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„Small Data“ kann Ihr Unternehmen gross herausbringen

  • Gepostet vor 2 Jahren
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Nach Berichten des IDC verdoppelt sich das digitale Universum alle zwei Jahre und wird sich zwischen 2013 und 2020 von 4,4 Billionen Gigabyte auf 44 Billionen Gigabyte verzehnfachen. 
Um Ihnen eine Vorstellung dieser unfassbar grossen Datenmenge zu geben: Würde man einen Turm von iPad Air-Tablets bauen, auf denen diese Daten gespeichert wären, würde dieser zwei Drittel der Strecke zum Mond entsprechen. Bis 2020 wird dieser Turm aber schon 6,6 Mal so hoch sein.

Tatsächlich wird Big Data anhaltend rasch wachsen, befeuert durch neue datenhungrige Trends wie das Internet der Dinge und intelligenter Kleidung und Accessoires. Doch während sich alle bemühen, diesen riesigen unstrukturierten Daten irgendeinen Sinn zu entnehmen, muss man feststellen: Grösser ist nicht immer besser. 

Es scheint ein Widerspruch zu sein, doch der Schlüssel zum Verständnis der geschäftlichen Herausforderungen liegt eigentlich bei Small Data, die Informationen, die die aktuelle Situation beschreiben und die sich aus Big Data durch Analyse ableiten lassen. Die Konzentration auf die Details beeinflusst die Leistung positiv, weil diese Informationen unsere Handlungen bestimmen, basierend auf dem, was gerade stattfindet.  

Um erfolgreich zu sein, müssen die digitalen Vorreiter ihre Mitarbeiter dazu ermutigen, feinfühlig auf Trends zu reagieren, die die Wettbewerbsfähigkeit und den Kundenservice verbessern. Diese Unterstützung sollte sich auf vier Schlüsselbereiche konzentrieren: Nachfrage, Analyse, Präsentation und Verfeinerung.

Zunächst muss man begreifen, dass man nichts messen kann, was man nicht versteht, also keine Angst vor Big Data. Digitale Führungskräfte und das übrige Leitungsteam sollten so viel Zeit wie möglich investieren, damit das IT-Team die Chance hat, die kleinen Feinheiten zu entdecken, die die umfassenderen Ziele des Unternehmens ausmachen.

Das so gewonnene Bewusstsein für die Unternehmensbelange muss dann in die Analysephase überführt werden. Denken Sie darüber nach, wie Ihr Unternehmen an Daten kommt und wie man mit Analysewerkzeugen wichtige Informationen aus nicht integrierten Systemen und Datenbanken ziehen könnte. Schliessen Sie sich mit den wichtigsten Verantwortlichen kurz und analysieren Sie die Wettbewerbslandschaft, um die derzeitigen Business Intelligence-Projekte Ihrer IT mit den langfristigen Zielen Ihres Unternehmens in Einklang zu bringen.

Erstellen Sie dann eine Schnellübersicht für Führungskräfte. Präsentieren Sie Details zu Aspekten wie weltweite Verkäufe, anstehende Aufträge und Kundenzufriedenheit, damit deutlich wird, wie das Unternehmen arbeitet, heute und künftig.

Verwenden Sie Small Data, damit das Kaffeesatzlesen in puncto Geschäftsprozesse ein Ende hat. Anstatt auf breit angelegte Kampagnen zu setzen, sollte das Marketing mit IT-Verantwortlichen zusammenarbeiten, um sich Daten aus verschiedenen Quellen im gesamten Unternehmen zu besorgen. Indem ein Unternehmen das Augenmerk auf kleine Trends und Details richtet, kann es erkennen, welche Kunden wichtig sind und welche Produkte diese wahrscheinlich kaufen.

Small Data ist auch nützlich, um interne Abläufe, den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit im Unternehmen zu verbessern. Indem man abteilungsübergreifend Transparenz schafft, lassen sich hartnäckige Probleme, wie verborgene Kompetenzlücken und anhaltende Kundendienstmängel, endlich lösen. 

Sobald das IT-Team den Beta-Ansatz für Small Data umgesetzt hat, ist es wichtig, eine Rückmeldungsschleife zu erzeugen. Auf diese Weise können Sie gemeinsam mit Kollegen herausfinden, wie sich Ziele im Lauf der Zeit verändern und wie entsprechend die Herangehensweise verfeinert werden muss.

Die Menge der Daten wächst mit dem Geschäft. Daher wird jedes Projekt immer ein „Work in Progress“ sein. Durch eine Small-Data-Strategie können digitale Führungskräfte sich gegenüber der Konkurrenz einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.