bike rides through desert

Tipps zum Schwenken bei Actionaufnahmen

Manchmal wirkt das Motiv auf einem Actionfoto eher eingefroren, anstatt die Spannung und die Geschwindigkeit der Situation wiederzugeben. Eine einfache Technik, mit der man die Dynamik des Moments festhalten kann, nennt sich Schwenken. Die gute Nachricht: Das Schwenken kann Ihre Fotos mit jeder Kamera besser machen.

Sehen Sie zu, wie Adam Pretty die Action auf den Ski-Hängen festhält:

Beim Schwenken verfolgen Sie mit der Kamera das Motiv in seiner Bewegung mit der selben Geschwindigkeit und setzen dabei längere Belichtungszeiten ein. Eine erfolgreiche Schwenkaufnahme wird das Motiv scharf abbilden und den Hintergrund mit deutlicher Bewegungsunschärfe.

1. Stellen Sie bei Ihrer Kamera das Modus-Wahlrad auf den Modus Blendenautomatik (Tv) ein. In diesem Modus können Sie die Belichtungszeit manuell einstellen.

2. Wählen Sie eine längere Belichtungszeit – zu Beginn 1/60 Sek. Danach experimentieren Sie ein wenig; versuchen Sie es mit 1/30 Sek. oder noch länger für eine verstärkte Hintergrundunschärfe oder mit einer kürzeren Belichtungszeit wie etwa1/125 Sek. für weniger Unschärfe. Das hängt auch von Ihrem Motiv ab – ein Rennwagen wird möglicherweise eine kürzere Belichtungszeit brauchen als ein Fahrradfahrer

3. Wählen Sie Reihenaufnahmen als Aufnahmemodus. Damit haben Sie eine größere Chance, den richtigen Moment zu erwischen und zudem verringern Sie die Gefahr von Verwacklungsunschärfen durch das Drücken des Auslösers.

4. Verfolgen Sie das Motiv mit der Kamera – aber nicht nur, wenn Sie dabei auf den Auslöser drücken. Verfolgen Sie das Motiv vor, während und nach der Aufnahme in einer ruhigen Bewegung.

5. Halten Sie sich selbst und Ihre Kamera so stabil wie möglich – so reduzieren Sie versehentliche Kamerawackler nach oben oder unten. Viele finden es einfacher, hierbei durch den Sucher der Kamera zu sehen (sofern Ihre Kamera einen besitzt), als das LC-Display zu benutzen.

6. Vergessen Sie die Bildkomposition nicht, platzieren Sie das Motiv nicht nur in der Mitte des Bildes. Wenn Sie Ihr Motiv verfolgen, sollten Sie es auch bei der Aufnahme an der gleichen Stelle im Sucher/auf dem Display haben.

7. Der Hintergrund wird unscharf sein, darum sind einzelne kleinere Elemente dort in Ihrem Bild nicht so wichtig. Dennoch werden die Farben des Hintergrundes wichtig sein, da diese den Rahmen für Ihr Motiv bilden.

8. Wählen Sie bei Nachtaufnahmen noch längere Belichtungszeiten – so können Lichter, die mit dem Hintergrund verschwimmen, dem Bild noch mehr interessante Akzente geben. Sehen Sie, wie Adam Pretty lange Belichtungszeiten für einen unscharfen Hintergrund einsetzt:

9. Zum Schwenken benötigt man einige Übung, also nicht wundern, wenn die ersten Versuche nicht so gut gelingen. Lernen Sie, indem Sie so viele Aufnahmen wie möglich machen und herausfinden, warum einige besser als die anderen geworden sind. Liegt es an der falschen Belichtungszeit oder vielleicht daran, dass die Kamera nach oben oder unten gewackelt hat? Dann wenden Sie das Gelernte auf Ihre nächsten Fotos an.