Bereiten Sie Ihr Unternehmen auf die Vorschriften für Cybersicherheit und Datenschutz vor
Die Sicherheitslandschaft entwickelt sich weiterhin rasant weiter. Da digitale Kommunikation, vernetzte Geräte und cloudbasierte Dienste immer stärker in den täglichen Geschäftsbetrieb integriert werden, werden Cyberangriffe immer raffinierter. Als Reaktion darauf verschärfen Regierungen und Aufsichtsbehörden die Anforderungen an Cybersicherheit und Datenschutz, um die Widerstandsfähigkeit, die Rechenschaftspflicht und das Vertrauen zu stärken. Für Unternehmen, die sich in einem komplexen Geflecht aus Technologien, Lieferanten und regionalen Verpflichtungen zurechtfinden müssen, ist es für IT- und Sicherheitsverantwortliche mittlerweile von entscheidender Bedeutung, zu verstehen, wie sich neue und sich abzeichnende gesetzliche Vorschriften auf ihr Geschäft auswirken.
Ein Ungleichgewicht kann kostspielig werden. Die Durchsetzung der DSGVO macht weiterhin deutlich, dass Verstösse erhebliche finanzielle und rufschädigende Folgen nach sich ziehen können. Selbst wenn kein Verstoss vorliegt, kann die mangelnde Vorbereitung von Systemen, Prozessen und Lieferantenkontrollen auf neue Anforderungen zu unnötiger Ineffizienz, Verzögerungen und zusätzlichem Arbeitsaufwand führen, wenn die Einhaltung der Vorschriften nicht von vornherein in die Konzeption integriert ist.
Wie wichtig sind also die Vorschriften zur Informationssicherheit?
Untersuchungen von Canon haben ergeben, dass IT-Leiter die Informationssicherheit in den letzten fünf Jahren durchweg als eine der drei grössten Herausforderungen und zeitaufwändigsten Aufgaben eingestuft haben.
Tatsächlich wurde die Informationssicherheit (33 %) als die grösste Herausforderung eingestuft, dicht gefolgt von der Compliance (25 %). Daher bleibt die Informationssicherheit ein dringendes Anliegen, da die gesetzlichen Verpflichtungen und die technologische Komplexität weiter zunehmen.
Was steht uns bevor?
Die Regulierung wird weiter ausgebaut: Die EU und die nationalen Regierungen verschärfen die Richtlinien zur Cybersicherheit und erweitern den Geltungsbereich auf weitere Branchen. Das bedeutet, dass von immer mehr Unternehmen erwartet wird, dass sie ein wirksames Risikomanagement, eine effektive Reaktion auf Vorfälle, die Überwachung der Lieferkette und eine Planung zur Gewährleistung der Widerstandsfähigkeit nachweisen.
Im Jahr 2026 geht diese regulatorische Umstellung von der Vorbereitungsphase in die praktische Umsetzung über. DORA gilt seit Januar 2025 und verpflichtet Finanzinstitute dazu, ihr IKT-Risikomanagement, ihre Resilienztests, die Meldung von Vorfällen sowie die Überwachung kritischer Drittanbieter zu verstärken. Auch das Gesetz zur Cyber-Resilienz tritt nun in eine entscheidende operative Phase ein: Ab September 2026 müssen Hersteller von Produkten mit digitalen Komponenten aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle melden, noch bevor das Gesetz ab Dezember 2027 in vollem Umfang in Kraft tritt. Diese Meilensteine bedeuten, dass die Einhaltung von Vorschriften auch in den kommenden Jahren eine Priorität auf Führungsebene bleiben wird.
Auch NIS2 spielt bei diesem Wandel eine zentrale Rolle. Die Verordnung zielt darauf ab, die Cyber-Resilienz in der gesamten EU zu stärken, und erweitert den Anwendungsbereich ihres Vorgängers durch die Einführung strengerer Verpflichtungen hinsichtlich des Risikomanagements und der Meldung von Vorfällen, einer verstärkten behördlichen Aufsicht sowie einer grösseren Rechenschaftspflicht für die Geschäftsleitung. Da die Mitgliedstaaten weiterhin nationale Rechtsvorschriften umsetzen und durchsetzen, müssen grenzüberschreitend tätige Unternehmen die lokalen Anforderungen sorgfältig im Auge behalten.
Vorbereitung auf die Zukunft
Um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden und sich an die sich wandelnde Informationssicherheitslandschaft von morgen anzupassen, ist die Zusammenarbeit mit einem Partner von entscheidender Bedeutung, der über das Fachwissen, die Dienstleistungen und die Lösungen verfügt, um den Betrieb zukunftssicher zu gestalten. Unternehmen können sich auf neue und künftige Vorschriften vorbereiten, potenziell kostspielige Änderungen kurz vor Inkrafttreten vermeiden und einen proaktiveren Ansatz in Bezug auf die Informationssicherheit verfolgen, indem sie die folgenden Bereiche berücksichtigen.
1. Die Gesetzgebung verstehen
Unternehmen müssen sich genau über die Rechtsvorschriften im Klaren sein, die für ihre Organisation, ihre Branche und ihre Geschäftsregionen gelten. Dazu gehört auch die Konsultation von Rechts-, Compliance- und Sicherheitsexperten, um nicht nur die unmittelbaren Verpflichtungen zu verstehen, sondern auch die weiterreichenden Auswirkungen auf Produkte, Dienstleistungen, Lieferanten und interne Prozesse.
2. Zukünftige Entwicklungen absehen
Ebenfalls von entscheidender Bedeutung ist die Einführung eines Verfahrens zur kontinuierlichen Überwachung neuer Rechtsvorschriften, nationaler Umsetzungsfristen und behördlicher Leitlinien. Dies könnte durch ein spezielles internes Team verwaltet oder an einen fachkundigen Anbieter ausgelagert werden, so dass Unternehmen zukünftige Anforderungen vorhersehen und anpassen können, bevor die Fristen zu eng werden.
3. Internes Fachwissen aufbauen
Um sich in dem sich ständig wandelnden regulatorischen Umfeld zurechtzufinden, müssen Sicherheitsteams möglicherweise ihr Fachwissen erweitern. Sei es durch die Einstellung von Spezialisten oder durch die Schulung bestehender Mitarbeiter in den Bereichen Einhaltung von Sicherheitsvorschriften, Auslegung gesetzlicher Bestimmungen, Risikomanagement und Umsetzung von Sicherheitsmassnahmen. Dies kann sich je nach Umfang der erforderlichen Anpassungsmassnahmen auf Ressourcen, Personalausstattung und Budgets auswirken.
4. Entwicklung robuster Sicherheitsprozesse
IT-Teams müssen klare Prozesse für das Schwachstellenmanagement, die Installation von Patches, die Reaktion auf Vorfälle, die Prüfung der Ausfallsicherheit und die Meldung von Datenschutzverletzungen festlegen. Diese Prozesse sollten dokumentiert, getestet und regelmässig überprüft werden, um die Einhaltung von Vorschriften wie NIS2, DORA und dem Cyber Resilience Act zu gewährleisten. Gegebenenfalls müssen Unternehmen auch in zusätzliche Software, Überwachungsfunktionen und Managed Services investieren, die diese Prozesse langfristig unterstützen.
5. Management der Lieferkette
Lieferanten mögen zwar ausserhalb Ihres Unternehmens angesiedelt sein, doch ihre Sicherheitslage, ihre Berichtsprozesse und ihre Compliance-Bereitschaft können dennoch direkte Auswirkungen auf Ihre Risikoexposition haben. Es ist wichtig, mit Lieferanten in Kontakt zu treten, ihre Sicherheitspraktiken zu verstehen, vertragliche Anforderungen zu prüfen und Audits oder Bewertungen durchzuführen, um sicherzustellen, dass diese mit Ihren eigenen Compliance-Standards übereinstimmen.
6. Transparente Berichterstattung fördern
Auch wenn manche Sicherheitsvorfälle erhebliche Auswirkungen auf Ihr Unternehmen haben können, ist es wichtig, dass Mitarbeiter Risiken umgehend melden und dass eine Kultur der Offenheit gefördert wird. Klare Eskalationswege, Sensibilisierung der Mitarbeiter und eine transparente Berichterstattung helfen Unternehmen dabei, aus Vorfällen zu lernen, Meldefristen einzuhalten und Kontrollmechanismen zu stärken, ohne dabei eine Kultur der Schuldzuweisung zu schaffen.
Sind Sie bereit?
Neue und sich abzeichnende Vorschriften sind eine positive Entwicklung für die Verbraucher und die Sicherheitsbranche insgesamt. Letztendlich wird dies dazu beitragen, eine sicherere, widerstandsfähigere und transparentere digitale Landschaft für Unternehmen zu schaffen. Zwar sind möglicherweise kurzfristig Investitionen und betrieblicher Aufwand erforderlich, doch überwiegen die langfristigen Vorteile einer frühzeitigen Anpassung und eines proaktiven Ansatzes bei der Regulierung die Herausforderungen bei weitem.
Schaffen Sie eine optimale, sichere und nachhaltige Systeminfrastruktur durch die Canon Managed Print Services und Lösungen, bereitgestellt nach Ihren Wünschen: via Cloud, vor Ort oder in einer hybriden Umgebung.
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Geschäftsprozesse nahtlos und sicher in Ihrem Unternehmen ablaufen. Erhöhen Sie die Produktivität, verbessern Sie die Kundenerfahrung und schützen Sie die Daten und Compliance Ihres Unternehmens mit den Information Management Solutions von Canon.
Entdecken Sie, wie wir unser Know-how im Informationsmanagement mit marktführenden Technologien verbinden, um Sie bei der Umsetzung Ihrer betrieblichen Herausforderungen zu unterstützen.
Erfahren Sie, warum die Einbettung starker Sicherheitspraktiken in Ihre Unternehmenskultur immer noch eine der stärksten Verteidigungsmassnahmen gegen eine neue Welle von KI-gestützten Cyberangriffen ist.