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Wie das Internet der Dinge das Leben bereichert

  • Gepostet vor 2 Jahren
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Es mag einen erstaunen, doch am 9. April 2015 fand bereits der fünfte IoT-Tag statt; eine weltweite Veranstaltung, bei der Unternehmer, Führungskräfte und Bürger Ideen diskutieren.

Die Gespräche dieses Jahr (einschl. nationaler Konferenzen, globaler Web-Chats und Twitter-Diskussionen) zeigten, welche Resonanz das sich rasant entwickelnde Konzept mittlerweile auslöst. Doch was bedeutet die Vernetzung von Produkten und Leistungen in der Praxis? Wie wird der nächste IoT-Entwicklungsschub die täglichen Verbrauchererfahrungen bereichern?

Bei den Vorbereitungen zum IoT-Tag entstanden eine Reihe neuer Partnerschaften. IBM kündigte an, man werde in den nächsten fünf Jahren 5 Mrd. Dollar für eine neue IoT-Abteilung ausgeben. Der Konzern plant, eng mit der Weather Company zusammenzuarbeiten, um Firmen in Echtzeit Wetterinfos zukommen zu lassen. Durch die Verbindung von IBM Big Data- und Analysewerkzeugen mit dem Fachwissen und den Datenverteilungssystemen der Weather Company entsteht ein besserer Informationsfluss.

Auch Intel und der Zahlungsspezialist Ingenico kündigten eine Zusammenarbeit an. Gemeinsam will man für das IoT ein Tablet entwickeln, das EMV-und NFC-Zahlungsoptionen unterstützt. So finden Intel-Technik und das Know-how der Ingenico Group in Sachen sichere Zahlungen zusammen. Dies wird den Weg für weitere IoT-Geräte mit Mehrwertdiensten (wie intelligente Automaten, E-Kioske und digitale Unterschriften) ebnen.

Das IoT scheint vor allem geschäftliche Vorteile zu bringen, wie Echtzeitanalysen zur Verbesserung logistischer Abläufe sowie Geschäftsinformationen zum besseren Abgleich von Kundennachfrage und Lagerbestand. Doch das IoT kann auch als Werkzeug eingesetzt werden, um die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Disney zum Beispiel nutzt das sog. MagicBand für Echtzeit-Telemetrie, d.h. man erfasst die Bewegung von Menschenmengen in Themenparks. Dadurch wird der Besucher vor Ort künftig wissen, wann bestimmte Fahrten zur Verfügung stehen und wann er mit Disney-Figuren in Kontakt treten kann. FedEx setzt ein Trackingnetz) ein, um die Reise von Paketen zu verfolgen und Abläufe zu verbessern. Auch können Kunden auf diesem Weg personalisierte Einzelheiten über ihre Waren erfahren.

Solch praktische Anwendungen zeigen, welches Potenzial das IoT Unternehmen wie Kunden bietet. Kunden werden kritisch gegenüber Marken sein, die Tracking nur zur Datenerfassung, Überwachung, Analyse und Verkaufsförderung nutzen. Unternehmen, die wirklich vom IoT profitieren möchten, müssen der Kundenzufriedenheit genauso viel Aufmerksamkeit widmen wie den Geschäftsvorteilen.

Firmen müssen sich neu ausrichten. Intel rechnet damit, dass es 2020 rund 200 Milliarden vernetzte Dinge gibt. Das entspricht 26 Objekten für jeden Menschen. Das Institut Altimeter Group schlägt fünf Wege vor, auf denen Unternehmen vernetzte Produkte nutzen können, um zum einen die Marke zu stärken und zum anderen die Customer Journey zu verbessern:

  • • Belohnung – durch Aktionen, spielerische Elemente und Unterhaltung
  • • Informationen & News – zu Einkauf, Produktbewertung und Kontrolle
  • • Konkrete Handlungen – Geschäfte, Nutzererkennung und Interaktionen werden ermöglicht
  • • Service – um den Kunden zu unterstützen und zu binden
  • • Innovation – als Impulsgeber für Feedback, kundenspezifische Anpassungen und Produktentwicklung

Digitale Innovatoren müssen eines begreifen: Das IoT bietet eine riesige Menge an Wissen. Doch man sollte dieses Wissen nutzen, um dem Kunden auf seiner Customer Journey wirklich zuzuhören. Auf diese Weise können Unternehmen Leistungen entwickeln, die den Erlebniswert und die Kundenzufriedenheit steigern.


[References]

IBM und The Weather Company:
http://www.digitaltrends.com/home/ibm-internet-of-things-push/

Intel und Ingenico:
http://www.retailcustomerexperience.com/news/ingenico-intel-to-work-on-products-for-the-internet-of-things/

Disney und FedEx:
http://www.forbes.com/sites/teradata/2015/03/13/how-disney-fedex-create-value-at-the-corner-of-customer-experience-and-the-internet-of-things/

Studie von Altimeter:
http://www.altimetergroup.com/2015/03/new-research-customer-experience-in-the-internet-of-things/

Studie von Intel:
http://www.intel.com/content/www/us/en/internet-of-things/infographics/guide-to-iot.html