Vorbereitungen für das Livestreaming-Setup
Das Basis-Setup, erklärt Tania, besteht darin, einen Vortrag aus drei Blickwinkeln zu filmen – in der Regel eine Kamera mit Blick zu jeder Seite und eine mit Blick geradeaus, alle eingestellt auf 25 B/s (Bilder pro Sekunde). Eines der Hauptziele ist es, den Sprecher vom Hintergrund zu isolieren und Nahaufnahmen zu machen. „Der Ton kann direkt über einen 3,5-mm-Klinkenstecker oder einen XLR-Anschluss an der Kameras eingespeist werden, aber wenn ich moderiere, kümmert sich häufig das Team um die separate Tonaufnahme.
Auch die Beleuchtung spielt eine wichtige Rolle. „Wird die Aufmerksamkeit des Betrachters dorthin gelenkt, wo man sie haben möchte?“, fragt Tania. „Man kann dafür sorgen, indem man ablenkende Hintergründe vermeidet oder etwas heranzoomt. Du kannst die Aufmerksamkeit auch erhöhen, indem du das Licht im Raum ausschaltest und Lichtquellen nur auf die Person richtest, die gerade spricht.“
Nachdem du dich um Hintergründe und Ton gekümmert hast, kannst du dich um weitere Details kümmern. PTZ-Kameras von Canon wie dieCR-N500, die CR-N350 und die CR-N300 können über voreingestellte Blickwinkel gesteuert werden, die im Voraus definiert und während der Präsentation aufgerufen werden. Mit ein wenig Vorarbeit lassen sich bis zu 100 Winkel für jede Kamera voreinstellen.
„Such dir eine Position, an der du bzw. der Dozent sprechen werden, und weise ihr eine Nummer zu. Dann schwenkst du die Kamera auf eine andere Position – vielleicht zoomst du etwas hinein – und weist dieser Aufnahmeposition dann eine andere Nummer zu“, erklärt Tania.
Wenn du ein wenig Zeit in die Erstellung von Voreinstellungen investiert, kannst du einen ausgefeilten Vortrag durchführen, der das Interesse der Zuschauer aufrecht hält. „Mit einem geringen Lernaufwand erzeugst du einen enormen Effekt“, sagt sie. „Der Dozent sollte in der Lage sein, die Kamera so zu steuern, dass das Publikum immer sieht, was es sehen soll. Und als Zugabe erhältst du eine Aufzeichnung deiner Arbeit. Ein lohnendes Kosten-Nutzen-Verhältnis in Bezug auf die eingesetzte Zeit.“
Mit der kostenlosen Canon PTZ-Software kannst du bis zu 20 Canon PTZ-Kameras über einen PC oder ein Windows-Tablet steuern, von denen bis zu neun gleichzeitig als Liveblidansicht auf der Benutzeroberfläche angezeigt werden können. Zum Abschluss empfiehlt Tania einen Testlauf. „Wenn möglich, solltest du ein paar Minuten vorher einen Testlauf durchführen – wenn du das schon am Vortag machst, wird sich vielleicht bis zum Vortrag etwas verändert haben.“