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Datenvisualisierung: Wie man ohne Worte eine Geschichte erzählt

  • Gepostet vor 3 Jahren
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Kann die Datenvisualisierung ein leistungsstarkes Werkzeug für Profis sein, um wichtige Nachrichten effektiver den unterschiedlichen Beteiligten zu vermitteln? Die Nutzung von Informationen ist gängige Praxis. Das Führungspersonal ist bestens vertraut mit Grafiken und Diagrammen. Kein Geschäftsbericht ohne Balkendiagramm, das den jährlichen Anstieg der Gewinne zeigt! Leider schöpfen viele Unternehmen in dieser Hinsicht das Potenzial nicht aus. Von einer überzeugenden Datenvisualisierung profitiert jede Abteilung.

Die Führungsriege sollte sich die Zeit nehmen, sich neue Fähigkeiten in puncto Datenvisualisierung anzueignen. Mit dem Aufkommen von Big Data und der Flut von Informationen haben Dokumente, wie Geschäftsberichte, an Umfang zugenommen. Viele sind nun dicke Wälzer voller komplexer Fachbegriffe und Zahlensammlungen. Für Leitende Angestellte ist die Zeit daher reif, Informationen auf ein höheres Niveau zu bringen und sie so zu präsentieren, dass sie optisch ansprechend, verständlich und vor allem nützlich sind.

Eine der Herausforderungen, vor denen Finanzchefs immer wieder stehen, ist das Aufzeigen von Wechselwirkungen innerhalb des Unternehmens. Welchen Eindruck hinterlassen Investitionen in saubere Technik in dem Umfeld, in dem die Firma tätig ist? Wie wirken sich Veränderungen beim F&E-Budget auf die künftige Produktpalette aus? Was ist das Verhältnis zwischen der Finanzierung der Käufe und der Generierung von Einnahmen auf den verschiedenen Gebieten, auf denen das Unternehmen tätig ist? Komplexe Fragen wie diese verlangen keine komplexen Antworten, sondern durchdachte Grafiken, die verdeutlichen, was Worte allein nicht können.

Doch nicht nur die Kommunikation mit einem externen Publikum macht die Datenvisualisierung zu einer wertvollen Fähigkeit. Immer mehr Unternehmen entwickeln ein ganzheitliches Konzept für ihre Informationsmanagementprozesse. Daher müssen auch intern mehr Informationen vermittelt werden. Wenn Mitarbeiter die präsentierten Daten nicht verstehen, sind sie nicht in der Lage, die Vorschläge zu übernehmen, die dahinterstehen.

Doch wo sollen Finanzprofis anfangen, wenn sie in puncto Datenvisualisierung besser werden wollen?

Zunächst müssen sie erkennen, dass Bilder ein ebenso wichtiges Kommunikationsmittel sind wie Zahlen oder Wörter. Nutzer, die die Kunst der Visualisierung beherrschen, verwenden Bilder nicht nur als Schmuckwerk. Stattdessen setzen sie diese als eigenständige Sprache ein.

Auch muss eine Grafik nicht immer ein Balkendiagramm sein. So wie es eine Welt der Wörter und Zahlen gibt, gibt es auch eine Welt der Bildelemente. Und diese hat wesentlich mehr zu bieten als die üblichen Diagramme.

Daten sind wichtig für jede Führungskraft. Zu wissen, wie man sie intern und extern in wirkungsvoller Weise präsentiert, ist eine Schlüsselkompetenz. Die fähigsten Präsentatoren können Daten so visualisieren, dass sie eine Geschichte erzählen. Sie versetzen sich ins Publikum hinein und lassen Sie die Informationen für sich selbst sprechen, um die Geschichte zu verdeutlichen. Sie verzichten auf belanglose Statistiken oder Zitate, weil diese bloss von der Kernaussage ablenken. Mit der entsprechenden Präsentation können Daten ein leistungsstarkes Werkzeug sein, ohne Worte eine Geschichte zu erzählen.