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Mehr neue Eigenschaften für EOS R5, EOS R6 und EOS-1D X Mark III

Die Sportfotografen Richard Walch, Martin Bissig und Eddie Keogh testen die neuen Funktionen und Verbesserungen, die durch das neueste Firmware-Update von Canon hinzugekommen sind.
Martin Bissig im Gebirge, mit Winterjacke und Wollmütze, mit einer Canon EOS R5.

Abenteuer- und Sportfotograf Martin Bissig verschafft sich einen Überblick und bereitet seine Canon EOS R5 für Aufnahmen vor, eine der drei Kameras, die durch das Firmware-Update von Canon aktualisiert wurden. © Martin Bissig

Smartphones werden aktualisiert, um neue Funktionen und Verbesserungen nutzen zu können, und das Gleiche gilt auch für einen Canon EOS Kamera.

Canon hat eine Reihe an zusätzlichen Firmware-Updates für die Canon EOS R5, EOS R6 und EOS-1D X Mark III bekanntgegeben mit neuen professionellen Funktionen, Einstellungen und Leistungsverbesserungen, die auf die Wünsche von Berufsfotografen eingehen. Das neue Update ermöglicht Filmemachern die Nutzung von Cine Servo Objektiven für die EOS R5.

Es ist ganz einfach, das Firmware-Update von Canon herunterzuladen – im Support-Bereich der Website von Canon musst du nur im Pop-up-Fenster das gewünschte Produkt auswählen, und schon geht es los.

„Es ist grossartig, dass man, sich beim Kauf dieser Kameras darauf verlassen kann, dass Canon die Produkte weiterentwickeln wird und man diese Updates gratis erhält“, meint Action-Sportfotograf, Filmemacher und Canon Botschafter Richard Walch.

Abenteuersport-Fotograf Martin Bissig ist genauso begeistert von der fortwährenden Weiterentwicklung: „Es ist total cool, dass Canon nicht nur auf uns Profis, sondern auch auf Fotoenthusiasten eingeht. Man hat einfach das gute Gefühl, dass die Firma uns zuhört und weiter daran arbeitet, den Kameras zukunftssichernde Eigenschaften hinzufügt.“

Richard, Martin und ihr Canon Mit-Botschafter Eddie Keogh haben die neuen, vom Canon Firmware-Update ermöglichten, Funktionen bei etlichen herausfordernden Fotografieeinsätzen ausprobiert. Hier einige der Highlights …
Das gesamte Gespräch findest du in dieser Episode des Canon Podcasts „Shutter Stories“:
Ein Skifahrer vollführt während einer Abfahrt einen Sprung und wird vor der Sonne eingefangen.

Eine Funktion, die von dem neuen Firmware-Update freigeschaltet wurde, ist die Videoaufnahme mit Canon Log 3. „Wenn man sich die Beschreibung von Canon Log 3 durchliest, in der etwas von mehr Stufen steht, kann man sich das nur schwer vorstellen“, kommentiert Martin Bissig. „Aber wenn man damit in der Postproduktion arbeitet, erkennt man schnell, wie viel mehr man aus seinen Aufnahmen machen kann.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 mit einem Canon RF 15-35 mm F2.8L IS USM Objektiv bei 15 mm, Verschlusszeit 1/1250 Sek., Blende 1:14 und ISO 200. © Martin Bissig

Neu mit dem Firmware-Update für EOS R5, EOS R6 und EOS-ID X Mark III: Canon Log 3

Die Canon EOS R5 mit ihrer Fähigkeit, Fotos mit bis zu 45 MP und Filme in 8K-Qualität aufzunehmen, stellt eine grossartige Hybridkamera sowohl für Profifotografen als auch Filmemacher dar. Martin Bissig verwendet seine EOS R5 neben seinen Fotografien auch für Videoaufnahmen und ist entsprechend enthusiastisch, was zwei bedeutende Videoverbesserungen angeht, die mit dem Firmware-Update für die EOS R5 eingeführt wurden: Canon Log 3 und Full-HD-Aufnahmen mit 120 B/s. „Für die Art von Aufnahmen, die ich mache“, erklärt er, „ist die 8K-RAW-Videooption der EOS R5 etwas zu viel des Guten, aber C-Log 3 gibt mir bei der Arbeit alle Freiheiten, die ich benötige.“
C-Log 3 ermöglicht die Erfassung eines grösseren Dynamikumfangs mit der Kamera und bietet grössere Flexibilität in der Postproduktion und beim Endprodukt. „Wenn ich jetzt mit dem Material in der Postproduktion arbeite, sind die Vorzüge für mich sofort offensichtlich“, unterstreicht Martin. „Ich habe Skifahrer im Schnee fotografiert, musste also mit einer Kombination aus sehr hellem Schnee und greller Kleidung arbeiten, aber auch mit sehr dunklen Elementen. Aufnahmen bei solchen Verhältnissen sind äusserst schwierig, aber dank C-Log 3 konnte ich das Maximum aus dem Material herausholen.“

Ein weiterer Vorteil der Arbeit mit C-Log 3 ist, dass es sich einfach in professionelle Arbeitsabläufe integrieren lässt. „Du kannst die EOS R5 auf einem Filmset als Ersatzkamera oder Crash Cam verwenden und dann ihre Aufzeichnungen mit Aufnahmen von C-Log 3 kombinieren, die mit Cinema EOS oder Filmkameras erfasst wurden – dank der Kompatibilität mit dem ACES (Academy Color Encoding System) der EOS R5. Das ist möglicherweise einer der wichtigsten Vorteile, die derzeit zu haben sind.“
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Durch das neueste Firmware-Update verfügen die Canon EOS R6 und Canon EOS-1D X Mark III jetzt über Canon Log 3 und ermöglichen einen einfacheren einheitlichen Look in einem Multi-Kamera-Setup. „Ob du nun alleine arbeitest und zwei verschiedene Kameras benutzt oder Teil einer grösseren Crew bist, die Videos mit Canon Kameras aufnimmt: Du erhältst einen wirklich schönen Look während der gesamten Produktion“, erklärt Richard Walch.

„Es ist sinnvoll, verschiedene Kameras zu nutzen, denn manchmal benötigst du eine kleine und leichte Kamera. In diesem Fall eignet sich die EOS 6 dafür“, fügt er hinzu „Für Aufnahmen mit mehr Zubehör und längerer Lebensdauer des Akkus ist die EOS-1D X Mark II die richtige Kamera. Canon Log 3 vereint alle Kameras mit einem einheitlichen Look.“
Martin Bissig steht an einer Skipiste und filmt einen Skifahrer, der Schnee in einer Wolke aufwirft.

„Ich bin eigentlich kein Filmemacher, sondern Fotograf, der auch Videos aufnimmt“, erklärt Martin. „Da fliesst alles ineinander, und ich muss immer auf Zack sein. Genau aus diesem Grund ist Canon Log 3 mit der 120fps-Option für Aufzeichnungen in Full HD genau das Richtige für meine Art zu arbeiten.“ © Martin Bissig

Nahaufnahme von Martin Bissigs Händen, die eine Canon EOS R5 halten, wobei auf dem Bildschirm die Einstellungen angezeigt werden.

Martin ist von den vielen Konfigurationsoptionen der EOS R5 begeistert, aber es kann natürlich lästig werden, wenn man diese Einstellungen bei jeder neuen Kamera wieder neu vornehmen muss. Die Möglichkeit, Einstellungen mittels einer Speicherkarte von Kamera zu Kamera zu übertragen, bedeutet für ihn eine immense Zeitersparnis. © Martin Bissig

Firmware-Update für EOS R5: Full-HD-Videos mit 120p

Bissig nutzte auch die Vorzüge der kürzlich hinzugefügten Full-HD-Videoaufzeichnung mit 120p der Canon EOS R5 bei Aufnahmen von Skifahrern, die über Felsen springen. Bei Aufnahmen mit hohen Bildfrequenzen lassen sich bei Action-Sequenzen mehr Daten erfassen, sodass es möglich wird, diese in Zeitlupe wiederzugeben.

„Ein Grossteil meiner Arbeit erfordert keine 4K-Qualität“, meint Martin. „Ich muss häufig eine Datei über das Internet an Kunden senden, und sie muss oft sehr schnell bearbeitet werden – manchmal sogar noch vor Ort, auf einem Laptop. Da ich jetzt die Option habe, in Full HD mit 120 fps zu filmen, ist die Datenverarbeitung für mich um einiges leichter.“

Neu mit dem Firmware-Update für EOS R5: Unterstützung von Canon Cinema Objektiven

Die Canon EOS R5 unterstützt nun die kompakten Cine Servo Objektive Canon CN-E18-80mm T4.4 L IS KAS S und CN-E70-200mm T4.4 L IS über den EF auf EOS R Bajonett Adapter für einen Kino-Look und eine leichte Integration der Kamera in einen professionellen Produktions-Workflow. Diese Kombinationen ermöglichen das Steuern von Irisblende, Zoom und Fokus über das Gehäuse sowie das optische Bildstabilisatorsystem des Objektivs. Die Aufnahme kann über den Aufnahme-Knopf am Zoomgriff gestartet und angehalten werden.

Die Objektive können über das Kameragehäuse oder per Fernsteuerung mit der EOS Utilityund der Canon Camera Connect App bedient werden.

„Die EOS R5 eignet sich für Filmemacher, die über diese Objektive verfügen, als Hauptkamera oder Second-Unit-Kamera und weniger als Backup-Kamera“, meint Bissig.

Firmware-Update für EOS R5: Einstellungen auf Karte speichern

Bissig arbeitet mit zwei Canon EOS R5 Kameragehäusen; die Möglichkeit, die Kameraeinstellungen per Snapshot auf der Speicherkarte festzuhalten und auf die andere Kamera zu übertragen, spart also immens viel Zeit. „Ein grosser Vorteil der EOS R5 ist, dass man sie den eigenen Bedürfnissen toll anpassen kann“, meint er. „Es gibt tonnenweise Optionen, mit denen du dafür sorgen kannst, dass sich die Kamera ganz genau entsprechend deiner Vorstellungen verhält. Aber dadurch entsteht ein Problem, wenn man mit zwei Kameras arbeitet, da ein manueller Transfer der Einstellungen von einer Kamera zur andern ewig dauert. Aber jetzt ist dieses Problem aus der Welt geräumt, denn alles kann in einem Arbeitsschritt erledigt werden.

Wenn du z. B. deine Kamera zur Wartung einsenden musst, oder du eine weitere Kamera für einen Auftrag anmietest, ist dies jetzt äusserst bequem, da sich alle Einstellungen auf einer Karte speichern und auf eine andere Kamera übertragen lassen.“
Zwei Skifahrer bewegen sich in tiefem Schnee bergauf. Vor ihnen befindet sich ein gigantischer Berggipfel.

Wenn man sich in solch einer Kulisse befindet, können die Ereignisse des Tages nur schwer reproduziert werden, sollte etwas schiefgehen. Deshalb ist eine zuverlässige Ausrüstung von grosser Bedeutung. Bissig findet es gut, dass durch die neue Canon Firmware mit der Canon EOS R5, EOS R6 und EOS-1D X Mark III nun Dual Recording möglich ist. „Es ist wirklich hervorragend, mit zwei Karten gleichzeitig aufzunehmen“, schwärmt Bissig, „Ich und viele weitere Filmemacher haben auf so etwas gewartet.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 und einem Canon RF 15-35mm F2.8L IS USM Objektiv bei 24 mm, Verschlusszeit 1/2500 Sek., Blende 1:6.3 und ISO 100. © Martin Bissig

Martin Bissig im blauen Mantel und Wollmütze blickt auf den Bildschirm auf der Rückseite der Canon EOS R5 Kamera. Hinter ihm lassen sich in der Ferne unscharfe, schneebedeckte Berge erkennen.

Die Unterstützung einer CFexpress VPG400 Karte ist ebenfalls Teil des neuesten Firmware-Updates für die Canon EOS R5 und EOS-1D X Mark III. „Es ist gut zu wissen, dass dein Workflow weitgehend zukunftssicher ist“, erzählt Bissig.

Neu mit dem Firmware-Update für EOS R5, EOS R6 und EOS-1D X Mark III: Dual Recording

Alle drei Kameras eignen sich für wichtige Film-Aufträge und schaffen ein sofortiges Kamera-Backup, indem sie Videoclips gleichzeitig mit beiden Speicherkarten aufnehmen. Einige Videoformate sind aufgrund der Datenmenge, die auf beide Karten übertragen wird, nicht für Dual Recording auf der EOS R5 und EOS-1D X Mark III verfügbar.

„Ich benutze für gewöhnlich die zweite Karte als Sicherung, wenn ich Fotos aufnehme“, erklärt Bissig. „Mit dieser neuen Möglichkeit, die dank der neuen Einstellung IPB mit niedriger Bitrate sogar für 8K-Aufnahmen funktioniert, kannst du die Aufnahmen für zusätzliche Sicherheit auf zwei Karten abspeichern.“

Neu mit dem Firmware-Update für EOS R5: Unterstützung von Atomos ProRes RAW

Die neue Firmware ermöglicht externe ProRes RAW-Aufnahmen mit einer HDMI-Verbindung über einen Atomos Ninja Recorder. Der originale Ninja V unterstützt 5K Crop ProRes RAW bei 30 P/24 P. Der neue Ninja V+ hingegen unterstützt 8K ProRes Ras ohne Crop bei bis zu 30 P sowie 5K Crop bei bis zu 60 P.

„Diese Möglichkeiten machen die EOS R5 zu einer professionellen Kamera für Filmaufnahmen“, meint Bissig. „Ich und andere professionelle Filmemacher, die ich kenne, nehmen mit einem externen Recorder auf. Aufnahmen im RAW-Format sind ein grosser Fortschritt der Kamera.“

Neu mit dem Firmware-Update für EOS R5 und EOS-1D X Mark III: Unterstützung von CFexpress VPG400-Karten

CFexpress-Karten nach VPG400 Standard (Video Performance Guarantee) bieten stabile Videoaufnahmen bei 400 MB/Sek. und eignen sich nicht nur für Profis. Eine dauerhaft schnelle Schreibgeschwindigkeit ist von grosser Bedeutung, da sie verhindert, dass der Pufferspeicher der Kamera zu voll wird und die Aufnahme mittendrin aufhört. Obwohl einige Karten schnelle maximale Schreibgeschwindigkeiten bieten, können sie diese oft nicht aufrechterhalten.

„Wenn die Kamera mehr Daten erstellen kann, die Karte aber nicht, ergibt es Sinn, sie über VPG400 zu unterstützen“, meint Bissig.
Eine Skateboarderin am Scheitelpunkt einer Rampe voller Graffiti, die sich der Kamera nähert.

Richard ist überzeugt, dass die Erweiterung der Firmware Canon EOS-1D X Mark III um IPB- und RAW-Filmoptionen bei niedriger Bitrate die Kamera noch vielseitiger macht. „Damit ist die Kamera noch mehr ein Universalwerkzeug für Fotografie und Filmaufnahmen“, meint er. „Sie kann einfach alles.“ Dieses Standfoto der Skateboarderin Kona Ettel in voller Fahrt wurde mit einer Canon EOS-1D X Mark III mit Canon EF 8-15mm f/4L Fisheye USM Objektiv bei 15 mm, Verschlusszeit 1/2000 Sek., Blende 1:5,6 und ISO 400 aufgenommen. © Richard Walch

EOS R5 und EOS-1D X Mark III: IPB- und RAW-Filme mit niedriger Bitrate

Kleinere Videodateigrössen sind ein grosser Vorteil, wenn man an entlegenen Orten filmt, wie dies bei Richard Walch oft der Fall ist. „Wenn ich einen Film mit 8K mit der EOS R5 aufnehme, zum Beispiel, oder auch einen 4K-Film mit der EOS-1D X Mark III, dann kann ich diese Filme nicht aus dem Stand heraus bearbeiten, da die Dateien viel zu gross sind“, erklärt er.

„Meistens ist eine derart hohe Auflösung gar nicht nötig. Wirklich notwendig ist allerdings die Möglichkeit, Dateien schnell zu übertragen. Deswegen ist es auch sehr sinnvoll, dass ich einen IPB-Film mit niedriger Bitrate speichern kann, was sehr kleine Dateigrössen bedeutet.“ Walch findet diese Möglichkeit besonders nützlich, um die Aufnahmen mit den oft von ihm gefilmten Athleten zu teilen. Diese möchten immer wieder neue Videoaufnahmen, um sie in sozialen Medien zu verbreiten.

Ein weiterer Bereich, in dem die Option niedriger Bitraten von Vorteil sein kann, ist bei längerer Aufnahmezeit, beispielsweise bei langen Interviews. „Das bedeutet, dass man deutlich mehr mit nur einer Speicherkarte aufnehmen kann“, erklärt Richard. „Natürlich kann das die Frage aufwerfen, ob die Qualität ausreichend ist. Wenn eine Szene aber gut aufgenommen wird, kann sie normalerweise nahtlos in einen längeren Film integriert werden.“

Die EOS-1D X Mark III und EOS R5 bieten auch eine Option für RAW-Filme mit niedrigen Bitrates. „Beide Niedrig-Bitraten-Optionen erlauben eine schnellere Reaktionszeit und längere Aufnahmen, man braucht nur RAW oder IPB auswählen, je nachdem, was besser zu den eigenen Arbeitsabläufen passt.“
Ein Mann mit einem Skateboard geht durch die Nacht. Eine helle Lichtquelle von links oben erzeugt starke Schlagschatten, was seine Gesichtszüge verdunkelt.

Vollständige manuelle Unterstützung von RF Objektiven gestattet eine umgehende Anpassung von Servo AF bei der EOS R5 und EOS R6 mit bestimmten RF Objektiven, was einfache Scharfstellungen gestattet, ohne dass der Autofokus deaktiviert werden muss. © Richard Walch

Ein Mann führt bei Nacht einen Skateboard-Trick aus, er ist violett beleuchtet.

„Das ist zwar eine Profi-Trick, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran“, fügt Richard hinzu, und erklärt, wie es ihm möglich war, manuelle Fokusverschiebungen einzusetzen, ohne auf Servo AF wechseln zu müssen. „Letztlich ist es eine Einladung dazu, etwas kreativer zu arbeiten und eine ganze Handlung oder eine Sequenz eines Films auf eine etwas geplantere Art aufzunehmen.“ © Richard Walch

Firmware-Update für EOS R5 und EOS R6: durchgehende Unterstützung der manuellen Bedienung von RF-Objektiven

Wenn man eine Canon EF Objektiv verwendet, kennt man vielleicht bereits die Vorzüge, die durchgehende manuelle Fokussierung bietet, wenn die Kamera auf den Modus One-Shot AF eingestellt ist. Das Firmware-Update für die EOS R5 und EOS R6 ermöglicht diese Option jetzt auch für Servo AF Objektive und bestimmte RF Objektive hinzu.

„Du kannst diese Option für Foto- und Videoaufnahmen nutzen“, erläutert Richard. „Damit hast du jederzeit über den Entfernungsring des Objektivs Kontrolle über die Einstellungen, ohne dass der Autofokus deaktiviert werden muss. Wenn die Kamera nicht scharf stellt, egal warum, kannst du so die Aufnahme problemlos retten.“
Richard nutzte die neue Funktion bei einer nächtlichen Videoaufnahme von Skateboardern. „Ich verwendete das Objektiv Canon RF 70-200mm F2.8L IS USM, das sich perfekt für manuelle Fokussierung eignet. Die dadurch bedingte geringe Schärfentiefe lässt schnell erkennen, ob sich der Fokus ändert, und dank eines breiten Entfernungsrings ist die Bedienung denkbar einfach.

„Am Anfang der Szene liegt das Skateboard mit den Rädern nach oben auf dem Boden. Ich machte eine Nahaufnahme von Achsen und Rädern, bevor ich nach oben schwenkte, wo der Skater entspannt auf dem Boden sass. Natürlich wollte ich dann sein Gesicht scharf stellen. Das lässt sich auf verschiedene Arten erreichen, z. B. indem man auf den Touchscreen der EOS R6 tippt, zunächst bei den Rädern, dann beim Gesicht, wodurch die Kamera automatisch fokussiert. Aber wenn du wirklich die volle Kontrolle über die Geschwindigkeit einer Fokussierung haben möchtest, kannst du die Kamera mit Servo AF auf die Räder fokussieren lassen und dann selbst mit dem Fokusring auf das Gesicht scharf stellen.“
Eine Schwarzweissaufnahme eines Boxers beim Ausführen eines Faustschlags.

Spiegellose Vollformatkamera oder Vollformat-DSLR

Einer der erfahrensten Actionfotografen weltweit, Richard Walch, vergleicht die Eigenschaften der EOS R5 und EOS-1D X Mark III Kameras.
Eddie Keogh zielt mit einer Canon EOS-1D X Mark III mit Telezoomobjektiv und Streulichtblende in einem Fussballstadion auf das Spielfeld.

Die neue Anzeige für den FTP-Übertragungsstatus, die durch die Firmwareaktualisierung bei der Canon EOS-1D X Mark III möglich wurde, gestattet Sportfotografen eine bessere Zeiteinteilung. „Ich machte Aufnahmen vom Training der englischen Fussballnationalmannschaft im Freien, wo wir kein gutes Signal hatten“, erläutert Eddie Keogh. „Dank der Anzeige konnte ich erkennen, dass ich von meinem Standort nur sieben oder acht Bilder übertragen konnte, also wartete ich bis zum Ende des Termins und konnte dann mit schnellerem WLAN die Bilder senden.“

Firmware-Update für EOS-1D X Mark III und EOS R5: Statusanzeige für FTP-Übertragungen

Für professionelle Sport- und Nachrichtenfotografen ist Zeit Geld – in vielerlei Hinsicht. Für die eigenen Einkünfte geht es nicht nur um das richtige Timing, um den entscheidenden Augenblick eines Spiels oder Ereignisses festzuhalten, sondern auch darum, die Bilder möglichst schnell dem Kunden zukommen zu lassen.

Die neue Statusanzeige für FTP-Übertragungen der EOS-1D X Mark III soll diesen Arbeitsschritt vereinfachen. Dabei wird auf der rückseitigen Anzeige eine Zeitangabe eingeblendet, die angibt, wie lange eine Bildübertragung dauern wird.

„Letztlich versuchen wir immer, uns Vorteile zu verschaffen, damit die Arbeit schneller abläuft“, erläutert Sportfotograf Eddie Keogh. „Wir müssen unsere Bilder so schnell wie möglich zum Kunden bringen. Soziale Netzwerke sind heutzutage von solcher Bedeutung, dass alle die Bilder sofort haben möchten; Kommunikation ist für unseren Beruf also von zentraler Bedeutung.“

Eddie erklärt, dass die Möglichkeit, festzustellen, wie lange es dauern wird, um ein Bild zu liefern, ihm Entscheidungen während eines Fussballspiels erleichtert. „Ich kann vor einem Spiel einige Tests durchführen, und mir dann, für den Fall, dass ich keinen guten Empfang habe, eine Strategie zurechtlegen.

Mir geht es da gut, denn ich fotografiere die Besten der Besten – Fussballländerspiele und Premier League – mit Stadien, in denen heutzutage die Infrastruktur meistens sehr gut ist, mit 5G und WLAN. Uns stehen heutzutage sogar Ethernet-Kabel am Spielfeldrand zur Verfügung, an die wir die Kameras anschliessen können.

Aber für alle Fotografen, die in den unteren Ligen oder bei den Amateuren fotografieren, und die trotzdem genau wie wir die sozialen Netzwerke bedienen, ist es unglaublich wichtig, zu wissen, wie lang eine Übertragung dauern wird.“
Eine Nahaufnahme von Eddie Keoghs Händen, die auf einer Canon EOS-1D X Mark III Bilder zur Übertragung auswählen.

Dank der Firmware-Aktualisierung bei der EOS-1D X Mark III können Fotos, die auf der Kamera geschützt wurden, mit Protect Image Transfer als Einheit übertragen werden. Für Eddie ist dies ein Vorteil in allen möglichen Fotografiebereichen. „Beispielsweise arbeitet man mit einem Kollegen an einem Artikel“, erläutert er, „und dabei kann man dann auf der Rückseite der Kamera mit ihm die Bilder durchsehen, diejenigen auswählen, die man behalten möchte, und dann alle auf einmal versenden. Das bedeutet, dass man ganz schnell wieder mit etwas anderem weitermachen kann.“

Firmware-Update für EOS-1D X Mark III: Protect Image Transfer

Eine weitere Funktion, die durch das Firmware-Update für die EOS-1D X Mark III freigeschaltet wurde, ist Protect Image Transfer. Mit dieser zeitsparenden Funktion können Fotos, die auf der Kamera geschützt wurden, automatisch en bloc übertragen werden.

„Ein leistungsstarkes Tool“, sagt Eddie. „Das bedeutet, dass ich im Verlauf eines Spiels schnell auf der Rückseite der Kamera nachprüfen, fünf oder sechs Bilder schützen, und dann zur Bildübertragung wechseln kann, wo ich die Option habe, alle so markierten Bilder automatisch zu übertragen, statt sie einzeln senden zu müssen. Wenn sich jemand verletzt und für eine oder zwei Minuten am Boden liegt, ist das oft eine gute Gelegenheit, um Bilder durchzusehen und einige zu schützen und diese möglicherweise auch gleich loszuschicken.

Das ist eine sehr nette Zusatzfunktion, die sicher viele Fotografen ansprechen wird. Wenn beispielsweise Modefotografen für soziale Netzwerke arbeiten und einige Bilder versenden müssen, können sie die Bilder ihrem Kunden auf dem Bildschirm zeigen und diejenigen markieren, die der Kunde mag.

Erweiterungen wie diese zeigen, dass Canon stets bestrebt ist, Kameras benutzerfreundlicher zu gestalten und an die Bedürfnisse all der verschiedenen Fotografen anzupassen, die damit arbeiten.“

Verfasst von Marcus Hawkins


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