APS-C vs. Vollformat – der Unterschied erklärt

Was ist eine Vollformatkamera, und was ist der Unterschied zwischen einem Vollformat- und einem APS-C-Sensor? Hier erklären wir die wichtigsten Unterschiede und die wichtigsten Stärken der beiden Typen.
Ein geteiltes Bild, auf dem eine Canon EOS R8 Mark II vor unscharfen Hügeln zu sehen ist; eine Canon EOS R7 steht auf einem Felsen.

Die spiegellosen Kameras im EOS R System umfassen Modelle mit APS-C-Bildsensoren und Modelle mit Vollformat-Sensoren. Für Vollformat-Kameras entwickelte RF Objektive können mit beiden Kameratypen verwendet werden; für APS-C Kameras entwickelte RF-S Objektive kannst du im Crop-Modus auch mit Vollformat-Kameras aus dem EOS R System kombinieren. Wie sieht der Vergleich zwischen spiegellosen APS-C-Kameras und Vollformat-Kameras aus? Worin sind sie sich ähnlich, wie unterscheiden sie sich – und welches Format ist das Richtige für dich?

Was sind die Unterschiede zwischen einem APS-C- und einem Vollformatsensor?

Der Hauptunterschied zwischen APS-C und Vollformat ist die physische Grösse des Bildsensors: Vollformatsensoren sind grösser als APS-C-Sensoren – und daraus ergeben sich weitere Unterschiede zwischen den beiden Kameratypen. Aber wie bei den meisten Dingen ist grösser nicht unbedingt besser, und jedes Format hat seine eigenen entscheidenden Vorteile.

Die EOS R8 Mark II neben der EOS R7, beide Kameras ohne Objektiv.

Betrachtet man diese beiden EOS R Systemkameras ohne angesetzte Objektive, wird der Unterschied in der Sensorgrösse deutlich. Links die Vollformat-Kamera EOS R8 Mark II; rechts die APS-C EOS R7. Das RF Bajonett ist bei beiden Modellen identisch.

Ein APS-C-Sensor vor einem Vollformatsensor, der das Grössenverhältnis der beiden Sensoren zeigt.

Ein Vollformatsensor und ein APS-C-Sensor im Vergleich. Dieser Grössenunterschied erklärt, warum APS-C-Kameras oft kleiner und kompakter gebaut sind als Vollformatkameras.

Was ist APS-C?

Die aktive Fläche der Canon Bildsensoren im APS-C-Format misst 22,2 x 14,8 mm und entspricht damit ungefähr einem einzelnen Bild des APS-C-Films.

Das APS (Advanced Photo System) Format wurde im Jahr 1996 als neue Art des klassischen Fotofilms eingeführt. Bei den meisten Kleinbildfilm-Kameras der damaligen Zeit konnte man für die Aufnahme auch verschiedene Seitenverhältnisse wählen, darunter C (Classic) mit dem gleichen Seitenverhältnis von 3:2 wie bei herkömmlichen 35mm-Kameras, H (High Definition) mit einem Breitbildformat von 16x9 und P (Panoramic) 3:1.

APS-C entspricht auch dem Super-35mm-Videoformat und wurde zu einer beliebten Wahl der Bildsensorgrösse für digitale Canon EOS Spiegelreflexkameras (DSLR) sowie für die spiegellosen Kameras der EOS M Serie.

Zwei Flamenco-Tänzerinnen in langen Rüschenkleidern posieren in einem farbenfrohen Vorhof mit mehreren Torbögen. Aufgenommen mit einer APS-C Canon EOS Kamera.

Bei gleicher Blende und Brennweite bieten APS-C-Kameras wie die Canon EOS R10 in der Regel eine grössere Schärfentiefe als eine Vollformat-Kamera. Das ist ideal, wenn das Bild von vorn bis in die Ferne scharf sein soll. Aufgenommen mit einer Canon EOS R10 und einem Canon EF-S 10-18mm f/4.5-5.6 IS STM Objektiv (mittlerweile ersetzt durch das Canon RF-S 10-18mm F4.5-6.3 IS STM) bei 10 mm, Verschlusszeit 1/320 Sek., Blende 1:5 und ISO 1.600. © Diana Millos

Ein Porträt einer jungen Frau mit langen roten Haaren vor einem unscharfen Hintergrund. Aufgenommen mit einer Canon EOS Vollformat-Kamera.

Eine Vollformat-Kamera mit einem lichtstarken Objektiv bietet in der Regel eine geringere Schärfentiefe, sodass du das Hauptmotiv in einer Szene isolieren kannst, indem du den Hintergrund unscharf abbildest. Damit schaffst du einen stimmungsvolleren, „professionellen“ Look. Aufgenommen mit einer Canon EOS R6 Mark III und einem Canon RF 28-70mm F2 L USM Objektiv bei 70 mm, Verschlusszeit 1/250 Sek., Blende 1:2 und ISO 200. © Jovana Rikalo

Was ist Vollformat?

Die Vollformat-Bildsensoren von Canon haben eine aktive Fläche von 36 x 24 mm, was der Grösse des Einzelbildes eines Kleinbildfilms entspricht.

Das 35mm-Filmformat geht auf das Jahr 1889 zurück, als es als Standardbreite für Kinofilme eingeführt wurde. Es wurde bald zur Norm für die Fotografie und wurde in die digitalen Vollformatkameras übernommen, einschliesslich der Canon EOS DSLRs und der spiegellosen Kameras des EOS R Systems mit Vollformat.

Sowohl APS-C- als auch Vollformatsensoren erzeugen Bilder mit einem Standardseitenverhältnis von 3:2, und APS-C-Sensoren können die gleiche Anzahl von Megapixeln haben wie Vollformatsensoren. Ein Vollformat-Bildsensor ist jedoch etwa 63% oder 1,6-mal grösser als ein Bildsensor im APS-C-Format.

Ultraweitwinkel-Perspektive auf ein Karussell unter dem Eiffelturm, aufgenommen mit einer Vollformat-Kamera von Canon.

Vollformat-Kameras machen dir das Leben bei Weitwinkelaufnahmen leichter. Durch den Cropfaktor eines APS-C-Sensors füllt dein Motiv das Bild stärker aus. Deshalb musst du eine viel kürzere Brennweite verwenden oder weiter zurückgehen, damit mehr ins Bild passt. Das Foto wurde mit einer Vollformat-Kamera aufgenommen: mit einer Canon EOS R8 und einem Canon RF 15-35mm F2.8L IS USM Objektiv bei 15 mm, Verschlusszeit 1/2.000 Sek., Blende 1:2,8 und ISO 100.

Blick auf ein Karussell unter dem Eiffelturm, aufgenommen mit einer APS-C-Kamera von Canon.

Dieses Bild wurde aus der gleichen Position, mit dem gleichen Objektiv und der gleichen Brennweite, aber mit einer APS-C-Kamera aufgenommen. Der kleinere Sensor nimmt einen kleineren Ausschnitt der Szene auf, was den gleichen Effekt hat, wie wenn du heranzoomen würdest. Aufgenommen mit einer Canon EOS R7 und einem Canon RF 15-35mm F2.8L IS USM Objektiv bei 15 mm, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:9 und ISO 100.

Der Cropfaktor

Dieser physische Grössenunterschied zwischen den beiden Sensortypen bestimmt, was die Kamera „sieht“. Alle Objektive erzeugen ein kreisrundes Bild. Das bedeutet, dass ein Vollformat-kompatibles Objektiv einen ausreichend grossen Bildkreis haben muss, damit der rechteckige Vollformat-Bildsensor bis in die Ecken abgedeckt wird. Wenn man das gleiche Objektiv an einer Kamera im APS-C-Format verwendet, benötigt der kleinere Bildsensor nur einen kleineren Bereich in der Mitte des grösseren Bildkreises. Im Vergleich zum Bild auf einem Vollformatsensor ist das Bild also beschnitten.

Da die Sensoren in Canon APS-C-Kameras 1,6-mal kleiner sind als die Sensoren in Canon Vollformatkameras, beträgt der Brennweitenumrechnungsfaktor, auch Cropfaktor genannt, 1,6-fach. Das bedeutet, dass die Aufnahme mit einem 50mm-Standardobjektiv an einer APS-C-Kamera das gleiche Bildfeld bietet, wie die Aufnahme mit einem 80mm-Teleobjektiv an einer Vollformatkamera (50 x 1,6 = 80). So ergibt sich bei Verwendung eines 100mm-Objektivs an einer APS-C-Kamera dasselbe Bildfeld wie bei einem 160mm-Objektiv an einer Vollformatkamera. Aus diesem Grund wird der Cropfaktor auch als Brennweitenumrechnungsfaktor bezeichnet und gibt die effektive Brennweite des verwendeten Objektivs an.

Der 1,6-fache Cropfaktor kommt zum Tragen, wenn du ein RF Objektiv (Vollformat) oder ein RF-S Objektiv (APS-C) mit einer APS-C-Kamera verwendest. Das ist der Grund, warum das RF-S 18-45mm F4.5-6.3 IS STM trotz seiner Weitwinkel-Brennweite ein Gesichtsfeld bietet, das dem eines Standard Zoomobjektivs an einer Vollformat-Kamera entspricht.

Eine Canon EOS R7 mit drei Objektiven: RF 100-400mm F5.6-8 IS USM, RF-S 18-45mm F4.5-6.3 IS STM und RF-S 18-150mm F3.5-6.3 IS STM.

Das Objektiv RF 100-400mm F5.6-8 IS USM, links im Bild, bietet mit einer EOS R10 und einer EOS R7 eine effektive Brennweite von 160-640mm. Verwendet man einen Canon Extender RF 1.4x oder Extender RF 2x mit einer Vollformatkamera des EOS R Systems, um eine vergleichbare Brennweitenverlängerung zu erreichen, würde man zwei Belichtungsstufen Lichtstärke verlieren. Dadurch müsste die Belichtungszeit verlängert werden, was das Risiko von Verwacklungsunschärfe erhöht. Das RF-S 18-45mm F4.5-6.3 IS STM (Mitte) bietet eine effektive Vollformat-Äquivalenzbrennweite von 29-72mm, und das RF-S 18-150mm F3.5-6.3 IS STM (rechts) 29-240mm.

Die Vorteile von APS-C im Vergleich zum Vollformat

Da die APS-C-Sensoren kleiner sind, können die Kameras kompakter und leichter gebaut werden, was ideal für die Street- und Reisefotografie ist. Fortschritte im Design spiegelloser Kameras machen heutzutage Vollformat-Modelle möglich, die sich überraschend gut tragen lassen. Die EOS R8 Mark II Vollformat-Kamera ähnelt in Grösse und Gewicht einer APS-C-Spiegelreflexkamera. Du profitierst also von den Vorteilen eines Vollformat-Sensors, ohne Abstriche bei der Tragbarkeit machen zu müssen.

Da ein für APS-C-Kameras konzipiertes Objektiv einen kleineren Bildkreis benötigt, kann es kleiner und leichter sein – und damit auch preiswerter.

Der Cropfaktor eines APS-C-Sensors vergrössert kleinere oder weiter entfernte Motive im Bildausschnitt, wodurch sich die effektive Brennweite jedes Objektivs um das 1,6-fache erhöht. Dies kann bei Genres wie der Wildlife-, Action- und Sport-Fotografie von Vorteil sein. Die Verwendung eines leistungsstarken und dennoch preisgünstigen Objektivs wie dem Canon RF 75-300mm F4-5.6 an einer APS-C-Kamera bietet einen effektiven Zoombereich von 112–480 mm, was bereits in den Supertelebereich geht. Das RF 800mm F11 IS STM Objektiv bietet an einer APS-C-Kamera eine effektive Brennweite von 1280 mm. Man bräuchte einen Objektiv-Extender oder ein grösseres, schwereres und deutlich teureres Objektiv, um die gleiche Reichweite an einer Vollformat-Kamera zu erzielen.

Bei Vollformat-Kameras aus dem EOS R System kannst du einen 1,6-fachen Crop anwenden, um das gleiche Bildfeld wie bei einer APS-C Kamera zu erhalten. Ausserdem schalten diese Kameras automatisch zum 1,6-fachen Crop um, wenn ein RF-S Objektiv angebracht wird. Der Zuschnitt reduziert die Anzahl an Megapixeln im Vergleich zu Aufnahmen mit einer dedizierten APS-C-Kamera; die resultierenden Bilder haben also eine geringere Auflösung bei starken Vergrösserungen. Andererseits erhältst du die kreative Flexibilität, bei derselben Kamera zwischen Vollformat und APS-C zu wechseln.

Eine Aufnahme bei wenig Licht von zwei Menschen um ein Lagerfeuer, die vom Feuerschein beleuchtet werden. Im Hintergrund ist ein Wohnwagen mit brennender Innenbeleuchtung zu sehen.

Vollformat-Bildsensoren werden in der Regel für Aufnahmen mit hohen ISO-Einstellungen bevorzugt, da sie bei gleicher Megapixelzahl über grössere Fotodioden verfügen als APS-C-Sensoren. Das bedeutet, dass sie proportional mehr Licht mit weniger Rauschen einfangen können. Aufgenommen mit einer Canon EOS R6 Mark II Vollformat-Kamera und einem Canon RF 15-35mm F2.8L IS USM Objektiv bei 15 mm, Verschlusszeit 5 Sek., Blende 1:5 und ISO 12.800.

Eine nächtliche Stadtlandschaft mit hohen Gebäuden und Strassenlaternen, die sich in einem Gewässer im Vordergrund spiegeln. Aufgenommen mit einer APS-C Canon EOS Kamera.

Dennoch ist das Bildrauschen bei der EOS R7 mit 32,5 Megapixeln und der EOS R10 mit 24,2 Megapixeln gut unter Kontrolle: Auch bei sehr wenig Licht und bei hohen ISO-Einstellungen kannst du beeindruckende Fotos mit minimaler Körnigkeit aufnehmen. Aufgenommen mit einer APS-C Canon EOS R10 und einem Canon RF-S 18-45mm F4.5-6.3 IS STM Objektiv bei 22 mm, Verschlusszeit 1/40 Sek., Blende 1:8 und ISO 25.600.

Vorteile des Vollformats im Vergleich zu APS-C

Da ein Vollformatsensor ein grösseres Bildfeld abbildet, ist eine Vollformatkamera ideal für weite Landschaften, weite Aufnahmen von Innenarchitektur und für die Astrofotografie. Ausserdem sind sie ideal für kreative Effekte, bei denen du die Perspektive zwischen Vorder- und Hintergrund überzeichnen willst.

Im Allgemeinen können Vollformatkameras, insbesondere bei grösseren Blendenöffnungen (niedrigeren Blendenzahlen), eine geringere Schärfentiefe als eine APS-C-Kamera abbilden. So wird ein kleinerer Teil des Bildes scharf und der Grossteil des Hintergrunds unscharf. Das ist ideal für die Stillleben- und Porträt-Fotografie sowie für andere Aufnahmesituationen, bei der du das Hauptmotiv vor einem unscharfen Hintergrund hervorheben willst.

Ein weiterer Vorteil eines Vollformatsensors hängt direkt mit seinen grösseren Abmessungen zusammen. Unter sonst gleichen Bedingungen sind die einzelnen Fotodioden oder Lichtrezeptoren auf einem Vollformat-Bildsensor physisch grösser als auf einem APS-C-Sensor mit derselben Megapixelanzahl. Sie nehmen daher mehr Licht auf und können mehr Informationen mit weniger Bildrauschen oder Körnung einfangen, was sich insbesondere bei hohen ISO-Einstellungen und bei wenig Licht auszahlt. Das ist ein enormer Vorteil bei der Porträt- und Hochzeits-Fotografie, für Low-Light-Aufnahmen aus der freien Hand, für nächtliche Stadtansichten und immer dann, wenn du ausreichend kurze Belichtungszeiten brauchst, um Bewegungen in schlecht beleuchteten Szenen einzufrieren.

Eine Frau hält eine Canon EOS R8 Mark II Vollformat-Kamera, mit einer Stadt im unscharfen Hintergrund.

Das moderne und leichte Design und die kamerainterne Bildstabilisierung machen die EOS R8 Mark II zu einer tollen Vollformat-Reisekamera – ob du am Wochenende eine Stadt erkundest oder rund um die Welt reist.

Vollformat vs. APS-C

Vollformatkameras gelten manchmal als „professioneller“ als APS-C-Kameras, und natürlich sind sie in der Regel auch grösser, so dass sie sich besser für die Verwendung grosser Teleobjektive eignen. Dank der grösseren Reichweite, die man mit einer APS-C-Kamera erhält, benötigt man jedoch vielleicht gar kein so grosses Teleobjektiv.

APS-C ist nach wie vor eine gute Wahl für die Reise- sowie die Sport- und Wildlife-Fotografie, wo neben einer hohen Telereichweite auch eine hohe Mobilität erwünscht ist. Bei ca. 499 g (nur Gehäuse) gibt dir die Canon EOS R8 Mark II die Leistung einer Vollformat-Kamera, nur eben in einer reisefreundlichen Kamera etwa von der Grösse einer APS-C-Spiegelreflexkamera. Tatsächlich ist sie dabei deutlich leichter als die EOS 90D, die mit ca. 701 g zu Buche schlägt (nur Gehäuse), und bietet dir einen intelligenteren Autofokus, einen ca. viermal schnelleren Burst und die vorteilhafte Bildqualität des Vollformats.

Eine Vollformat-Kamera eignet sich besonders gut dafür, weite Gesichtsfelder einzufangen – gleichermassen perfekt für Ultraweitwinkel-Landschaftsbilder und enge Räume. Auch APS-C-Kameras können mit speziellen RF-S Ultraweitwinkel-Objektiven sehr weite Bildwinkel erreichen. Durch den 1,6-fachen Cropfaktor des Sensors liefert ein Objektiv wie das RF-S 10-18mm F4.5-6.3 IS STM aber einen äquivalenten Vollformat-Zoombereich von 16–29 mm. Für Vollformat-Kameras steht eine breitere Auswahl an Ultraweitwinkel-Objektiven zur Verfügung, sodass du noch weitere Bildwinkel einfangen kannst.

Einer der wichtigsten Vorteile im Vollformat ist die Möglichkeit, eine geringere Schärfentiefe zu erzeugen und so dein Motiv stärker hervorzuheben. Das macht diese Kameras ideal für die Porträtfotografie, dein Motiv kommt hier vor einer attraktiven Hintergrundunschärfe richtig zur Geltung. Das heisst natürlich nicht, dass APS-C-Kameras für die Porträtfotografie keine gute Wahl sind. Kombiniere eine APS-C-Kamera wie die EOS R7 oder die EOS R100 mit einem leichten Canon RF 45mm F1.2 STM, und du erhältst eine effektive Brennweite von 72 mm. So schaffst du diese klassische Kurztele-Porträtperspektive und kannst trotzdem mit einer hohen maximalen Lichtstärke von 1:1,2 die Aufmerksamkeit auf dein Motiv lenken.

Ein Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM wird an der Canon EOS R8 Mark II angebracht, wobei der Vollformat-Sensor der Kamera zu sehen ist.

Für die Vollformat-Fotografie benötigst du nicht unbedingt grosse Kameras und schwere Objektive. Das reisefreundliche Design der EOS R8 Mark II wird von einem Satz gleichermassen leichter RF Zoomobjektive ergänzt. Hier im Bild wird gerade das RF 100-400mm F5.6-8 IS USM angebracht; zusammen mit dem RF 24-105mm F4-7.1 IS STM und dem RF 15-30mm F4.5-6.3 IS STM erhältst du ein vielseitiges Setup für die verschiedensten Motive und Situationen.

RF vs. RF-S Objektive

Alle Kameras im Canon EOS R System, von den EOS R8 Mark II und EOS R8 Vollformat-Kameras bis zu den APS-C-Kameras EOS R7 und EOS R10, sind spiegellose Kameras mit dem gleichen fortschrittlichen RF Objektivbajonett. Du kannst also die ganze Palette herausragender RF Objektive erkunden, ganz gleich, für welche Kamera aus dem EOS R System du dich entscheidest. Bei einigen davon benötigst du einen Vollformat-Sensor, um das volle kreative Potenzial auszuschöpfen – zum Beispiel, um eine runde 190°-Fisheye-Ansicht mit dem RF 7-14mm F2.8-3.5L FISHEYE STM einzufangen. Aber du kannst jedes RF oder RF-S Objektiv an einem beliebigen Gehäuse des EOS R Systems anbringen.

Zusätzlich zu den Objektiven mit modernsten Fokussiertechnologien und optischer Qualität, bietet das RF Bajonett eine deutlich höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit und Bandbreite zwischen Objektiv und Kamera. Das ermöglicht einen fortschrittlichen intelligenten Autofokus und AF-Nachführung mit unglaublicher Geschwindigkeit und Präzision, neue Stufen der Bildstabilisierung, Objektivoptimierung in Echtzeit und viele weitere Fortschritte.

Mit der Einführung von EOS R7 und EOS R10 wurden auch neue RF-S Objektive vorgestellt, die speziell für die APS-C-Kameras mit RF Bajonett entwickelt wurden. Das Standard-Zoomobjektiv RF-S 18-45mm F4.5-6.3 IS STM mit seiner Vollformat-Äquivalenzbrennweite von 29-72mm, ist im eingezogenen Zustand vergleichsweise winzig und wiegt ganze 130 g. Das RF-S 18-150mm F3.5-6.3 IS STM bietet einen grösseren Brennweitenbereich – 29-240mm äquivalent KB-Vollformat – und wiegt dabei nur ca. 310 g, was es zu einem äusserst vielseitigen All-in-One-Objektiv für alltägliche Aufnahmen und die Reisefotografie macht.

Wenn du den Umstieg auf eine Vollformat-Kamera aus dem EOS R System wagst, z. B. auf EOS R8 Mark II oder EOS R8, kannst du deine RF-S Objektive weiterhin verwenden. Denke aber daran, dass die Kamera dein Bild automatisch auf den APS-C-Bereich des Sensors zuschneidet.

Es gibt noch weitere beliebte RF Objektive für Vollformat-Kameras, die kompakt, leicht und preisgünstig sind, wie das Canon RF 16mm F2.8 STM. Mit einer EOS R7 oder EOS R10 bildet es einen Weitwinkelbereich ab, wie ein 25,6-mm-Objektiv bei einer Vollformat-Kamera. Um eine 16-mm-äquivalente Ansicht auf einer APS-C-Kamera zu erreichen, greifst du am besten nach dem Canon RF-S 10-18mm F4.5-6.3 IS STM.

Das Canon RF 35mm F1.8 MACRO IS STM ist eine perfekte Standard-Festbrennweite. Es bietet eine effektive Brennweite von 56 mm bei APS-C-Kameras des EOS R Systems, mit optischem Bildstabilisator und 0,5-fachem Makro-Vergrösserungsfaktor für Nahaufnahmen. Das Canon RF 50mm F1.8 STM ist ein hervorragendes Porträtobjektiv, das eine effektive Brennweite von 80 mm an einer APS-C-Kamera mit einer hohen Lichtstärke von 1:1,8 für eine geringe Schärfentiefe kombiniert. Für die Reise- und Street-Fotografie bietet das RF 28mm F2.8 STM in Verbindung mit der EOS R10 eine effektive Brennweite von 45mm im leichten, kompakten Pancake-Design.

Ob du dich für Vollformat oder APS-C entscheidest, im EOS R System findest du ein wachsendes Sortiment an Objektiven für das RF Bajonett, die deine Fotografie bereichern werden. APS-C bietet dir eine kompakte Option mit toller Reichweite, während das Vollformat dir mehr kreative Möglichkeiten eröffnet – von Aufnahmen mit Weitwinkel oder bei wenig Licht bis hin zu mehr Kontrolle über die Schärfentiefe.

Written by Matthew Richards and Marcus Hawkins

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