Von der Dachterrasse auf dem Haus des Meeres hat man einen atemberaubenden Panoramablick über ganz Wien. Aber egal, wie sehr Sie die Augen zusammenkneifen oder sogar Ferngläser benutzen, Sie werden keinen Ozean sehen, weil Österreich ein Binnenland ist. Doch unter Ihren Füssen befinden sich fast zwei Millionen Liter Meerwasser verteilt auf zehn Etagen voller Aquarien, Korallenriff-Ausstellungen und mit mehr als 10.000 Tieren aus Meeres-, Süsswasser- und tropischen Lebensräumen. Und somit ist praktisch alles, was Sie jemals über die Ozeane erfahren möchten, hier zu finden – mitten im Herzen der Stadt.
Denn abgesehen davon, dass das Haus des Meeres ein Instagram-tauglicher Hotspot ist, widmet es sich seit seiner Eröffnung im Jahre 1958 täglich der Meeresforschung und der Bildung. Aktuell gibt es im sechsten Stock eine Ausstellung von Canon Österreich, die zeigt, wie unsere Technologie die Arbeit von Coral Spawning International und Nature Seychelles unterstützt, und warum dies so wichtig ist. Nicht zuletzt erhalten die Besucher:innen Möglichkeiten, um diese Schutzbemühungen zu unterstützen – selbst aus Ländern wie Österreich, die keine eigene Küste haben. „Korallen sind nicht nur etwas Buntes und Schönes, das man im Urlaub anschauen kann“, sagt Birgit Stark, PR-, Veranstaltungs- und Kampagnenexpertin bei Canon Österreich. „Sie haben einen enormen Einfluss auf uns alle. Die Korallenbleiche wirkt sich beispielsweise sogar auf unser Wetter aus.”
Und als wissenschaftliche Forschungseinrichtung werden im Haus des Meeres eigene Korallen gezüchtet – ähnlich wie Pflanzenstecklinge an Land. Diese Korallen werden auch an andere Aquarien weitergegeben, damit keine aus dem Meer entnommen werden müssen. Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Laboren nutzen sie, um herauszufinden, wie Korallen aussehen, wenn sie gedeihen, wie sie funktionieren und was sie gesund erhält. Die Simulation der Auswirkungen des Klimawandels ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil dieser Forschung. Hinter den Kulissen werden subtile Anpassungen der Wasserbedingungen der Korallen vorgenommen (wie Temperatur, Beleuchtung und sogar Bakteriengehalt), um ihre Widerstandsfähigkeit zu testen.
Somit ergänzt die Canon Ausstellung perfekt die jahrzehntelange Arbeit, die das Haus des Meeres leistet, und die Einheimische und Tourist:innen gleichermassen über die Bedeutung von Korallen und der Weltmeere aufklärt.
Auf über 8.000 Quadratmetern lassen sich Lebensräume entdecken, bei denen man von aussen nicht erahnen kann, was sich dahinter verbirgt – von tropischen Ozeanen und dem Amazonas-Regenwald bis hin zu mediterranen und Süsswasserökosystemen. Alle sind darauf ausgelegt, die Zusammenhänge des Lebens auf der Erde zu zeigen. Der Eindruck, dass man aufgrund der räumlichen Entfernung nichts bewirken könne, wird hier eindrucksvoll widerlegt.
„Wir haben grossen Wert daraufgelegt, Informationen bereit zu stellen, die konkrete Tipps geben“, erklärt Birgit. „Sowohl im Urlaub, was eher einfach ist, als auch zuhause, was eher nicht so offensichtlich ist.“ Dazu gehören kleine Änderungen, wie z.B. die Wahl mikroplastikfreier Körperpflegeprodukte oder die Verwendung von Waschmaschinenfiltern zur Reduzierung von Mikrofasern im Abwasser. Die Ausstellung ermutigt die Besucher:innen ausserdem, Säuberungsaktionen lokaler Flüsse und Seen zu unterstützen und im eigenen Garten anstelle von chemischen Düngemitteln organische Produkte zu wählen.
„Österreich ist in der Meeresforschung sehr aktiv und leistet wichtige Beiträge auf internationaler Ebene“, sagt Dr. Daniel Abed-Navandi, Meeresbiologe und stellvertretender Direktor des Hauses des Meeres. Die Sensibilisierung ist für diese Arbeit von entscheidender Bedeutung. Daher nutzt die Institution ihre Einzigartigkeit aus, indem sie Themen wie den Verlust der Biodiversität, die Zerstörung von Lebensräumen, die Verschmutzung der Meere und den Klimawandel in das Besucher:innenerlebnis einbindet und reichlich Stoff zum Nachdenken bietet. Und gerade jetzt stehen Korallen im Zentrum des Klimawandels.
„Der Verlust von Korallenriffen bedeutet weit mehr als das Verschwinden eines Lebensraums. „Er führt zum Verlust eines erheblichen Teils der genetischen Vielfalt unseres Planeten“, erklärt er und ergänzt: „Aus evolutionärer Sicht würde es zehntausende von Jahren dauern, bis sich vergleichbare Ökosysteme wieder entwickeln könnten.“ Es ist ermutigend zu sehen, wie sich Unternehmen wie Canon engagieren und wissenschaftliche Forschung unterstützen, um Lösungen für den Schutz unserer Ozeane zu fördern."
Unser Haus fasziniert jedes Jahr über eine Million Menschen. Zusätzlich sorgen wir nun dafür, dass sie mit einem besseren Verständnis für die Herausforderungen und Gefährdungen des Ozeans nach Hause gehen und sogar Anregungen erhalten, wie sie helfen können. Das ist insgesamt eine bemerkenswerte Leistung. Indem das Haus des Meeres eine attraktive und unterhaltsame Umgebung schafft und diese gleichzeitig mit wichtigen Informationen und Empfehlungen ergänzt – wie beispielsweise in der Ausstellung von Canon Österreich – gelingt es, begeisterte Besucher:innen der jetzigen und nächsten Generation zu Botschafter:innen der Ozeane zu verwandeln.
Wir unterstützen Bemühungen zur Bewahrung der verborgenen Korallenwelt. Verfolgen Sie hier den Fortschritt unserer Arbeit mit Nature Seychelles und Coral Spawning International.
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