BUSINESS BYTES

Grosse Transparenz braucht grosse Werkzeuge

  • Gepostet vor 2 Jahren
  • 3 Minuten Lesezeit

Alles beginnt mit der Frage: Über welche Informationen verfügen Sie? Finanzinformationen können in einem umkämpften Markt den Ausschlag geben. Wer dem Wettbewerb einen Schritt voraus sein will, darf sie nicht ignorieren.

Seit jeher sammeln Finanzabteilungen Daten und analysieren diese, um wirtschaftliche Kennzahlen zu erhalten. Doch in den letzten Jahren ist eine Menge passiert.

Durch die globale Kreditkrise rückte das finanzielle Umfeld mit all seinen Details ins Blickfeld. Jedes Inventarteil, jede unbezahlte Rechnung, jedes nicht verkaufte Produkt kann dazu führen, dass eine Firma sich mehr Geld leihen muss.

Zudem ist Finanzinformationssoftware heute leichter zugänglich. Die Daten können breiter genutzt werden. Finanzabteilungen haben die Möglichkeit, nicht nur Daten ihrer eigenen Systeme auszuwerten, z.B. zur Gehaltsabrechnung oder Bestellverwaltung, sondern auch von anderen Geschäftsanwendungen, wie Warenwirtschaft, Vertrieb, Lieferkette und Personalwesen. Die Software lässt sich einfacher bedienen. Daten aus unterschiedlichen Quellen können vereinheitlicht werden, um die Ergebnisse in einer verständlichen Form zu präsentieren – die Basis, damit Finanzteams schneller handeln können.

Die Geschäftsfunktionen sind besser vernetzt und die Daten auf dem aktuellen Stand. Finanzabteilungen müssen nicht mehr Wochen auf wichtige Umsatzzahlen oder Rechnungen warten, sondern nur noch Tage oder Stunden. Einige Unternehmen werten Daten mittlerweile in Echtzeit aus.

Dadurch rückt der Finanzchef stärker in den Fokus.

Don Mailliard, nordamerikanischer Finanzchef von KPMG, erläutert dies: „Wir glauben, dass der CFO der Haupttrichter für entscheidende Daten einer Firma ist. Als neuer Wissensführer kann der Finanzchef betriebswirtschaftliche Auswertungen nutzen, um die operative und finanzielle Leistung zu verbessern. Im verarbeitenden Gewerbe z.B. ist die Steuerung von Anlagenauslastung, Kapazität und Auftragsbestand entscheidend für den operativen Erfolg. Diese Prioritäten wiederum haben direkten Einfluss auf Umsatzprognosen. Der Finanzchef ist in der Lage, diese Informationen zu nutzen und die Geschäftsleistung als Ganzes zu fördern.“

Eine gemeinsame Studie von Gartner und Financial Executives International zeigt: 15 der 19 Hauptgeschäftsprozesse, bei denen es laut den Finanzchefs auf technischen Support ankommt, sind auf Finanzinformationen, Analysewerkzeuge und Leistungsmanagement-Technologie angewiesen.

Doch Projekte, die sich um Finanzinformationen drehen, sind nicht einfach. Es ist nicht leicht, mit Mitarbeitern aus unterschiedlichsten Bereichen eines Unternehmens einheitliche Bedingungen und eine Datensystematik zu vereinbaren, um ein in sich stimmiges Gesamtbild zu erhalten. Kontrolle über die Informationen eines Unternehmens ist der erste Schritt auf diesem Weg. Finanzchefs haben jetzt die Werkzeuge, um die Lage besser zu verstehen und zu begreifen, wo man, wenn nötig, den Hebel ansetzen muss.