Klimaschutzprojekt: Wasserkraft Hamzali, Türkei

Klimaschutzprojekt

Wasserkraft Hamzali, Türkei

Das Wasserkraftwerk und das bewässerte Gebiet erstrecken sich über die Ankara und die Kırıkkale Provinzen. Die Stromproduktion findet unweit des Dorfs Çayoba, im Landkreis Sulakyurt, statt.

Das Hamzali Projekt besteht aus einem Laufwasserkraftwerk mit 16,7 MW Leistung. Dieses nutzt das Wasser des Flusses Kızılırmak, dessen Quelle in Ostanatolien liegt und als längster türkischer Fluss nach über 1.000 km ins Schwarze Meer fliesst. Da der Fluss saisonal sehr unterschiedliche Mengen Wasser führt, wird er aufgestaut, damit Strom produziert werden kann. Gleichzeitig wurde im Rahmen des Projekts ein Bewässerungssystem errichtet, welches für die regionale Landwirtschaft von grossem Nutzen ist. 9.600 ha Land, das bisher nicht kultiviert worden ist, lässt sich nun landwirtschaftlich nutzen. Dies schafft zusätzliche Beschäftigung in einer Region, die unter der Abwanderung ihrer Bevölkerung aufgrund fehlender ökonomischer Entwicklung, zu kämpfen hat.

Es sind keinerlei negative Auswirkungen auf die Wasserqualität oder die Biodiversität zu verzeichnen. Das Stauwehr garantiert eine Mindestdurchflussmenge an Wasser, wodurch negative Auswirkungen auf die Wasserfauna vermieden werden. Selbstverständlich leistet das Projekt einen Beitrag zur CO2-Reduktion. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Stromproduktion von 127 GWh werden etwa 70.000 Tonnen CO2 eingespart, welche ohne das Projekt durch die Nutzung fossiler Energieträger entstünden.

Weitere positive Auswirkungen des Klimaschutzprojektes

  • Nutzung des türkischen Wasserkraftpotentials, um den wachsenden Energiebedarf zu decken und Energiesicherheit zu gewährleisten
  • Ermöglichung und Unterstützung von landwirtschaftlicher Aktivität in der Projektumgebung inklusive landwirtschaftlicher Lehrgänge
  • Stärkung der lokalen Infrastruktur durch Strassenbau und Unterstützung diverser kommunaler und privater Bauarbeiten
  • Reduzierung der Importabhängigkeit von fossilen Energieträgern
  • Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region während der Konstruktion und des Betriebs des Kraftwerks