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Klein, funktionsstark und vielseitig: So unterstützt die Canon EOS C70 Filmemacher mit begrenztem Budget

Filmemacher Simeon Quarrie erklärt, wie die kleinste Kamera des Typs Cinema EOS es Solo-Filmern und Produktionen mit kleinerem Budget ermöglicht, bessere Ergebnisse mit weniger Aufwand zu liefern.
Filmemacher Simeon Quarrie beim Filmen mit der Canon EOS C70.

Filmemacher und Fotograf Simeon Quarrie war einer der ersten Kreativschaffenden, der die innovative Technik der Canon EOS C70 getestet hat. Es handelt sich hier um die erste Kamera des Typs Cinema EOS mit dem zukunftsweisenden RF-Objektivbajonett, die mit demselben 4K Super 35-mm-DGO-Sensor wie die Canon EOS C300 Mark III ausgestattet ist. Damit ist sie eine vielseitige Videokamera für Solo-Filmer und für Projekte mit kleinen Budgets. © Simeon Quarrie

Für eine so kompakte Kamera des Typs Cinema EOS enthält die Canon EOS C70 überraschend viel ausgefeilte Technik. Mit ihrem revolutionären RF-Objektivbajonett, der elektronischen Bildstabilisierung, der fortschrittlichen Touchscreen-Steuerung und dem 4K Super 35-mm-DGO-Sensor ist es mit der EOS C70 ein Leichtes, einen hochwertigen Look mit einer Niedrigprofil-Kamera zu erzielen.

Die kompakte und leichte Ausführung der EOS C70 vermittelt Solo-Filmern oder kleinen Teams eine neue Perspektive, um Ergebnisse in Kinoqualität zu erzielen. Wenn man mit einem niedrigen Budget und knappen Bearbeitungszeiten konfrontiert ist, dann ist dies eine Kamera, mit der ein hohes Mass an Produktivität erzielt werden kann, ohne Kompromisse einzugehen.

„Die EOS C70 ist eine grossartige Antwort auf die Marktbedingungen, die wir gerade beobachten können“, so der Filmemacher und Fotograf Simeon Quarrie, der eine Reihe von genreübergreifenden und umfangreichen Storytellings dreht. „Unsere Kunden erwarten von uns Ergebnisse, allerdings benötigen wir dafür kleinere und flexiblere Kamera-Pakete, was wiederum eine Reihe von Möglichkeiten eröffnet.“

Simeon war einer der ersten Kreativschaffenden mit einer EOS C70. Er nutzte die kompakte Cinema EOS Kamera zusammen mit der ebenso kompakten Canon EOS R5 für einen Kurzfilm über die junge britische Künstlerin Bryony Benge-Abbott. Er teilt hier die besten technischen Funktionen, die seiner Ansicht nach für kleine Crews mit niedrigeren Budgets einen grossen Unterschied machen können.
Ein Mann hält eine Canon EOS C70 Kamera.

Simeon schätzt die individuellen Einstellungsmöglichkeiten der Canon EOS C70. „Bei einigen Dreharbeiten habe ich ein Team von drei oder vier Leuten dabei, einschliesslich eines Focus-Pullers und einer Person auf der anderen Seite der Kamera. Aber wenn ich alleine drehe? Dann brauche ich eine Kamera, die wie eine Erweiterung meines Körpers fungiert. Die Canon EOS C70 verfügt über 13 verschiedene einstellbare Tasten, um die Kamera so einzustellen, als wäre sie speziell für mich entwickelt und gebaut worden.“ © Simeon Quarrie

Ein Mann im weissen Hemd am Feldrand hält eine Canon EOS C70 mit einem montierten Griff.

Die Canon EOS C70 verfügt über einen leichtes, aber robustes Kohlefaser-Polycarbonatgehäuse und wiegt ca. 1170 g. Die Ausführung beinhaltet einen stabilen Zubehörschuh zur Befestigung des Griffs für eine einfachere Handhabung. © Simeon Quarrie

1. Kompakte Grösse und individuell konfigurierbare Bedienelemente

Bei der Canon EOS C70 handelt es sich um die kompakteste und leichteste Kamera im Segment Cinema EOS – ein kleines Gehäuse bedeutet aber nicht, dass man auf manuelle Steuerungselemente verzichten muss. Dank des ergonomischen Designs der Kamera, dem abnehmbaren Tragegriff, dem Direct Touchscreen und 13 Tasten, die vom Anwender zugewiesen werden können, ist die EOS C70 individuell einstellbar für deine Aufnahmeanforderungen.

„Für Profis wie mich, die an eine umfangreiche Kamera-Ausrüstung wie bei der Canon EOS C700 FF gewöhnt sind, hat diese Kamera zahlreiche vertraute Funktionen, sie ist allerdings deutlich kleiner und somit perfekt geeignet für Solo-Filmer“, erklärt Simeon.

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„Wenn man alleine oder mit einer sehr kleinen Crew arbeitet, ist es eine der Herausforderungen, dass mehr Entscheidungen getroffen werden müssen und das auch noch schnell. Eine kleine Kamera, erschwinglich und zudem individuell einstellbar, ist somit sehr wichtig.

„Wenn man alleine hinter der Kamera steht, denkt man möglicherweise instinktiv, man sollte eine möglichst kleine Kamera verwenden, und entscheidet sich für eine Spiegelreflexkamera oder eine Systemkamera. Worauf es aber bei wirklich wichtigen Drehs tatsächlich ankommt, ist, dass man das richtige Werkzeug für den Job hat, eines bei dem jede Komponente, jede Funktion speziell für diesen Zweck entwickelt wurde. Die EOS C70 ist so eine Kamera.“

2. Bildqualität und Dynamikumfang

Der 4K Super 35-mm-DGO-Sensor der Canon EOS C70 nutzt Dual Gain Output (DGO) für hochwertiges Bildmaterial mit geringem Rauschen und mehr Details bei Schatten und hellen Bereichen. Filme mit Canon Log 2, um einen Dynamikumfang von mehr als 16 Blendenstufen zu geniessen, mit Optionen für HLG und PQ zur internen Aufnahme von HDR-Inhalt ohne Grading.

„DGO heisst, dass man bei ungünstigen Lichtverhältnissen jetzt richtig effektiv arbeiten kann und alles aus Canon Log 2 herausholt“, sagt Simeon. Wo früher bei nicht korrekter Belichtung einfacher Rauschen entstand, sind jetzt mit dem DGO-Sensor in punkto Rauschen hochwertige Ergebnisse auch für weniger erfahrene Filmer und Solo-Filmer leichter zu erreichen.

„Mit dem DGO-Sensor hat man ein sauberes Bild, es entsteht somit nicht annähernd diese Menge an Rauschen im Bild“, sagt Simeon. „Sogar wenn man die Belichtung nicht ganz korrekt in die Kamera bekommt, gibt es deutlich einfachere Möglichkeiten der Nachbearbeitung. Als Solo-Filmer wird es damit sehr viel einfacher für mich, dies als Option für einen Dreh zu nutzen, der eher im Freien stattfindet.“
Filmemacher Simeon Quarrie beim Filmen in einem Kunstatelier mit der Canon EOS C70. Das Atelier ist voller grosser, farbenfroher Leinwände.

Die Canon EOS C70 verfügt über zwei Kartensteckplätze im Griff, was mehrere Aufnahmeformate ermöglicht. Ausserdem muss man sich keine Sorgen mehr über verlorene Aufnahmen machen. © Simeon Quarrie

3. Multiformat-Aufnahmen mit zwei Kartensteckplätzen

Die mit zwei UHS-II-SD-Kartensteckplätzen ausgerüstete EOS C70 ist in punkto Aufnahmeformaten in hohem Masse konfigurierbar. Die Kamera kann für die simultane oder fortlaufende Aufnahme in verschiedenen Formaten eingestellt werden, wie beispielsweise XF-AVC auf einer Karte und MP4 auf der anderen, oder zur Erstellung von duplizierten XF-AVC-Dateien in ALL-I und Long-GOP.

Simeon schätzt die Flexibilität und Sicherheit der Aufnahme mit zwei Karten, insbesondere für Produktionsteams mit niedrigem Budget, die unter Umständen nicht die Mittel für ein Team zur Datenerfassung haben. „Ich hatte bereits einen Kartenfehler und weiss somit, dass es eine ziemlich schlimme Erfahrung ist. Seine gesamten Aufnahmen zu verlieren ist das Worst-Case-Szenario. Die Möglichkeit, bei einem wirklich wichtigen Dreh ein Backup in der Kamera zu erstellen und zu wissen, dass man im Fall eines Kartenfehlers abgesichert ist, ist fantastisch.

„Sogar wenn man sie so konfiguriert, dass man auf jeder Karte ein anderes Format aufnimmt, weil man verschiedene Versionen für verschiedene Workflows haben möchte, dann ist das ok. Falls der schlimmste Fall eintritt und eine Karte versagt, ist man immer noch auf der sicheren Seite.“
Filmemacher Simeon Quarrie filmt die britische Künstlerin Bryony Benge-Abbott, während sie auf einem Baumstumpf im Wald sitzt.

„Als einzelner Kameramann mit einem Dynamikumfang von mehr als 16 Blendenstufen unterwegs sein? Das ist eine ganz neue Erfahrung“, sagt Simeon. Die DGO-Technologie der Canon EOS C70 erfasst einen höheren Dynamikumfang von mehr als 16 Blendenstufen mit Canon Log 2. „Für diese Leistung benötigte man zuvor eine deutlich teurere Kamera oder eine ohne die Bedienelemente für Run-and-Gun-Filme.“ © Simeon Quarrie

4. Integrierte ND-Filter

Eine der Schlüsselkomponenten der Canon EOS C70 in Abgrenzung zu einer speziell für Videodrehs entwickelten Spiegelreflexkamera oder Systemkamera ist der integrierte, ultradünne ND-Filter, der speziell dafür entwickelt wurde. Die Dichte kann per Knopfdruck auf bis zu 10 Stufen angepasst werden, wodurch die Belichtung schnell geändert werden kann, während eine Kino-ähnliche, geringe Schärfentiefe bei hellen Aufnahmebedingungen erhalten bleibt.

„Wenn man zwischen Innen- und Aussenbereichen hin- und herwechselt, sind im Gehäuse integrierte NDs unerlässlich“, sagt Simeon. „Wenn ich mit mehreren Kameras drehe, dann habe ich mitunter ein Set für die Belichtung innen und eins für die Belichtung draussen. Wenn man allerdings anfängt, mit kleineren Crews oder alleine zu arbeiten, muss man in der Lage sein, die Belichtung im Handumdrehen zu ändern.“

5. Professionelle Audioanschlüsse

„Aus der Videoperspektive wissen wir, dass Audio die Hälfte der Zeit ausmacht und wesentlich für eine gelungene Produktion ist“, so Simeon. „Was mich am Set am meisten ins Schwitzen bringt, ist nicht das Bild, sondern der Ton.“

Die EOS C70 enthält eine professionelle Audioschnittstelle, so wie man es von einer Kamera des Typs Cinema EOS erwarten würde. Dies beinhaltet einen 3,5-mm-Mikrofonanschluss, ein Paar 3-polige Mini-XLR-Eingänge sowie zwei Wahlräder zur Audiosteuerung, die eine unabhängige Anpassung der Audio-Aufnahmepegel ermöglichen. Berücksichtigt man das integrierte Stereo-Mikrofon, dann hat die Kamera insgesamt vier Kanäle als Audioeingang.

„Mehr als ein Mikrofon, zusätzlich ein physisches Wahlrad zur Einstellung der Pegel sowie all die professionellen Möglichkeiten zu haben, beispielsweise XLRs anzuschliessen, macht einen grossen Unterschied, wenn man in Ruhe am Set arbeiten möchte, insbesondere bei einem Solo-Einsatz“, sagt Simeon.
Die Rückseite der Canon EOS C70, mit der die britische Künstlerin Bryony Benge-Abbott in ihrem Atelier gefilmt wird.

Die Canon EOS C70 hat einen neuen, noch innovativeren Touchscreen, bietet jedoch auch eine Vielzahl an physischen Bedienelementen, einschliesslich zweier Wahlräder an der Rückseite des Gehäuses, mit denen die Audioaufnahmepegel unabhängig voneinander angepasst werden können. © Simeon Quarrie

Filmemacher Simeon Quarrie beim Filmen in einem Kunstatelier vor einer grossen Staffelei mit einer Canon EOS C70.

„Die Qualität der RF-Objektive ist hervorragend“, so Simeon. „Das ist die neueste Technologie mit einer Bildqualität, die ich so noch nicht gesehen habe. Bei der Steuerung schätze ich es, wenn ich den Blendenwert dem Steuerungsring auf dem Objektiv zuweisen kann, da es mich an meine Arbeit mit meinen Cine-Festbrennweiten erinnert – der Ablauf ist sehr ähnlich.“ © Simeon Quarrie

6. Elektronische Bildstabilisierung

Als erste Kamera des Typs Cinema EOS mit Unterstützung der kamerainternen elektronischen Bildstabilisierung, die mit den RF-Objektiven zusammenwirkt, ist die EOS C70 die perfekte Wahl für Filmemacher, die mit der bestmöglichen Aufnahmequalität direkt loslegen wollen. Obwohl man die Vorteile der elektronischen Bildstabilisierung auch nutzen kann, wenn ein EF-Objektiv mittels EF-RF-Adapter montiert ist, bietet das System mit RF-Objektiv ein verbessertes Kommunikationsniveau und eine Anti-Vibrationsfunktion.

Simeon beschreibt die Stabilisierungsfunktion der EOS C70 als „befreiend“, und er muss kaum mehr ein Stativ mit zum Dreh bringen. „Ich mag den handgeführten Look, also habe ich in ein Easyrig investiert, um schwerere Kameras zu stabilisieren. Aber mit der EOS C70 gibt es jetzt eine leichte Kamera, die einen gleichmässigen handgeführten Look auch ohne diese ganze Ausrüstung ermöglicht. Für alle, die Passantenbefragungen oder kurze Interviews von 10–15 Minuten drehen, eröffnet sie neue Möglichkeiten des handgeführten Drehs. Kombiniere die Kamera mit dem richtigen Objektiv, und es kann losgehen.“

Verfasst von Marcus Hawkins


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