatsächlich liefern fast alle Objektive generell in der Nähe der Bildmitte schärfere Ergebnisse als an seinen Außenkanten. MTF-Diagramme zeigen die Objektivleistung von der Mitte bis zu den Ecken an. Entlang der horizontalen Achse der Diagramme verläuft eine Skala, die den entlang einer diagonalen Linie vom Mittelpunkt eines 35-mm-Bilds zur Bildecke verlaufenden Abstand angibt, der ungefähr 21,5 mm beträgt. Auf der vertikalen Achse der Diagramme befindet sich eine Skala, die das Maß der Genauigkeit angibt, mit dem die feinen und groben Liniengruppen sowohl in sagittaler (parallel zur Diagonale des Filmformats verlaufender) als auch in meridionaler Richtung wiedergegeben werden. Durchgezogene Linien auf den MTF-Diagrammen zeigen die Abbildungsleistung bei sagittalen (parallel zur Diagonale des Films liegenden) Linien an. Gestrichelte Linien dienen zum Prüfen der senkrecht verlaufenden Meridionallinien. In der Theorie würde ein perfektes Objektiv ausschließlich gerade horizontale Linien im obersten Abschnitt eines MTF-Diagramms erzeugen, die auf eine zu 100 % genaue Reproduktion von der Mitte des Bildes (auf der linken Seite des Diagramms) bis zu seinen äußersten Ecken (auf der rechten Seite des Diagramms) hinweisen. In der Praxis gibt es so etwas wie ein perfektes Objektiv jedoch bei keinem Hersteller von Spiegelreflex-Kameras. Daher weisen MTF-Diagramme in der Regel Linien auf, die dazu tendieren, von links nach rechts (den Verlauf der Objektivleistung von der Mitte eines Bildes zu seiner Ecke anzeigend) allmählich nach unten abzufallen. Die MTF-Diagramme von Canon liefern Ergebnisse für zwei Blendenöffnungen: weit geöffnet und auf 1/8 abgeblendet (bei einer Fokuseinstellung des Objektivs auf unendliche Ferne). Obwohl in MTF-Diagrammen viele der Faktoren, die bei der Wahl eines Objektivs wichtig sein können (Größe, Preis, Handhabung, kürzeste Schärfedistanz, Autofokus-Geschwindigkeit, lineare Verzerrung, Gleichmäßigkeit der Beleuchtung und natürlich Merkmale wie die Bildstabilisierung, die in der Praxis überragende Resultate liefern können) nicht enthalten sind, können sie dem sachkundigen Prüfer einige der optischen Eigenschaften demonstrieren, die man von einem bestimmten Objektiv erwarten kann.

Innenfokussierung

Die Fokussierung erfolgt durch Bewegen einer oder mehrerer Linsengruppen zwischen der vorderen Linsengruppe und der Blende.

K 

Kurzsichtigkeit

Sehfehler, bei dem im entspannten Auge das Bild eines unendlich weit entfernten Punkts vor der Retina gebildet wird.

Kontrast

Kontrast Das Ausmaß der Unterscheidung zwischen Bereichen verschiedener Helligkeitsebenen eines Fotos, d. h. die Unterscheidung der Helligkeit zwischen hellen und dunklen Bereichen. Wenn das Wiedergabeverhältnis zwischen Weiß und Schwarz beispielsweise klar ist, wird der Kontrast als hoch bezeichnet - wenn es unklar ist, wird der Kontrast als niedrig bezeichnet. Im Allgemeinen erzeugen Qualitätsobjektive Bilder von hoher Qualität mit einer hohen Auflösung und einem hohen Kontrast.

Koma, Komatische Abweichung

Komatische Abweichung Koma bzw. die komatische Abweichung ist ein Phänomen, das im Randbereich eines Bilds durch ein Objektiv erzeugt wird, das wegen sphärischer Abweichung korrigiert wurde. Die Lichtstrahlen fallen in den Randbereich des Objektivs in einem Winkel ein, der in Form eines Kometen statt in Form des gewünschten Punkts gebündelt wird. Die Bezeichnung wurde aufgrund dieser Form gewählt. Die Kometenform ist radial ausgerichtet. Der Schweif zeigt entweder zur Mitte des Bildes oder von der Bildmitte weg. Die so entstandene Unschärfe an den Rändern des Bilds wird als komatischer Reflexionsfleck bezeichnet. Die Koma, die sogar bei Objektiven auftreten kann, die einen Punkt korrekt als Punkt auf der optischen Achse darstellen, wird durch die Unterschiede zwischen der Brechung der Lichtstrahlen außerhalb der optischen Achse verursacht, die durch den Randbereich des Objektivs fallen, und dem Hauptlichtstrahl, der vom selben Punkt durch die Objektivmitte fällt. Die Koma wird stärker, wenn der Winkel des Hauptlichtstrahls höher wird, und führt zu einem niedrigeren Kontrast an den Randbereichen des Bildes. Eine gewisse Verbesserung kann durch Abblenden des Objektivs erreicht werden. Die Koma kann auch zu Reflexionsflecken in den unscharfen Bereichen des Bildes und somit zu einem ungewünschten Effekt führen. Sowohl die sphärische Abweichung als auch die Koma können für ein Objekt bei einer Aufnahmedistanz vermieden werden, die als Aplanatismus bezeichnet wird. Ein Objektiv, das so korrigiert ist, wird als Aplanat bezeichnet.

Kreisrunde Blendenöffnung

Bestimmte Canon Objektive verfügen über eine neue kreisrunde Blendenöffnungseinheit, die geschwungene Blendenlamellen verwendet und so eine rundere Öffnung bietet als die herkömmlichen Objektivlamellen. Diese Öffnung kann besonders effektiv helle Bildbereiche im Hintergrund außerhalb des Fokus als natürlich gerundete Formen wiedergeben. In Objektiven wie z. B. dem EF 70-200 mm f/2.8L IS ist die Blendenöffnung bei den Blendenzahlen f/2.8 bis f/5.6 kreisförmig. Diese Objektive behalten alle vorherigen Vorteile der elektromagnetischen Blendengruppe von Canon mit seiner nahtlosen und stufenlosen Abblendung (selbst bei 10 Bildern pro Sekunde bei EOS-1v) bei, ebenso wie die fast lautlose Öffnungssteuerung und die völlige Abwesenheit mechanischer Hebel oder Schalter an der Objektivbefestigung.

L 

Linearer Polarisationsfilter

Ein Filter, der nur Licht passieren lässt, das in einer bestimmten Richtung schwingt. Da der Schwingungsweg des Lichts, das den Filter passieren kann, linear ist, wird der Filter als linearer Polarisationsfilter bezeichnet. Dieser Filtertyp eliminiert Reflexionen von Glas- und Wasseroberflächen auf dieselbe Weise wie ein zirkulärer Polarisationsfilter, kann jedoch bei den meisten Kameras mit Belichtungsautomatik und Autofokus nicht effektiv eingesetzt werden, da er bei Kameras mit Belichtungsautomatik, die mit einem TTL-Messsystem mit Halbspiegeln ausgestattet sind, zu Belichtungsfehlern und bei AF-Kameras, die mit AF-Bereichssuchsystemen mit Halbspiegeln bestückt sind, zu Fokussierungsfehlern führen würde.

Luftlinse

Air Lens Die Lufträume zwischen den Glaslinsenelementen, aus denen ein Fotoobjektiv besteht, können als Linsen aus Glas mit demselben Brechungsindex wie Luft (1,0) angesehen werden. Ein Luftraum, der von Anfang an im Sinne dieses Konzepts eingeplant wurde, wird als Luftlinse bezeichnet. Da die Brechung einer Luftlinse im Gegensatz zu der einer Glaslinse steht, verhält sich hier eine konvexe Form wie eine konkave Linse und eine konkave Form wie eine konvexe Linse. Dieses Prinzip wurde erstmals im Jahr 1898 von einem Mann namens Emil von Hoegh vorgestellt, der für das deutsche Unternehmen Goerz arbeitete.

Lineares Ausfahren der vorderen Gruppe


Beim Fokussieren wird die hintere Linsengruppe nicht verschoben. Lediglich die vordere Gruppe bewegt sich gerade nach vorn und hinten. Beispiele für Objektive mit linearem Ausfahren der vorderen Gruppe sind das EF 50 mm f/2.5 Kompaktmakro und das EF 85 mm f/1.2L USM.

Lineare Gesamtverlängerung

Beim Fokussieren bewegt sich das gesamte optische Linsensystem geradeaus nach hinten und nach vorne. Typische Beispiele für Objektive, die mit dieser Art von Fokussierung arbeiten, sind die Objektive EF 50mm f/1.8 II und TS-E 90mm f/2.8.

M 

Makro-Objektive

Makro-Objektive sind für Nahaufnahmen von Blumen, Insekten und anderen kleinen Objekten in Lebensgröße oder noch stärkerer Vergrößerung unverzichtbar. Qualitativ hochwertige optische Eigenschaften, eine gute Schärfe und Echtfarbtreue arbeiten Hand in Hand, um die Reize Ihres Objekts beeindruckend realitätsnah einzufangen.

Mechanischer Abstand

Die Entfernung von der Vorderkante des Objektivtubus zur Filmebene.

Mikro-USM

Der Mikro-USM ist ein fortschrittlicher ultraschallgetriebener Motor, der als Vielzweckminiaturmotor entwickelt wurde und die im Folgenden beschriebenen Eigenschaften besitzt.

N 

Normalsichtigkeit, Emmetropie

Zustand der Augen, bei dem im entspannten Auge das Bild eines unendlich weit entfernten Punkts auf der Retina gebildet wird.

Numerische Apertur (NA)

Ein Wert, mit dem die Helligkeit oder Auflösung des optischen Systems eines Objektivs ausgedrückt wird. Die normalerweise als NA angegebene numerische Apertur ist ein Zahlenwert, der sich aus der Formel nsinØ ergibt, wobei 2Ø die Winkelöffnung ist, mit der ein Objektpunkt auf der optischen Achse die Pupille passiert, und n die Brechzahl des Mediums, in dem sich das Objekt befindet. Der NA-Wert wird bei fotografischen Linsen nur selten verwendet, ist jedoch in der Regel auf den Objektivlinsen von Mikroskopen angegeben und dient dort eher als Maßgabe für die Auflösung als für die Helligkeit. Es ist nützlich, folgende mathematische Beziehung zu kennen: Der NA-Wert entspricht stets der Umkehrung des F-Werts geteilt durch 2. Beispiele: F 1,0 = NA 0,5, F 1,4 = NA 0,357, F 2 = NA 0,25 usw.

O 

Objektdistanz

Die Entfernung vom vorderen Hauptpunkt des Objektivs zum Objekt.

Optische Achse

Optische Achse Eine gedachte gerade Linie, welche die Mittelpunkte der spärischen Oberflächen auf jeder Seite einer Linse verbindet. Mit anderen Worten: Die optische Achse ist eine angenommene Mittellinie zwischen den Krümmungsmittelpunkten jeder Linsenoberfläche. Bei fotografischen Objektiven, die aus mehreren Linsenelementen bestehen, ist es von größter Bedeutung, dass die optische Achse jedes Linsenelements perfekt an den optischen Achsen aller anderen Linsenelemente ausgerichtet ist. Vor allem Zoom-Objektive, die sich aus mehreren Linsengruppen mit komplizierten Bewegungsabläufen zusammensetzen, müssen mit extrem hoher Präzision konstruiert sein, damit die korrekte Ausrichtung der optischen Achse gewahrt bleibt.

Öffnungswinkel

Der Winkel zwischen dem Objektpunkt auf der optischen Achse und dem Durchmesser der Eintrittspupille bzw. der Winkel zwischen dem Bildpunkt auf der optischen Achse und dem Durchmesser der Austrittspupille.

Öffnung/Effektive Öffnung

Die Öffnung eines Objektivs steht im Zusammenhang mit dem Durchmesser der Gruppe von Lichtstrahlen, die durch das Objektiv fallen, und legt die Helligkeit des auf der Fokusebene geformten Objektbildes fest. Die optische Öffnung (auch effektive Öffnung genannt) unterscheidet sich von der tatsächlichen Öffnung darin, dass sie in Abhängigkeit zum Durchmesser der Lichtstrahlen steht, die durch das Objektiv fallen, anstatt zum tatsächlichen Objektivdurchmesser.

Öffnungsverhältnis

Öffnungsverhältnis Ein Wert, mit dem die Bildhelligkeit ausgedrückt wird, die durch Dividieren der effektiven Objektivöffnung (D) durch die Brennweite (f) berechnet wird. Da der Wert aus D/f berechnet wird, ist er fast immer ein Dezimalwert kleiner als 1 und daher nur schwer praktisch anzuwenden, sodass das Öffnungsverhältnis auf dem Objektiv in der Regel als das Verhältnis der effektiven Öffnung zur Brennweite angegeben wird, wobei die effektive Öffnung mit 1 gleichgesetzt wird. Wenn auf dem Objektiv EF 85 mm f/1.2L beispielsweise 1:1.2 eingraviert ist, bedeutet dies, dass die Brennweite um 1.2 Mal höher ist als die effektive Öffnung, wenn die effektive Öffnung gleich 1 ist. Die Bildhelligkeit, die von einem Objektiv erzeugt wird, steht im proportionalen Verhältnis zu dem Öffnungsverhältnis im Quadrat. Im Allgemeinen wird die Objektivhelligkeit als eine Blendenzahl ausgedrückt, die der umgekehrte Wert zum Öffnungsverhältnis ist (f/D).

P 

Paraxialer Strahl

Ein Lichtstrahl, der die Linse in der Nähe der optischen Achse passiert und in einem sehr engen Winkel zur optischen Achse liegt. Der Punkt, an dem paraxiale Strahlen zusammentreffen, wird als paraxialer Brennpunkt bezeichnet. Da das durch einen monochromatischen paraxialen Strahl entstehende Bild prinzipiell frei von Abbildungsfehlern ist, stellt der paraxiale Strahl einen wichtigen Faktor zum Verstehen der grundlegenden Funktionsweise von Objektivsystemen dar.

Peripheriebeleuchtung

Peripheriebeleuchtung Die Helligkeit eines Objektivs wird durch die Blendenzahl F bestimmt. Dieser Wert gibt jedoch lediglich die Helligkeit an der Position der optischen Achse (d. h. in der Mitte des Bilds) an. Die Helligkeit (Bildoberflächenilluminanz) an der Kante des Bildes wird als Peripheriebeleuchtung bezeichnet und als Prozentanteil (%) an der Beleuchtung in der Bildmitte ausgedrückt. Peripheriebeleuchtung wird durch Linsenvignettierung und das Cosinus-4-Gesetz beeinflusst und ist unweigerlich kleiner als die Helligkeit in der Bildmitte.

Polarisiertes Licht

Polarisiertes Licht Da Licht eine Art von elektromagnetischen Wellen ist, kann man sich Licht als eine Welle vorstellen, die auf einer senkrecht zu ihrer Ausbreitungsrichtung liegenden Ebene gleichmäßig in alle Richtungen schwingt. Diese Art von Licht wird als natürliches Licht oder natürliches polarisiertes Licht bezeichnet. Wenn aus irgendeinem Grund die Schwingungsrichtung von natürlichem Licht polarisiert wird, spricht man von polarisiertem Licht. Wenn natürliches Licht beispielsweise von einer Glas- oder Wasseroberfläche reflektiert wird, schwingt das reflektierte Licht nur in einer Richtung und ist daher vollständig polarisiert. An sonnigen Tagen wird das Licht aus dem Bereich des Himmels, der in einem Winkel von 90º zur Sonne liegt, infolge der Wirkung von Luftmolekülen und Partikeln in der Atmosphäre ebenfalls polarisiert. Die in Autofokus-Spiegelreflexkameras verwendeten Halbspiegel bewirken ebenfalls eine Polarisierung des Lichts.

R 

Reflexion

Reflexion Die Reflexion unterscheidet sich von der Lichtbrechung dadurch, dass es sich hierbei um ein Phänomen handelt, bei dem ein Teil des Lichts, das auf eine Glasoberfläche oder ein anderes Medium auftrifft, abgespalten wird und sich in einer völlig neuen Richtung ausbreitet. Die Ausbreitungsrichtung bleibt unabhängig von der Wellenlänge dieselbe. Wenn in eine Linse, die keine Antireflexionsbeschichtung besitzt, Licht eindringt oder Licht die Linse verlässt, werden am Übergang zwischen Luft und Glas etwa 5 % des Lichts reflektiert. Die Stärke des Lichts hat keinen Einfluss auf die Ausbreitungsrichtung. Die beiden Elemente einer Lichtwelle, die vom menschlichen Auge tatsächlich wahrgenommen werden können, sind die Wellenlänge und die Amplitude. Unterschiede in der Wellenlänge werden innerhalb des Bereichs sichtbaren Lichts als Farbunterschiede und Unterschiede in der Amplitude als Unterschiede in der Helligkeit (Lichtintensität) wahrgenommen. Das dritte Element, das jedoch vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen wird, ist die Schwingungsrichtung innerhalb der senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der Lichtwellen liegenden Ebene.

Reflexionsfleck

Lichtreflex Licht, das von der Linsenoberfläche, der Innenseite des Objektivtubus und den Innenseiten des Spiegelkonstrukts der Kamera reflektiert wird, kann auf den Film gelangen und einen Teil des Bildes oder den gesamten Bildbereich vernebeln und so die Bildschärfe beeinträchtigen. Diese unerwünschten Reflexionen werden Reflexionsfleck genannt. Ein Reflexionsfleck kann zwar in hohem Maß durch Beschichten der Linsenoberflächen und Verwendung von nicht reflektierenden Materialien im Objektivtubus und in der Kamera vermieden werden, aber er kann nicht vollständig für alle Objektsituationen verhindert werden. Daher sollte möglichst immer eine Gegenlichtblende verwendet werden. Der Begriff Reflexionsfleck wird auch in Bezug auf die Effekte verwendet, die bei sphärischen und komatischen Abweichungen zu Unschärfe und Halo führen.

Rückseitige Fokussierung

Zum Fokussieren werden ein oder mehrere Linsenelemente intern hinter der Linsenblendeneinheit positioniert. Da beim Bewegen interner Elemente weniger Gewicht bewegt werden muss, kann das Fokussieren schneller durchgeführt werden und die Kamera besser reagieren. Darüber hinaus wird die Vorderseite des Objektivs beim Fokussieren nicht bewegt, was für Fotografen, die mit Filtern arbeiten, ideal ist.

S 

Ständige manuelle Fokussierung

Ein System, das dem Fotografen eine sofortige Deaktivierung der Autofokusfunktion durch Drehen des manuellen Fokussierungsrings des Objektivs ermöglicht, während sich der AF/MF-Schalter des Objektivs noch im Autofokusmodus befindet. Mehr als die Hälfte aller Canon EF-Objektive mit Ultraschallmotoren verfügen über diese Funktion.

Sphärische Abweichung

Sphärische Abweichung Dieser Abbildungsfehler tritt in einem gewissen Maß bei allen Linsen auf, die vollständig aus sphärischen Elementen bestehen. Die sphärische Abweichung bewirkt, dass parallele Lichtstrahlen, die eine Linse an ihrer Kante durchqueren, an einem näher an der Linse liegenden Brennpunkt zusammentreffen als die Lichtstrahlen, die diese Linse an ihrem Mittelpunkt durchqueren. (Das Ausmaß der Brennpunktverschiebung entlang der optischen Achse wird als longitudinale sphärische Abweichung bezeichnet.) Die sphärische Abweichung ist bei Objektiven mit großer Blende im Allgemeinen stärker ausgeprägt. Ein von sphärischer Abweichung betroffenes Punktbild wird von Lichtstrahlen in der Nähe der optischen Achse als scharfes Bild geformt, wird jedoch von einem durch die peripheren Lichtstrahlen erzeugten Reflexionsfleck beeinträchtigt (dieser Reflexionsfleck wird auch als Halo bezeichnet und sein Radius wird seitliche sphärische Abweichung genannt). Die Folge davon ist, dass sich die sphärische Abweichung auf den gesamten Bildbereich von der Mitte bis zu den Kanten auswirkt und ein weiches Bild mit geringem Kontrast entsteht, das den Eindruck erweckt, als wäre es von einem dünnen Schleier überzogen. Die Korrektur der sphärischen Abweichung ist bei sphärischen Linsen sehr schwierig. Obwohl dies möglich ist, indem zwei Linsen (eine konvexe und eine konkave Linse) Lichtstrahlen mit einer bestimmten Einfallshöhe (Entfernung zur optischen Achse) ausgesetzt werden, ist das Ausmaß der Korrekturmöglichkeit bei sphärischen Linsen begrenzt, weshalb immer eine gewisse Abweichung erhalten bleibt. Diese Restabweichung kann beseitigt werden, indem die Blende geschlossen wird, um die Stärke des peripheren Lichts zu verringern. Bei Objektiven mit großer Blende mit maximaler Öffnung lässt sich die sphärische Abweichung nur durch Verwendung eines asphärischen Linsenelements wirkungsvoll und gründlich kompensieren.

Super-Spectra-Beschichtung

Alle EF-Objektive sind nach den Normen von Canon selbst beschichtet, die strikter als die von der ISO (International Standards Organization) festgelegten CCI-Toleranzen sind. Unter der Vielzahl der verwendeten Einzel- und Mehrfachbeschichtungen wird jeweils diejenige Beschichtung ausgewählt, die den Brechungseigenschaften der betreffenden Linse optimal entspricht. Das von Canon als Super-Spectra-Beschichtung bezeichnete Verfahren bietet eine hohe Permeationsrate, eine UV-Strahlen-Filterung und eine extrem haltbare Oberfläche. Die durch diese Beschichtungsverfahren erzielten überlegenen Bilderzeugungseigenschaften liefern unter anderem scharfe, lebhafte Bilder mit hohem Kontrast, einen gleichmäßigen Farbausgleich bei allen EF-Objektiven sowie eine Farbtreue, die sich auch nach Jahren des Gebrauchs nicht verändert.

Super-UD-Linsen

Die hohen Kosten der Produktion synthetischer Fluorit-Kristalle machen Fluorit-Linsen extrem kostspielig. Eine Lösung dieses Problems fand sich in den späten Siebzigerjahren durch das Auftauchen von UD-Glas (UD steht für ultraniedrige Dispersion), das bei niedrigeren Kosten ähnliche Eigenschaften wie Fluorit bieten konnte. Der Brechungsindex und der Dispersionsindex von UD-Glas sind zwar nicht mit denen von Fluorit identisch, liegen aber wesentlich niedriger als die anderer Arten optischer Gläser. Darüber hinaus besitzt UD-Glas Teildispersioneigenschaften, die denen von Fluorit ähneln. Durch Auswählen der hinsichtlich der angestrebten Brennweite und anderer Faktoren geeigneten Linsenelementkombination lässt sich fast derselbe Effekt wie durch Fluorit erzielen (zwei UD-Linsenelemente entsprechen einem Fluorit-Element). Ein weiterer Durchbruch gelang im Jahre 1993 mit der Einführung von Super-UD-Glas, das fast dieselbe Leistung wie Fluorit und zugleich eine neue Balance zwischen größerer Kostenreduktion und noch höherer Qualität bietet.

Symmetrisches Objektiv

Symmetrisches Objektiv

Bei diesem Objektivtyp hat die Linsengruppe hinter der Blende fast dieselbe Konfiguration und Form wie die Linsengruppe vor der Blende. Symmetrische Objektive lassen sich weiter unterteilen, z. B. in die Typen der Gauß-Objektive, Triplet-Objektive, Tessar-Objektive, Topogon-Objektive und Orthometer-Objektive. Von diesen Typen werden heute in den meisten Konfigurationen Gauß-Objektive und Ableitungen dieses Typs verwendet,

  • da das symmetrische Design dieser Objektive eine gut ausgeglichene Korrektur aller Arten von Abbildungsfehlern erlaubt und
  • sich damit ein vergleichsweise großer Brennpunktsabstand von der Linsenrückseite erreichen lässt.

Mit dem 1951 auf dem Markt eingeführten Objektiv Canon 50mm f/1.8 ist es gelungen, die komatische Abweichung zu beseitigen, die den einzigen Schwachpunkt der damaligen Gauß-Objektive darstellte. Daher wurde dieses Objektiv aufgrund des erstaunlichen Leistungsfortschritts, den es repräsentierte, in der Geschichte der Objektive zu einem berühmten historischen Meilenstein. Canon verwendet bei heutigen Objektiven noch immer eine Konstruktion des Gauß-Typs, z. B. beim EF 50mm f/1.8 II, beim EF 50mm f/1.0L USM, beim EF 50mm f/1.4 USM und beim EF 85mm f/1.2L USM. Symmetrische Konfigurationen des Tessar-Typs und des Triplet-Typs werden häufig in Kompaktkameras mit Festbrennweiten-Objektiven verwendet.

Schärfentiefe

Schärfentiefe
Der Bereich vor und hinter dem fokussierten Objekt, in dem ein aufgenommenes Bild scharf dargestellt wird. Es handelt sich dabei also um die Tiefe der Schärfe vor und hinter dem Objekt, wo sich die Bildunschärfe auf der Filmebene innerhalb der Grenzen des zulässigen Unschärfekreises bewegt. Die Schärfentiefe variiert mit der Brennweite des Objektivs, dem Öffnungswert und der Aufnahmedistanz. Wenn diese Werte bekannt sind, kann eine ungefähre Formel für die Schärfentiefe mit den folgenden Formeln berechnet werden:

Vordere Schärfentiefe = d ∙ F ∙ a² / (f² + d ∙ F ∙ a)

Hintere Schärfentiefe = d ∙ F ∙ a² / (f² − d ∙ F ∙ a)

f: Brennweite
F: Blendenzahl
d: Mindestdurchmesser des Unschärfekreises
a: Objektdistanz (Abstand des 1. Hauptpunkts vom Objekt)

Wenn die hyperfokale Distanz bekannt ist, können auch die folgenden Formeln verwendet werden:

Nahpunktbegrenzung = (Hyperfokale Distanz X Aufnahmedistanz) / (Hyperfokale Distanz + Aufnahmedistanz)

Fernpunktbegrenzung = (Hyperfokale Distanz X Aufnahmedistanz) / (Hyperfokale Distanz - Aufnahmedistanz)

(Aufnahmedistanz: Abstand der Filmebene zum Objekt)

Im Allgemeinen ist die Schärfentiefe in der Fotografie durch die folgenden Attribute charakterisiert:

  1. Die Schärfentiefe ist bei kurzen Brennweiten hoch und bei langen Brennweiten gering.
  2. Die Schärfentiefe ist bei kleinen Blendenöffnungen hoch und bei großen Blendenöffnungen gering. 
  3. Die Schärfentiefe ist bei weiten Aufnahmedistanzen hoch und bei kurzen Aufnahmedistanzen gering.
  4. Die vordere Schärfentiefe ist weniger hoch als die hintere Schärfentiefe.

Sehkraft, visuelle Schärfe

Sehvermögen Die Fähigkeit des Auges, Details einer Objektform zu unterscheiden. Sie wird in einem Zahlenwert ausgedrückt, der den umgekehrten visuellen Mindestwinkel angibt, bei dem das Auge klar zwischen zwei Punkten oder Linien unterscheiden kann, also als Verhältnis in Bezug auf eine Auflösung von 1'. Das Verhältnis mit einer Auflösung von 1' wird als 1 festgelegt.

T 

Tiefenschärfe

Tiefenschärfe Der Bereich vor und hinter der Fokusebene, in dem das Bild scharf fotografiert werden kann. Die Tiefenschärfe ist auf beiden Seiten der Bildebene (Filmebene) gleich und kann durch Multiplikation des erforderlichen Unschärfekreises mit der Blendenzahl unabhängig von der Brennweite ermittelt werden. Bei modernen Autofokus-Spiegelreflexkameras wird die Fokussierung durch Ermitteln des Fokusstatus auf der Bildebene (Filmebene) mit einem Sensor durchgeführt, der sowohl optisch äquivalent (Vergrößerung von 1:1) als auch außerhalb der Filmebene positioniert ist, sowie durch die automatische Steuerung des Objektivs, damit das Objektbild in den Bereich der Tiefenschärfe geholt wird.

Teleobjektivquotient

Teleobjektivquotient Das Verhältnis zwischen der Gesamtlänge eines Teleobjektivs und seiner Brennweite wird als Teleobjektivquotient bezeichnet. In anderen Worten: Der Teleobjektivquotient ist der Wert der Entfernung vom Scheitelpunkt des vordersten Linsenelements zur Fokalebene geteilt durch die Brennweite. Bei Teleobjektiven liegt dieser Wert unter 1. Beispiele: Der Teleobjektivquotient beträgt beim EF 300mm f/2.8L USM 0,91 und beim EF 600mm f/4L USM 0,78.

Teleobjektiv

Teleobjektiv Bei fotografischen Objektiven ist die Gesamtlänge eines Objektivs (die Entfernung vom Scheitelpunkt des vordersten Linsenelements zur Fokalebene) im Allgemeinen länger als seine Brennweite. Bei Objektiven mit besonders langer Brennweite ist dies jedoch nicht der Fall, denn die Verwendung einer normalen Konstruktionsweise würde bei diesen Objektiven ein sehr großes, unhandliches Endresultat liefern. Um die Größe eines solchen Objektivs handlich zu halten und gleichzeitig eine lange Brennweite zu erzielen, wird eine konkave (negative) Linseneinheit hinter der konvexen (positiven) Hauptlinseneinheit angebracht, wodurch ein Objektiv entsteht, das kürzer als seine Brennweite ist. Objektive diesen Typs werden als Teleobjektive bezeichnet. Bei einem Teleobjektiv befindet sich der zweite Hauptpunkt vor dem vordersten Linsenelement.

U 

Unschärfekreis

Circle of confusion Da alle Objektive einen bestimmten Grad an sphärischer Abweichung und Astigmatismus aufweisen, können sie die Lichtstrahlen von einem Objektpunkt nicht perfekt zu einem echten Punkt bündeln (d. h. zu einem unendlich kleinen Punkt mit einer Fläche von Null). Bilder werden also immer aus einer Zusammensetzung von Punkten geformt, die nicht über die Fläche von Null verfügen und einen bestimmten Umfang haben. Da das Bild mit zunehmender Größe dieser Punkte immer unschärfer wird, werden diese Punkte Unschärfekreise genannt. Eine Methode, die Qualität eines Objektivs zu bestimmen, besteht darin, den kleinsten darstellbaren Punkt zu nennen, also seinen kleinsten Unschärfekreis. Die maximal zulässige Punktgröße wird auch als zulässiger Unschärfekreis bezeichnet.

UD-Glas-Linsen

Fluorit-Linsen sind aufgrund der hohen Kosten der Produktion synthetischer Fluorit-Kristalle extrem kostspielig. In den späten Siebzigerjahren tauchte UD-Glas (UD steht für ultraniedrige Dispersion) auf - ein optisches Spezialglas, das bei wesentlich geringeren Kosten ähnliche Eigenschaften wie Fluorit bietet und dadurch Objektiventwickler ein weiteres Ziel erreichen ließ. Der Brechungsindex und der Dispersionsindex von UD-Glas liegen zwar nicht so niedrig wie die von Fluorit, aber wesentlich niedriger als die anderer Arten optischer Gläser. Darüber hinaus besitzt UD-Glas ähnliche Teildispersioneigenschaften. Durch Auswählen der hinsichtlich der angestrebten Brennweite und anderer Faktoren geeigneten Linsenelementkombination lässt sich fast derselbe Effekt wie durch Fluorit erzielen (zwei UD-Linsenelemente entsprechen einem Fluorit-Element). Im Jahre 1993 wurde als neuartiges Material Super-UD-Glas eingeführt, das fast dieselbe Leistung wie Fluorit und zugleich eine neue Balance zwischen Kostenreduktion und noch höherer Qualität bietet.

USM (Ultraschallmotor)

Canon hat im Jahr 1987 als erster Kamerahersteller einen modernen USM (Ultraschallmotor) verwendet und mit der ruhigen, superschnellen Autofokus-Leistung des EF 300mm f/2.8L USM die Welt in Erstaunen versetzt. 1990 entwickelte Canon den kostengünstigeren Ring-USM, der in mehreren preisgünstigeren Objektiven zum Einsatz kommen konnte. Dieser Leistung folgte 1992 die Entwicklung eines neuartigen Mikro-USM, der eine Automatisierung der Produktion ermöglichte. Tag für Tag kommt Canon der Verwirklichung des Ziels näher, jedes EF-Objektiv mit einem USM auszustatten. Der Ring-USM besitzt unter anderem die Fähigkeit, problemlos die niedrige Geschwindigkeit und das hohe Drehmoment zu erreichen, die für einen Direktantrieb benötigt werden. Ein großes Haltedrehmoment bewirkt, dass die Linse beim Stoppen des Motors automatisch von der Scheibenbremse festgehalten wird. Der USM ist extrem einfach gebaut, arbeitet praktisch völlig geräuschlos, reagiert spontan beim Starten und Stoppen und spricht ausgezeichnet auf die Steuerung an. Aufgrund seiner hohen Effizienz bei niedrigem Energieverbrauch kann das Objektiv von der Batterie der Kamera versorgt werden. Die Ringform des Motors ist optimal für Objektivtubusapplikationen geeignet, und seine niedrige Drehgeschwindigkeit macht ihn zum idealen Motor für den Objektivantrieb. Die Drehgeschwindigkeitskontrolle für einen breiten variablen Drehzahlbereich von 0,2 bis 80 Umdrehungen pro Minute ermöglicht eine Objektivantriebssteuerung, die mit hoher Präzision und hoher Geschwindigkeit arbeitet. Eine elektronisch unterstützte manuelle Schärferegelung mit variabler Empfindlichkeit ist ebenfalls verfügbar. Der großzügige Betriebstemperaturbereich von -30 ºC bis +60 ºC gewährleistet, dass die Kamera auch in extremen Umgebungen zuverlässig funktioniert. Darüber hinaus werden alle Bewegungen des Objektivmotors von dem im Objektiv integrierten Mikroprozessor gesteuert.

V 

Verringern der Gesamtlänge von Objektiven

Um die Länge eines Teleobjektivs zu verringern, muss die wechselseitige Stärke der Gruppen aus Konvex- und Konkavlinsen erhöht werden. Der niedrige Brechungsindex von Fluorit macht es möglich, die Objektivlänge beträchtlich zu reduzieren und zugleich eine hohe Bildqualität zu wahren.

Obwohl die außergewöhnlichen optischen Eigenschaften von Fluorit schon im 19. Jahrhundert entdeckt wurden und Objektiventwickler sie sich schon lange zunutze machen wollten, sind auf natürlichem Weg entstandene Fluoritbrocken, die groß genug sind, um bei der Herstellung von Objektiven eingesetzt zu werden, äußerst schwer zu finden. Canon entschied sich, dieses Problem in Angriff zu nehmen und synthetische Kristalle zu entwickeln, woraufhin gegen Ende der Sechzigerjahre praktische Verfahren zur Fluoritproduktion realisiert werden konnten.

Voll elektronisches Aufsatzsystem

Die Entwicklung des EOS-Systems begann, als Canon ein eigenes System mit Gehäuseproduktpalette und Motorantrieb im Objektiv sowie ein voll elektronisches Aufsatzsystem einführte - Technologien, die 1985 entwickelt wurden und eine schnelle Antwort auf den Trend zu hoch entwickelten Autofokus-Spiegelreflexkameras waren. Beim EOS-System ist der Mittelpunkt das Kameragehäuse. Hierzu gibt es eine Reihe von ergänzenden Komponenten wie z. B. die Canon EF-Objektive, Speedlite-Blitzgeräte und Wechselrückwände. Die drei wichtigsten Leistungsmerkmale des EOS-Systems sind:

  1. Multiprozessor-Systemsteuerung
    Ein Hochgeschwindigkeitsprozessor im Kameragehäuse hat eine Schnittstelle zu Prozessoren im Objektiv und im Blitzgerät (zur Hochgeschwindigkeits-Datenverarbeitung, Berechnung und Kommunikation), sodass eine Systemsteuerung auf hohem Niveau erfolgt.
  2. Multiaktuatorsystem
    Der ideale Aktuator für jede Antriebseinheit befindet sich in der Nähe der Antriebseinheit, sodass ein Multiaktuatorsystem entsteht, das für eine hohe Automatisierung, eine hohe Effizienz und eine hohe Leistung sorgt.
  3. Voll elektronische Schnittstelle
    Die gesamte Datenübertragung zwischen dem Kameragehäuse, dem Objektiv, dem Blitzgerät und der Wechselrückwand erfolgt elektronisch. Dadurch sind nicht nur mehr Funktionen im aktuellen System möglich, sondern es wird auch eine Integration zukünftiger Systementwicklungen in das vorhandene Netzwerk ermöglicht.

Vignettierung

Vignettierung Lichtstrahlen, die von den Kanten des Bildbereichs auf die Linse fallen, werden durch die Linsenbilder vor und hinter der Blende teilweise blockiert. Dadurch wird verhindert, dass alle Lichtstrahlen die Öffnung (den Blendendurchmesser) passieren und eine Lichtabnahme in den Randbereichen des Bildes entsteht. Diese Art von Vignettierung kann durch Abblenden der Linse beseitigt werden.

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Was ist Licht?

Licht Licht wird im Lexikon wie folgt definiert: 1. Eine Lichtquelle wie beispielsweise die Sonne, eine Lampe oder ein Scheinwerfer, die Objekte sichtbar macht oder sie beleuchtet. 2. Elektromagnetische Strahlung, auf die unsere Sehorgane reagieren, mit einem Wellenlängenbereich zwischen ungefähr 4000 bis 7700 Ångström und einer Ausbreitungsgeschwindigkeit von ungefähr 299792458 Metern pro Sekunde, in der auch eine ähnliche Strahlungsenergie wie z. B. ultraviolette Strahlung oder Infrarotstrahlung enthalten ist, die keine Wirkung auf die Retina ausübt. 3. Ein Schimmern oder Funkeln (beispielsweise in den Augen). 4. Eine bestimmte Beleuchtung, die einem ihr ausgesetzten Objekt ein bestimmtes Aussehen verleiht. 5. Eine Person, die ein leuchtendes Vorbild darstellt (Leuchte). 6. Geistige oder spirituelle Illumination oder Erleuchtung. 7. Aspekt, unter dem eine Sache erscheint oder betrachtet wird. Die zweite der oben genannten Definitionen ist die Definition, die für das Verständnis des Begriffs Licht in der Fotografie unerlässlich ist. Die Arten der elektromagnetischen Strahlung unterscheiden sich nach ihrer Wellenlänge. Mit den kürzesten Wellenlängen beginnend, kann die elektromagnetische Strahlung in Gammastrahlen, Röntgenstrahlen, ultraviolette Lichtstrahlen, sichtbare Lichtstrahlen, infrarote Lichtstrahlen, Wärmestrahlen, Mikrowellenstrahlung, Ultrakurzwellenstrahlung (VHF), Kurzwellenstrahlung, Mittelwellenstrahlung (MF) und Langwellenstrahlung unterteilt werden. In der Fotografie liegen die hauptsächlich verwendeten Wellenlängen im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts (400 nm bis 700 nm). Da Licht eine Art der elektromagnetischen Strahlung ist, kann man sich Licht als eine Art von Wellen in der Kategorie der Lichtwellen vorstellen. Eine Lichtwelle kann als eine elektromagnetische Welle betrachtet werden, bei der ein elektrisches Feld und ein Magnetfeld auf einer senkrecht zur Ausbreitungsrichtung liegenden Ebene im rechten Winkel zueinander schwingen. Die beiden Elemente einer Lichtwelle, die vom menschlichen Auge tatsächlich wahrgenommen werden können, sind die Wellenlänge und die Amplitude. Unterschiede in der Wellenlänge werden innerhalb des Bereichs sichtbaren Lichts als Farbunterschiede und Unterschiede in der Amplitude als Unterschiede in der Helligkeit (Lichtintensität) wahrgenommen. Das dritte Element, das jedoch vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen wird, ist die Schwingungsrichtung innerhalb der senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der Lichtwellen liegenden Ebene.

Weitsichtigkeit

Zustand der Augen, bei dem im entspannten Auge das Bild eines unendlich weit entfernten Punkts auf der Retina gebildet wird.

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Zoom-Objektive

Ein einziges Standard-Zoom-Objektiv erledigt die Arbeit mehrerer Objektive mit Festbrennweite. Nutzen Sie den Vorteil der schnellen Funktionsweise dieses Objektivtyps, um mit einer Weitwinkeleinstellung die volle Breite einer Szene einzufangen, oder fahren Sie im Teleobjektivmodus mit Zoom sofort an das Geschehen heran, um von einigen besonders reizvollen Höhepunkten Nahaufnahmen zu machen. Zoom-Teleobjektive erweitern die Leistung des EOS-Systems um eine neue Dimension. Folgen Sie sich bewegenden Objekten wie Sportlern oder Tieren und lernen Sie die Teleobjektivmerkmale flacher Schärfentiefe und den Komprimierungseffekt kennen, während Sie diese neue Dimension erweiterter Ausdruckskraft genießen.

Zirkularer Polfilter

Ein zirkularer Polfilter funktioniert wie ein linearer Polfilter, der nur Licht durchlässt, das in eine bestimmte Richtung vibriert. Das Licht, das durch einen zirkularen Polfilter fällt, unterscheidet sich jedoch von dem Licht, das durch einen linearen Polfilter fällt, weil die Vibrationen im Verlauf in einer Spiralform rotieren. Daher stört der Effekt des Filters nicht den Effekt der Halbspiegel: die TTL-AE- und die AF-Funktion können ordnungsgemäß arbeiten. Wenn Sie einen Polfilter mit einer EOS-Kamera verwenden, nehmen Sie immer einen zirkularen Polfilter. Die Effektivität eines zirkularen Polfilters beim Vermeiden von Lichtreflexionen ist ebenso hoch wie die eines linearen Polfilters.

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