Fotografin und Influencerin Katie Edwards folgt einem ungewöhnlichen Ansatz der Reisefotografie. Sie hat sich darauf spezialisiert, die Welt durch Zugfenster einzufangen. Sie ist Tausende von Kilometern durch Europa und die USA gereist, hat Hunderttausende von Fotos aufgenommen und ausgewählte Bilder sowohl online auf ihren Social-Media-Kanälen als auch in gedruckter Form in Ausstellungen präsentiert.
Vor kurzem nahm sie jedoch einen kompakten Canon Fotodrucker mit auf eine Zugreise, um Bilder direkt vor Ort drucken und verteilen zu können. Mit der SELPHY Photo Layout-App auf ihrem Smartphone, mit der sie Fotos von ihrer Kamera übertragen und kabellos auf dem mobilen Drucker ausdrucken konnte, hatte sie überall ein kompaktes Mini-Fotostudio dabei. Dahinter steckt die Idee, dass ihre Fotos zwar flüchtige Momente einfangen, die Drucke diese jedoch bewahren und in die physische Welt zurückbringen – als kleine, greifbare Fragmente gemeinsamer Erlebnisse. Wie sich zeigte, führte das Projekt zu Kontakten, mit denen Katie nicht gerechnet hatte. Hier erzählt sie, was passiert ist.
Von digital zu analog: Wie Fotodrucke Katie Edwards eigenwilligen Reisefotografien eine zusätzliche Dimension verliehen
Als sie 16 war, bekam Katie ihre erste Kamera, eine Canon EOS 5D Mark II, und seitdem verwendet sie ausschliesslich Canon Kameras. Aktuell fotografiert sie mit einer EOS R5. „Ich wollte eine Kamera mit Vollformatsensor, denn je mehr Details ich einfangen kann, desto besser.“ Sie nutzt kurze Verschlusszeiten, um trotz der hohen Geschwindigkeit des Zugs ein möglichst scharfes Bild zu erhalten. „Ich möchte keinen Eindruck von Bewegung vermitteln“, sagt sie. „Mich interessieren Details.“ Für dieses Projekt benötigte sie einen tragbaren Fotodrucker, der ihren Ansprüchen an die Detailtreue gerecht wird. © Katie Edwards
„Zugfenster sind oft sehr schmutzig und haben seltsame Kratzer und Flecken. Wenn man durch sie hindurch fotografiert, sieht man das zwar nicht wirklich, aber es entsteht dadurch manchmal ein recht ansprechender zusätzlicher Filter, auch wenn man nicht weiss, was dabei herauskommt.“ Katie verwendet oft auch hohe ISO-Werte, und diese beiden Faktoren zusammen können ihren Bildern einen unverwechselbaren Eindruck von Filmkörnung verleihen. Mit dem Canon SELPHY CP1500 konnte Katie nicht nur unterwegs drucken, sondern er lieferte auch Drucke in Laborqualität, die den individuellen Charakter ihrer Fotos widerspiegeln. © Katie Edwards
Reisefotografie aus einer anderen Perspektive
Alles begann vor ein paar Jahren. Wann immer Katie, eine Profi-Fotografin, mit dem Zug zu Fotoshootings in ganz Grossbritannien fuhr, hatte sie natürlich ihre Kamera dabei – und so entstand ihre ungewöhnliche Leidenschaft. „Nach etwa sechs Monaten“, erinnert sie sich, „fing ich an, gezielte Zugfenster-Expeditionen zu unternehmen. Ich begann mit einer kleinen Reise in die Niederlande, weil ich die Tulpen aus dem Zugfenster fotografieren wollte. Daraus entwickelte sich dann mehr.
„Als mein heutiger Ehemann und ich eine Fernbeziehung führten – er war in Deutschland, ich in Grossbritannien –, unternahm ich lange Zugreisen durch Europa. Mittlerweile haben wir das auf den Rest Europas ausgeweitet und reisen gemeinsam.“
Vor nicht allzu langer Zeit hat Katie eine 10.000 Meilen lange Reise durch die USA mit Amtrak gemacht. Die Fotos, die dabei entstanden, wurden in einer Galerie in London ausgestellt. Im April 2026 sponserte Interrail eine Ausstellung ihrer aus dem Zugfenster aufgenommenen Bilder der blühenden Niederlande, die im Bahnhof Utrecht Centraal stattfand.
„Anfangs ging es mir vor allem um das einzelne Foto und darum, einen unwahrscheinlichen Moment einzufangen“, erklärt Katie. „Manchmal ist es eine Landschaft, aber eigentlich geht es eher um das ungewöhnliche Detail, das man bei hoher Geschwindigkeit einfangen kann.
„Auf einer Reise von Belgrad nach Sarajevo gelang mir vor kurzem ein Foto von einem Mädchen, das gerade auf einem Trampolin springt – sie schwebt geradezu in der Luft, winkt und befindet sich genau am Rand des Bildausschnitts. Ich bin an Hunderten von Hinterhöfen und Trampolinen vorbeigefahren, und das stand auf meiner Wunschliste der Dinge, die ich mir wirklich erhofft hatte. Und ich empfand eine unbändige Freude. Am meisten freue ich mich, wenn es mir gelingt, etwas Unwahrscheinliches aus einem Zugfenster heraus einzufangen. Und fast noch befriedigender ist es, wenn am Bildrand gerade noch etwas zu sehen ist, das es beinah nicht ins Bild geschafft hätte.“
Katies Meinung nach ist es wichtig, die Fensterrahmen mit einzubeziehen, um den Blick einzurahmen. Zunächst einmal sei das für sie interessanter als eine blosse Sammlung von Landschaftsaufnahmen. „Ausserdem vermittelt es, wenn man enorme Entfernungen zurücklegt, ein Gefühl der Kontinuität über die vielen verschiedenen Landschaften hinweg. Es macht etwas so Weites wie einen Kontinent ein wenig greifbarer.“ Die 100 x 148 mm (4 x 6 Zoll) grossen Abzüge im Postkartenformat, die Katie mit dem Canon SELPHY CP1500 erstellt hat, passten gut zu ihren Kompositionen und liessen die Bilder nahbar wirken. © Katie Edwards
Katie erklärt, dass sie beim Zusammenstellen einer Reihe von Zugfotos zu einer Bilderserie, etwa für eine Ausstellung, immer mit einer Silhouette von sich selbst in dem Fenster beginnt, durch das sie fotografiert hat. Das erzeugt Kontext und leitet die Reise ein – „mit einer Art Signal, dass wir im Zug unterwegs sind und dass ich es bin“. Sie fügt hinzu: „Ich glaube, die Silhouette ist wichtig, weil sie das Geheimnisvolle bewahrt und die Betrachter tatsächlich viel von sich selbst hineinprojizieren können.“ © Katie Edwards
Vom Reisetagebuch zum Reisebericht
Doch das war noch nicht alles. „Ich habe entdeckt, dass der Zug wie ein perfekter Dolly funktioniert: Wenn man im Serienbildmodus fotografiert und dann all diese Fenster aneinanderreiht, erhält man riesige lineare Panoramabilder. Das war zwar nicht der Plan, aber es hat mich wirklich begeistert.“
Dann, so fährt sie fort, begann sie, Bildsequenzen aneinanderzureihen und schuf so im Grunde Stop-Motion-Filme. „Anfangs ging es mir einfach nur darum, einen Weg zu finden, sie online zu teilen und ihnen ein bisschen mehr Reichweite zu verschaffen. Aber ich glaube, mittlerweile geht es fast genauso sehr ums Filmemachen wie um Fotografie.“
Die Veröffentlichung ihrer Arbeiten hatte überraschende Folgen, wie Katie verrät. „Manchmal haben sich die Menschen, die ich durch das Fenster fotografiert hatte, auf den Bildern selbst erkannt und sich dann bei mir gemeldet. Es war surreal, diesen Kontakt zu haben, nur weil ich sie einmal zufällig aus einem fahrenden Zug heraus fotografiert hatte.“
Egal ob geplant oder nicht: Katie sagt, dass diese Verbindung zu den Menschen ihr mittlerweile wichtig geworden ist. Das war einer der Gründe, warum sie ihre Ausstellung am Bahnhof Utrecht Centraal veranstalten wollte: „Ich dachte, es wäre spannend, Menschen zu treffen, die gerade von der Strecke kamen, die ich fotografiert hatte.“ Um diesen Gemeinschaftsaspekt noch weiter auszubauen, hat sie ausserdem ihren „Rail Mail Club“ gegründet: Jeden Monat schickt sie den Abonnenten einen Postkartenabzug eines Fotos aus einem Zugfenster zusammen mit einem Brief, in dem sie die Geschichte hinter dem Bild erzählt.
„Manchmal“, verrät Katie, „wenn ich eine ganze Zugfahrt fotografiere, habe ich das Gefühl, nicht wirklich eine Fotografin zu sein, sondern eine Maschine. Ich mache so viele Fotos. Erst hinterher, wenn ich die Reise in meinem eigenen Tempo Revue passieren lasse, kann ich nach Details Ausschau halten.“ Diesmal bot ihr das Drucken im Zug die Möglichkeit, viel früher als sonst zurückzutreten und das Gesehene zu reflektieren. © Katie Edwards
Katies Absicht war es, ihre Fotos aus dem Zugfenster vor Ort zu drucken, um ihre digitalen Bilder wieder in etwas Greifbares, Persönliches und Gemeinsames zu verwandeln. Die vom Canon SELPHY CP1500 erzeugten Thermosublimationsdrucke sind langlebig, fingerabdruckresistent und eignen sich gut zum Beschriften mit Nachrichten und persönlichen Kommentaren. © Katie Edwards
Das Digitale in etwas Greifbares verwandeln
Die Greifbarkeit des Drucks ist für Katie entscheidend. „Das Internet ist in vielerlei Hinsicht grossartig, aber es liegt in meiner Natur, diese physische Interaktion zu suchen. Auch wenn man eine Person nicht persönlich trifft, ist es doch eine Art physischer Austausch.“
Das war Katies Absicht bei diesem Druckprojekt. Sie plante, ihre Fotos während der Zugfahrt zu drucken und die Abzüge in dem Waggon zurückzulassen, in dem sie aufgenommen wurden. Auf der Rückseite jedes Drucks bat sie die Finder, etwas über ihre Reise zu schreiben oder einfach nur darüber, was sie in diesem Moment empfanden. Auf diese Weise sollten die Drucke zu einem Austausch zwischen anonymen Reisenden werden: eine Seite hält den flüchtigen Moment in greifbarer Form fest, und die andere Seite reagiert darauf. Anstelle eines rein digitalen Bilds, das online kommentiert wird, verändert der physische Druck an einem realen Ort die Art und Weise, wie Menschen sich damit verbinden.
„Ich liebe so etwas: Dinge vor Ort zu verstecken und mit Menschen zu interagieren“, gesteht Katie. Sie verrät, dass sie in jedem Hauptbahnhof der grösseren Städte, die sie besucht hat, einen kleinen Stempel mit einem individuellen Code versteckt hat. Ihre Follower in den sozialen Medien sollen ihr eigenes Stempelkissen und Papier mitbringen und ihre Anwesenheit mit einem Stempelabdruck dokumentieren – und wenn sie zehn davon zusammen haben, schickt sie ihnen ein kostenloses Poster. Die Schatzsuche hat Reaktionen „über den ganzen Kontinent“ hervorgerufen, wie sie berichtet, „von Ankara bis hinauf nach Stockholm“.
Bei diesem Druckprojekt wollte Katie etwas Ähnliches machen und nahm einen Canon SELPHY CP1500-Kompaktdrucker mit in den Zug. Dieser mobile Fotodrucker war für diese Aufgabe ideal geeignet: Er nutzt die Technologie des Thermosublimationsdrucks, was bedeutet, dass er lebendige Farbdrucke in Laborqualität erzeugt, ohne dass separate Tintenpatronen erforderlich sind. Die Drucke sind direkt nach dem Druck vollständig trocken und grifffest sowie wasser-, kratz- und fingerabdruckbeständig.
Katie druckte kabellos über die SELPHY Photo Layout-App auf ihrem Smartphone. Sie konnte ihre Fotos direkt von ihrer Kamera übertragen, sie in der App optional bearbeiten sowie Rahmen und andere Effekte hinzufügen und anschliessend direkt auf dem SELPHY CP1500 drucken. © Katie Edwards
Mit der optionalen PCC-CP400 Kassette kann der SELPHY CP1500 eine Vielzahl von Formaten drucken, darunter Kreditkartenformat (54 x 86 mm), Sticker im Kreditkartenformat, quadratische Sticker (54 x 54 mm) und Mini-Sticker (22 x 17,3 mm). Diese eignen sich hervorragend für Bastelarbeiten und Projekte aller Art, doch Katie wollte etwas, das möglichst nah an herkömmliche Fotoabzüge herankommt, und entschied sich daher für das Postkartenformat 100 x 148 mm (verfügbar mit oder ohne Postkartenlinien auf der Rückseite). © Katie Edwards
Kontakte knüpfen
Das Drucken war sehr einfach. Der SELPHY CP1500 bietet eine Reihe von Anschlussmöglichkeiten, darunter USB-C zum Anschliessen von Computern, Kameras und USB-Sticks, sowie einen integrierten Kartenleser, sodass man die SD-Karte direkt aus der Kamera in den Drucker einstecken kann. Katie wählte die Option des kabellosen Drucks über die SELPHY Photo Layout-App auf ihrem Smartphone.
Die App bietet die Möglichkeit, Fotos vor dem Drucken anzupassen, Text, Rahmen und kreative Effekte wie Stempel hinzuzufügen. Ausserdem kann man aus einer Reihe von Layoutvorlagen für Einzel- und Mehrfachfotos wählen. Katie entschied sich dafür, ihre Bilder ohne Bearbeitung im grössten Postkartenformat zu drucken. „Ich habe auf Effekte, Bildunterschriften oder Beschriftungen verzichtet“, erklärt sie. „Ich wollte, dass es persönlicher wirkt und die Leute auf der Rückseite handschriftliche Antworten hinterlassen.“
Eine Funktion der App fand Katie besonders ansprechend: das Hinzufügen eines QR-Codes, wodurch ein Link erstellt wird, den die Betrachter scannen können, um zu einer Website oder einer Seite in den sozialen Medien zu gelangen. „Es wäre spannend, einen Druck mit einem QR-Code darauf zu hinterlassen und einfach zu beobachten, was passiert, wenn jemand ihn findet. Das war eigentlich meine ursprüngliche Idee: Ich wollte die Drucke hinterlassen und einfach sehen, welche Verbindung die Menschen zu ihnen herstellen.“
Katie hinterliess tatsächlich einige Abzüge im Postkartenformat auf Zugsitzen, und die Leute schrieben handschriftliche Antworten auf die Rückseite. Doch dann passierte noch etwas anderes: Katies Aktion selbst brach das Eis und brachte sie ins Gespräch mit ihren Mitreisenden. „Es ist schon seltsam, im Zug zu stehen und Fotos zu machen. Aber wenn man im Zug einen Drucker herausholt und anfängt zu drucken… Nun, dann werden die Leute neugierig.
Alle sitzen aus einem anderen Grund im Zug, sei es der Weg zur Arbeit oder eine grosse Reise, und das war definitiv ein Anstoss für ein Gespräch.“
„Für Ausstellungen drucke ich meine Aufnahmen in Originalgrösse – exakt in der Grösse der Fenster. Züge in Europa haben so unterschiedliche Fenster, was ihnen jeweils einen ganz eigenen Charakter verleiht. Hier ging es mir jedoch darum, die Drucke intimer und zugänglicher zu gestalten, sodass man fast schon die Aussenwelt in der Hand halten kann.“ © Katie Edwards
Im Mittelpunkt von Katies Projekt steht die Idee, dass die Rückkehr zum Analogen die Art und Weise verändert, wie Menschen mit etwas in Verbindung treten. Sie hinterliess Drucke, damit andere Reisende sie finden und auf neue Weise erleben können. © Katie Edwards
Das Reiseerlebnis teilen
Der rote Faden in Katies Arbeit ist das Knüpfen persönlicher Verbindungen durch gemeinsame Erlebnisse. Unabhängig von der Art und Weise, mit der sie ihre Fotos aus dem Zugfenster teilt, sagt sie: „So viele Menschen schreiben mir und sagen: ‚Oh, das ist die Strasse, auf der ich früher jeden Tag zur Schule gegangen bin‘, oder ‚Das ist der Bauernhof meines Vaters‘. Es ist unglaublich, diese Bilder zu teilen und dann die Geschichten anderer Menschen zu hören, was dieser winzige Ausschnitt im Bild für sie bedeutet.“
Dieses Projekt hat dem Ganzen jedoch eine neue Dimension verliehen. Das Ausdrucken ihrer Bilder direkt am Zugtisch mit dem SELPHY CP1500, mit dem Fotos sich schnell und mühelos drucken lassen, liess den Vorgang „überraschend unmittelbar“ wirken, wie sie sagt. „Es ist ein fantastisches Gefühl, den Blick aus dem Fenster buchstäblich in der Hand halten zu können, während man selbst im Zug sitzt, der durch die Landschaft rast.“ Ihre Mitreisenden reagierten auf diese Unmittelbarkeit schliesslich begeistert.
Die Ausdrucke des SELPHY CP1500 sind strapazierfähig und beschreibbar, was sie zu idealen Andenken macht, sagt Katie. Für sie „geht es jedoch definitiv mehr um die Interaktionen. Es hat definitiv viel weniger mit Scrapbooking oder dem Anlegen eines Reisetagebuchs oder Ähnlichem zu tun.“
Da die Drucke greifbar und so unmittelbar sind, „ist es in gewisser Weise so, als würde man die Aussenwelt direkt in den Zug holen, was sonst nicht möglich wäre. Es ging also nicht um die Drucke oder um flüchtige Momente ausserhalb des Zugs, sondern vielmehr um die Verbindungen innerhalb des Zugs. Ich freue mich, dass es so gekommen ist.“
Geschrieben von Alex Summersby
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