Aron Randhawa setzt beim Filmen auf Kreativität, Präzision und Zusammenarbeit

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Aron Randhawa, bekleidet mit einem hellbraunen Kapuzenpulli, blickt hinunter auf seine Canon Super-8-Kamera, die mit verschiedenen individuell angepassten Aufsätzen ausgestattet ist.

Die Annahme, dass der Mensch entweder links- oder rechtshirnig sei, wurde mehr oder weniger widerlegt, doch wer Aron Randhawa, unseren führenden Experten für Filmkameras und Objektive kennenlernt, würde man das ohnehin in Frage stellen. Seine Kurzfilme und Musikvideos zeugen auf eindrucksvolle Weise davon, was passiert, wenn jemand technisches Know-how nutzt, um Regeln zu brechen – und neue Ideen zu verwirklichen.

Aron, der Filmproduktion und ‑technik an der Universität studiert hat, wurde im Jahr 2016 beim New Renaissance Film Festival für seinen studentischen Film als „Best Young Talent“ ausgezeichnet. Doch nach dem Studium und seinem Einstieg in die Branche musste er seine persönlichen Projekte zunächst zurückstellen. „Ich habe sofort an hochwertigen Film- und Fernsehproduktionen gearbeitet“, erklärt er. „Margot Robbies Maria Stuart, Königin von Schottland, einige Folgen von Black Mirror – sehr viel Technik – ich führte Farbgrading am Set durch und beschäftigte mich mit Datenmanagement.“

Die Ausrichtung auf die Praxis führte ihn schliesslich zu Canon UK, wo er als Wartungstechniker mit Spezialisierung auf Filmkameras anfing. „Ich wollte unbedingt die Technik verstehen, und ein Jahr später reiste ich durch unsere europäischen Servicezentren, wo ich andere Techniker und Technikerinnen schulte“. Schnell wurde klar, dass Aron über ganz bestimmte Fähigkeiten verfügte – Branchenverständnis, eine ausgeprägte kreative Ader und hervorragende technische Kompetenz –, sodass er schon bald ins Marketingteam von Canon Europe wechselte. 

„In den letzten sechs Jahren war ich bei internationalen Produkteinführungen unserer Filmkameras dabei und war an Sets für Film- und Fernsehproduktionen tätig, an denen Canon beteiligt war.“ Das klingt beeindruckend. Unsere Zusammenarbeit mit Red Bull, Danny Boyles Fernsehserie PISTOL und natürlich mit der legendären Produktionsfirma Lammas Park von Steve McQueen. „Ich bin derjenige vor Ort, der ihnen bei der Arbeit mit den Kameras und Objektiven hilft“, sagt er bescheiden.

Aron steht nachts mit einer weiteren Person auf einer beleuchteten Fussgängerbrücke. Sie schauen auf ein Smartphone und halten eine Canon Kamera.

Da er sich in der einmaligen Lage befand, Seite an Seite mit den ganz Grossen der Branche zu arbeiten und dabei ein enormes Wissen anzusammeln, wusste Aron genau, wozu die Produkte von Canon fähig sind – und was er als Nächstes tun musste: zu seinen Wurzeln zurückfinden. „Obwohl das Filmemachen einen grossen Teil meines Lebens ausmacht, hatte ich seit meinem Studium eigentlich keinen Film mehr gedreht“, sagt er. „Ich habe direkt im Anschluss erstmal meine technischen Kenntnisse vertieft und Filmemacher unterstützt. Also wurde 2024 für mich zu einem entscheidenden kreativen Jahr.“ 

Für sein erstes Projekt griff er jedoch nicht zu einer modernen Kinokamera, sondern zu einem Modell aus dem Archiv – einer Canon Super 8. Dazu holte er sich nicht nur die Unterstützung von Jack Adair, unserem European Broadcast & Cinema Marketing Lead, sondern drehte auch Teile des Films in unserer europäischen Zentrale. „Jack Goes to Work wurde für einen Wettbewerb namens Straight 8 gedreht. Deshalb habe ich eine Super-8-Kamera genommen“, erklärt Aron. „Du hältst alles auf der Filmrolle fest, schneidest den Film aber nicht, sondern schickst ihn direkt ein und sieht ihn im Ganzen erst, wenn er ausgewählt wird.“ Klingt einfach? „Es war ein Risiko“, sagt er.

„Du weisst nicht, ob die Farben stimmen oder ob der Ton mit dem Bild synchron ist, weil der Ton separat übermittelt wird“, erklärt er. „Ich habe jede Menge technische Tests durchgeführt, aber es gab keine Garantie.“ Der Film war nur drei Minuten lang, aber jede Sekunde wurde von Aron technisch genau überprüft – und das hat sich wirklich ausgezahlt. Das Film schaffte es unter die besten 25, sodass sich Aron „Jack Goes to Work“ zum allerersten Mal gemeinsam mit 500 Zuschauern im IMAX des British Film Institute in London ansehen durfte. „Es war eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Ich kann dir gar nicht sagen, wie toll sich das angefühlt hat.“

Ein Blick hinter die Kulissen von Pozzys Musikvideo, wo er vor einer grossen LED-Leinwand steht, die eine hell erleuchtete Stadtstrasse bei Nacht zeigt.

Seitdem hat er mit einer Reihe aufstrebender Künstlerinnen und Künstler an deren Musikvideos gearbeitet. „Ich bin zwar Filmemacher, aber meine Liebe gehört der Musik.“ „Zu lernen, wie man Musikvideos macht, hat mir durch meine dunkelste Zeit geholfen.“ Er hat sein Wissen genutzt, um neue kreative Ansätze zu entwickeln, was ihm die Unterstützung von Grössen der Branche wie Kameramann Ian Murray einbrachte. „Er arbeitet an fantastischen Videos und Werbespots, und wir haben uns bei einem Canon-Projekt kennengelernt.“ Er sagte, er würde ein Musikvideo für mich drehen, wenn ich eines hätte. Da habe ich die Chance ergriffen.“

Musik ist stets die treibende Kraft hinter Arons Kreativität, und ein Künstler brachte ihn auf eine experimentelle Idee, die ihm zuvor noch nie in den Sinn gekommen war – einfach weil sie bis dahin nicht möglich gewesen war. „Ich habe Pozzy, einen Grime-Künstler, kontaktiert, nachdem er Freestyle bei BBC Radio 1Xtra gerappt hat und damit einen Hit landete.“ „Ich wollte mit einer Canon Kamera ein Musikvideo nur mit Bildern drehen – kein Video, kein Kino – nur Fotos.“ Allein die Idee begeisterte Ian Murray so, dass er sofort dabei war.

In einem abgedunkelten Filmset sitzt eine Frau in einer nebligen, blau beleuchteten künstlichen Umgebung. Zwei Crewmitglieder stehen als Silhouetten abseits und beobachten sie auf einem Bildschirm.

Die 150.000 Bilder, aus denen das Video zusammengesetzt wurde, wurden so flüssig aufgenommen und die Pausen zwischen den Einzelbildern waren so kurz und gleichmässig, dass die Musik manuell lippensynchronisiert werden konnte, denn natürlich lässt sich bei Standbildern kein Ton aufnehmen. „Serienbilder kennt jeder – wenn viele Fotos in schneller Folge aufgenommen werden – aber inzwischen sind Kameras so weit, dass deren Geschwindigkeit dabei konstant bleibt.“ „Nicht so schnell wie beim Filmen, aber dafür kontinuierlich – und viele haben das noch gar nicht wirklich erkannt.“ Aus kreativer Sicht war es eine Herausforderung, die sich gelohnt hat. „Das Ergebnis ist subtil.“ „Es hat extreme Schärfegrade, gefolgt von viel Bewegungsunschärfe – eine interessante Mischung.“ 

Aron ist jetzt an dem Punkt angekommen, an dem er seine eigene Bildsprache entwickelt, die vielleicht irgendwann zu seinem Markenzeichen werden könnte. Aber er weiss, dass dies eine Branche ist, in der alle zusammenarbeiten müssen, um zu wachsen. Mit seinem technischen Know-how kann er innovative Konzepte voranbringen – wie das Mischen von realen und virtuellen Umgebungen oder neue Ansätze beim Filmen – und das hilft nicht nur seiner eigenen Karriere, sondern auch der anderer, wie etwa der von Tara Lilly und BombayMami. Für Aron gehört es zusammen.  

„Ich liebe beides – Filmemachen und Musik – gleichermassen“, sagt er. „Ich könnte keinen Kurzfilm ohne Musik schreiben und habe eine Liste mit hundert Künstlerinnen und Künstlern, mit denen ich gerne zusammenarbeiten würde.“ „Im Grunde geht es darum, sich in der richtigen Phase der eigenen Karriere zu begegnen, und ehrlich gesagt: genau das ist es, was mich antreibt.“

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