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So verändert die
Canon EOS-1D X Mark III
die Naturfotografie

A jaguar wades through the shallows of a river in Brazil's Pantanal wetlands. Taken by Thorsten Milse on a Canon EOS-1D X Mark III.
„Normalerweise jagen Jaguare in der Nacht. Sie wissen aber, dass sich manche Tiere entspannen, wenn es heiss ist, also kommen sie zur Mittagszeit ans Flussufer, um herauszufinden, ob sie dort Capybaras oder Kaimane sehen“, sagt Thorsten Milse, der diesen Jaguar am helllichten Tag im brasilianischen Pantanal aufgenommen hat. Aufgenommen mit einer Canon EOS-1D X Mark III mit einem Canon EF 200-400mm f/4L IS USM Extender 1.4x Objektiv bei 560 mm, Verschlusszeit 1/400 Sek., Blende 1:5,6 und ISO 1600. © Thorsten Milse

Mit etwa 181.299 Quadratkilometern ist das Pantanal in Südamerika das grösste tropische Feuchtgebiet der Welt und hat die höchste Dichte an Tieren und Pflanzen auf dem Kontinent. Dies macht das Pantanal – Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe – zu einem Magneten für Naturfotografen. Hier können Fotografen wie der Canon Botschafter Thorsten Milse, die sich für die Erhaltung derartiger Orte einsetzen, grosse Jäger wie Jaguare und Kaimane ebenso wie Capybaras, schwarze Brüllaffen, farbenprächtige Aras und Tukane auf Film bannen.

Auf seiner fünften Reise in die artenreiche Pantanal-Region Brasiliens verbrachte Milse 15 Tage im Dschungel und auf den Flussläufen, um die grössten Jäger des Feuchtgebiets zu suchen, die auch auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen: Jaguar, Ozelot und Riesenotter.

Dieses Mal nahm er die Canon EOS-1D X Mark III mit auf die Reise, die neue Spitzen-Actionkamera von Canon, um die Vorteile der Low-Light-Eigenschaften bei Aufnahmen von nachtaktiven Jägern zu nutzen und das Autofokus-System bei schnellen Tierarten auf die Probe zu stellen.

Wildlife photographer Thorsten Milse stands neck deep among the foliage in a Brazilian river.
Trotz der Risiken – darunter Kaimane und Piranhas – verliess Milse für die Aufnahmen regelmässig sein Boot, insbesondere wenn er auf einer Höhe mit der Wasseroberfläche sein wollte. Dafür war eine robuste, wetterfeste Kamera unerlässlich. © Thorsten Milse
A Jaguar standing growling in the foliage on the banks of a river in Brazil's Pantanal wetlands. Taken by Thorsten Milse.
„Die ersten drei Tage ergab sich für uns keine gute Gelegenheit, einen Jaguar vor die Kamera zu bekommen“, erinnert sich Milse. „Manchmal kannst du die Tiere überhaupt nicht sehen – man braucht eine Menge Geduld.“ Und manchmal wird die Geduld eines Naturfotografen auch belohnt! Aufgenommen mit einer Canon EOS-1D X Mark III mit einem Canon EF 200-400mm f/4L IS USM Extender 1.4x Objektiv bei 460 mm, Verschlusszeit 1/320 Sek., Blende 1:5,6 und ISO 1600. © Thorsten Milse

Anspruchsvolle Aufnahmebedingungen

„Das Pantanal dient einigen ganz besonderen Tieren als Lebensraum“, sagt Milse. „Hauptdarsteller ist der Jaguar, das grösste Raubtier in Südamerika. Es ist eine gefährdete Art, aber hier gibt es eine recht gesunde Population. Also ist es einfacher, sie für Aufnahmen aufzuspüren.“

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Jeden Tag verbrachte Milse den Morgen damit, das weitläufige Flusssystem auf der Suche nach der Grosskatze abzufahren, die um die Mittagszeit ans seichte Flussufer kommt, wenn potenzielle Beutetiere wie Capybaras und Kaimane in der Hitze ruhen. „Für einen Fotografen sind das keine idealen Lichtverhältnisse, da die Sonne direkt über dem Kopf steht“, sagt er. „Und es herrscht eine unglaubliche Hitze. Wenn man seine Kamera nicht schützt, wird sie brennend heiss.“

Während der heissen Tagesstunden ist es mitunter schwer, die Darstellungen auf einem Kamerabildschirm deutlich zu sehen. Daher benötigte Milse eine Kamera mit präzisem Sucher, der gut gegen externe Lichtquellen abgeschirmt ist. „Die Kameras der EOS-1D X Serie haben mit die besten Sucher auf dem Markt“, so Milse. „Man erkennt genau, was man aufnehmen will.“

Neben sengend heissen Temperaturen von bis zu 40 °C, hoher Luftfeuchtigkeit und tropischen Regenstürmen hält das Pantanal auch ein paar ungewöhnlichere Herausforderungen für die Arbeit bereit – insbesondere bei der Aufnahme von Riesenottern, blitzschnellen Unterwasserschwimmern, die nur schwer mit dem Kameraobjektiv zu erfassen sind.

„Ausserhalb des Bootes ist es um einiges einfacher, weil man sich dann auf Augenhöhe mit den Ottern im Wasser befindet“, sagt Milse, der nicht selten durch die schlammig-braunen Flussarme watet. „Dafür brauchst du eine wirklich robuste, wetterfeste Kamera. Bei einem kleinen Schnitt am Körper lockt man allerdings Piranhas an. Manchmal überprüfen sie deinen Körper – zum Glück bin ich anscheinend nicht sehr schmackhaft!“

A pair of striking blue tropical birds photographed in the jungle in Brazil's Pantanal wetlands by Thorsten Milse.
Milse fotografierte zahlreiche seltene und scheue Tierarten auf seiner Reise durch das Pantanal, die er im Rahmen seines Grossprojekts über gefährdete Tierarten in aller Welt unternahm. Aufgenommen mit einer Canon EOS-1D X Mark III mit einem Canon EF 200-400mm f/4L IS USM Extender 1.4x Objektiv bei 560 mm, Verschlusszeit 1/100 Sek., Blende 1:10 und ISO 3200. © Thorsten Milse
Partially submerged, a giant otter holds its prey in its paws and takes a bite. Taken by Thorsten Milse.
„Die Riesenotter sind wirklich laut, lustig und ziemlich schwer zu fotografieren“, meint Milse. „Sie sind perfekte Taucher und Unterwasserschwimmer: Sie tauchen ab, und du weisst überhaupt nicht, ob sie auf deiner rechten oder linken Seite wieder hochkommen.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS-1D X Mark III mit einem Canon EF 600mm f/4 IS III USM Objektiv und Canon Extender EF 1.4x III bei 840 mm, Verschlusszeit 1/1000 Sek., Blende 1:6,3 und ISO 1250. © Thorsten Milse
The Canon EOS-1D X Mark III and its predecessor, the EOS-1D X Mark II.

Canon EOS-1D X Mark III und Mark II im Vergleich

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An ocelot looks intently into the darkness in the jungle in Brazil's Pantanal wetlands. Taken by Thorsten Milse.
„Ozelots sind nachtaktive Jäger. Also habe ich für meine Aufnahmen LED-Lichter und einen hohen ISO-Wert verwendet.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS-1D X Mark III mit einem Canon EF 200-400mm f/4L IS USM Extender 1.4x Objektiv bei 560 mm, Verschlusszeit 1/320 Sek., Blende 1:5,6 und ISO 12800. © Thorsten Milse
An ocelot stands on a curving tree branch in the Pantanal region of Brazil, photographed in low light by Thorsten Milse.
„In der Dämmerung nahm ich mit ISO 25600 auf, und die AF-Nachführung des Ozelots im Baum hat wunderbar funktioniert.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS-1D X Mark III mit einem Canon EF 200-400mm f/4L IS USM Extender 1.4x Objektiv bei 335 mm, Verschlusszeit 1/125 Sek., Blende 1:5,6 und ISO 25600. © Thorsten Milse

Auch bei ISO 25600 erhielt Milse bei einer Verschlusszeit von 1/125 Sekunden scharfe Aufnahmen der in den Bäumen herumkletternden Ozelots, die den Vergleich mit Bildern bei perfekten Lichtverhältnissen nicht zu scheuen brauchen. Die Qualität ist gut genug für Drucke mit nahezu 2 Metern Breite für die Ausstellung zu seinem Grossprojekt über gefährdete Wildtiere in aller Welt. Milse nutzte ausserdem die hervorragende Leistung für Reihenaufnahmen der Canon EOS-1D X Mark III und nahm 400–500 RAW-Dateien mithilfe der CFexpress-Karten in den zwei Kartensteckplätzen der Kamera auf.

„Bei Wildtieren macht man die meisten guten Aufnahmen in der Dämmerung“, sagt er. „Du musst Fotos mit ISO-Werten von 3200, 6400 und 12800 aufnehmen. Mit ISO 25600 erhält man definitiv mehr Aufnahmen in der richtigen Qualität. Lange bekam ich mit ISO 6400 von 500 Bildern vielleicht zwei oder drei, die wirklich scharf waren. Jetzt sind es Hunderte.“

Um ein klein wenig mehr Licht einzulassen, weicht Milse des Öfteren von der Faustregel ab, dass für scharfe Aufnahmen die Verschlusszeit mindestens auf den reziproken Wert der Brennweite eingestellt sein sollte – bei einer Aufnahme mit 560 mm sollte die Verschlusszeit demnach bei 1/560 Sek. oder weniger liegen. Die Tatsache, dass er mit dieser Brennweite bei einer Belichtungszeit von 1/320 Sek. oder mit 335 mm bei 1/125 Sek. so scharfe Aufnahmen wie die obigen Bilder erhält, verdeutlicht zudem die Effektivität der Bildstabilisierung in seinen Canon IS Objektiven.

A wading bird stands in the shallows of a river in Brazil's Pantanal wetlands. Taken by Thorsten Milse.
Hohe Luftfeuchtigkeit, brütende Hitze und tropische Regenstürme – das südamerikanische Feuchtgebiet Pantanal hält zahlreiche Herausforderungen für Naturfotografen bereit. Nicht die geringste davon ist es, die scheuen Tiere überhaupt zu finden. Aufgenommen mit einer Canon EOS-1D X Mark III mit einem Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM Objektiv bei 65 mm, Verschlusszeit 1/40 Sek., Blende 1:13 und ISO 500. © Thorsten Milse
A profile shot of a toucan shows off its brightly-coloured orange and yellow curved beak. Taken by Thorsten Milse.
Die herrlichen Farben eines Tukans aus dem brasilianischen Feuchtgebiet Pantanal. Aufgenommen mit einer Canon EOS-1D X Mark III mit einem Canon EF 200-400mm f/4L IS USM Extender 1.4x Objektiv bei 560 mm, Verschlusszeit 1/200 Sek., Blende 1:6,3 und ISO 320. © Thorsten Milse

Schneller Autofokus und leichterer Zugriff

„Das Wichtigste für wirklich gute Naturaufnahmen sind ISO-Wert und AF-Nachführung“, meint Milse. Dank eines neuen AF-Sensors mit einer 28-mal höheren Auflösung als beim Vorgängermodell ist die Nachführung bei der Canon EOS-1D X Mark III deutlich optimiert – perfekt für Naturfotografen, die gestochen scharfe Aufnahmen von sich bewegenden Motiven benötigen.

Besonders gefiel Milse die neue AF-Taste der Kamera, mit der er den Fokuspunkt während der Nachführung schneller denn je ändern konnte. „Das ist perfekt“, sagt er. „Es geht jetzt viel schneller als mit einem Wahlrad oder dem alten Joystick. Die Empfindlichkeit kann geändert werden, und das sehr schnell – wenn ein Ozelot in Sekundenschnelle von der rechten auf die linke Seite springt, kann das AF-Messfeld genauso schnell geändert werden wie mit einem Touchscreen. Die Taste ist empfindlich und genau und erleichtert die Nachführung von Motiven bei wenig Licht.“

Milse nutzte vor allem seine Lieblingsobjektive für Naturaufnahmen, das Canon EF 600mm f/4L IS III USM und das Canon EF 200-400mm f/4L IS USM Extender 1.4x. Beim Fotografieren von Jaguaren und Ottern in Entfernungen von etwa 20 Metern mit diesen Teleobjektiven war es besonders wichtig, dass die Nachführung auch bei Serienbildern präzise blieb.

„Wenn ein Jaguar schwimmt, ins Wasser springt oder sein Revier markiert, brauchst du eine kurze Verschlusszeit und ein wirklich gutes AF-System. Mit der Canon EOS-1D X Mark III ist es einfacher, das Motiv auch dann zu verfolgen, wenn wenig Licht herrscht, insbesondere mit einem Teleobjektiv. Und am Ende bekommt man zudem schärfere Bilder.“

„Wenn man ein Canon EF 600mm f/4L IS III USM Objektiv bei 20 Metern Entfernung verwendet, wird es eine Vollbild-Aufnahme. Bei Serienbildern hast du nur einen kleinen Platz im Bild. Ich weiss also, dass bei 20 Aufnahmen eine perfekte dabei sein wird. Mit Bildraten von 16 Bildern pro Sekunde mit Sucher und 20 Bildern pro Sekunde in der Livebildansicht entgeht dir keine Aufnahme mehr.“

Verfasst von Lucy Fulford


Thorsten Milses Kameratasche

Die Ausrüstung, die Profis für Naturaufnahmen verwenden

A Canon EOS-1D X Mark III with telephoto lens rests on a camera case in Brazil's Pantanal wetlands.

Kamera

Canon EOS-1D X Mark III

Das neue Flaggschiff der professionellen Canon DSLR-Serie mit herausragender Leistung bei wenig Licht, Deep-Learning-AF und 5,5 K RAW-Video ermöglicht Aufnahmen mit bis zu 20 Bildern/Sek.

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