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Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und Geschäftschancen

Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und Geschäftschancen

Canon Camera

Die kompromisslose Kreislaufwirtschaft: Wie eine neue Denkweise bei der Beschaffung Geld sparen und zur Rettung des Planeten beitragen kann.

Die Hälfte der Treibhausgase und 90 % des Verlustes an Biodiversität werden durch die Rohstoffgewinnung und die Verarbeitung von Materialien, Nahrungsmitteln und Treibstoffen verursacht. Und der weltweite Verbrauch an Rohstoffen soll sich bis 2060 noch verdoppeln1. Daher ist es für die Unternehmen notwendig, Verhaltensweisen anzunehmen, die Abfälle soweit wie möglich vermeiden. Ein Hauptbaustein auf diesem Weg ist die Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Laut der Ellen Macarthur Foundation basiert eine Kreislaufwirtschaft „auf den Grundsätzen, Abfall und Umweltverschmutzung schon vom Design her zu verringern, Produkte und Materialien lange in Gebrauch zu halten und die natürlichen Systeme zu regenerieren“.

Die Unternehmen sind die Hauptakteure beim Übergang von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft. Durch die Verankerung der Kreislauf-Prinzipien in den Kern der unternehmerischen Entscheidungen, z.B. durch die Berücksichtigung nachhaltiger Beschaffungsregeln können Unternehmen sowohl Kosten reduzieren als auch ihre soziale Verantwortung untermauern.

Generalüberholung: das neue "Neu"

Es ist zwar schön und gut, beste Absichten in Bezug auf Wiederverwendung und Recycling zu haben, doch das Festhalten an althergebrachten Praktiken kann die Nachhaltigkeitsbestrebungen und eine langfristige Verhaltensänderung behindern. Bei einem Seminar in Schweden zu den Themen Beschaffung und Nachhaltigkeit wurde kürzlich festgestellt, dass Produkte, die recycelte Teile verwenden, oftmals deswegen nicht berücksichtigt werden, weil sie das festgeschriebene Merkmal „fabrikneu“ nicht erfüllen2.

Die „Fabrikneu”-Regel führt dazu, dass die Beschaffungsabteilungen erst gar nicht daran denken, bestehende Systeme aufzurüsten oder zu reparieren. Dadurch werden mehr Abfälle und unnötige Kosten produziert. Es wird häufig nicht berücksichtigt, wie man die Lebensdauer der Bürohardware verlängern oder wie man die Geräte angemessen entsorgen kann.

Unternehmen müssen lernen, dass „nicht neu“ etwas anderes bedeutet als „beeinträchtigt“. Jedes Unternehmen muss für sich die bestmögliche Technologie finden, doch die passendste Technologie muss nicht immer die neueste sein. Es kommt auf die Feinheiten an. Wenn man die spezifischen Bedürfnisse der Mitarbeiter genau kennt, weiß man auch besser, welche IT-Systeme benötigt werden. Manchmal kommt es auf ultimative Geschwindigkeit und Vielseitigkeit an. Ein anderes Mal ist ein System erforderlich, das die Arbeit sicher und zuverlässig erledigt und sich nahtlos in den Workflow einfügt, um produktiv zu sein.

Was generalüberholte Systeme ausmacht

Das ist der Charme der generalüberholten Systeme. Anders als bei instand gesetzten Geräten oder Systemen aus zweiter Hand ist der Prozess der Zerlegung und des anschließenden Wiederaufbaus aus einer Mischung aus gereinigten alten und neuen Teilen sowie strengen Tests ein völlig neuer Ansatz. Die so entstehenden Systeme sehen brandneu aus und fühlen sich auch so an. Selbst der Zähler wird auf Null gesetzt. Konsequenterweise gibt es sowohl in praktischer als auch in ökologischer Hinsicht bedeutende Kosteneinsparungen im Vergleich zu einem "neuen" System. Und was für Unternehmen noch wichtiger ist, es wird kein Kompromiss bei der Leistungsfähigkeit oder der Nachhaltigkeit eingegangen.

Die Canon imageRUNNER ADVANCE EQ80 Modellreihe setzt diese Prinzipien in die Tat um. Die meistverkauften Modelle der letzten Jahre werden aus dem Markt zurückgeführt und komplett neu aufgebaut. Dabei wird auf eine langjährige Fertigungskompetenz zurückgegriffen, um kostengünstige, qualitativ hochwertige Multifunktionssysteme herzustellen.

Bei der Herstellung der Produkte der EQ80 Serie werden 80 % der Teile und mehr wiederverwendet. So können wir die CO2-Emissionen bei der Herstellung um bis zu 80 % zu senken. Und wie unser gesamtes Canon Portfolio bieten die EQ80 Modelle zahlreiche Optionen und Funktionen, von DIN A3 S/W bis Farbdruck, schnellen Druckgeschwindigkeiten von 25 bis 75 Seiten pro Minute und einen um bis zu 80 % geringeren Rohstoffverbrauch.

Alle diese Systeme werden als brandneu und unter neuer Seriennummer verkauft. Infolgedessen gibt es keine Einschränkungen bei der Einbindung in das Unternehmensnetzwerk: Dank neuester Firmware und standardmäßig robusten Sicherheitsfunktionen werden sie zum wesentlichen Bestandteil der Druckerflotte und stellen sicher, dass alle geschäftlichen Anforderungen sowohl effizient als auch kostengünstig erfüllt werden.

Das große Ganze

Unsere Unternehmensphilosophie des „Kyosei“ (zusammen leben und arbeiten für das Gemeinwohl) bedeutet, dass die Grundsätze der Nachhaltigkeit und Verantwortung in unsere Werte eingedrungen sind. Seit wir vor mehr als 20 Jahren mit der Generalüberholung begonnen haben, haben wir unsere technischen Innovationen und kontinuierlichen Verbesserungen durchgängig in unsere Modellreihen einfließen lassen. Nun sind wir der einzige Originalhersteller, der generalüberholte Systeme anbietet. Dies bedeutet auch, dass wir der aktuellen Gesetzgebung mit unserer imageRUNNER ADVANCE EQ80 Reihe immer einen Schritt voraus sind: Die EU hat kürzlich erst die Vorschriften für das Recht auf Reparatur auf Geräte wie Geschirrspüler und Kühlschränke ausgeweitet. Ab 2021 müssen Hersteller Ersatzteile für die Dauer von 10 Jahren bereitstellen, sodass die Systeme repariert werden können und nicht gleich ausgetauscht werden müssen.

In der gesamten EU versuchen die Staaten, die Kreislaufwirtschaft auf andere Weise gesetzlich zu verankern. Bei der Lieferung und dem Kauf vieler Produkte, von Autoteilen bis hin zur Unterhaltungselektronik, müssen Aspekte wie Recyclingfähigkeit, Verwendung von recycelten Materialien, Wiederaufbereitung und Reparaturfähigkeit berücksichtigt werden. In der Tat arbeitet die EU seit 2009 daran, Rahmenbedingungen für die Festlegung von Ökodesign-Anforderungen für energieintensive Produkte zu schaffen, um deren Umweltfreundlichkeit zu verbessern.3

Die Einführung generalüberholter Systeme als Teil einer umweltschonenderen Beschaffungsstrategie bietet weitere Vorteile, denn sowohl Kunden als auch Mitarbeiter werden von Unternehmen mit einer besseren Nachhaltigkeitsbilanz angezogen.

Es ist nicht nur ein schöner Nebeneffekt, die Zirkularität in die Beschaffungspraktiken zu integrieren, sondern es ist entscheidend für den zukünftigen Geschäftserfolg und die Gesundheit des Planeten. Und wenn es mit Umsicht geschieht, ist es alles andere als ein Kompromiss.

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    1. OECD, Global Material Resources Outlook
    2. https://miljo-utveckling.se/canons-hallbarhetschef-dubbelmoral-vid-upphandling/
    3. https://www.eurovaprint.eu/fileadmin/eurovaprint_files/Member_Only/VA_Revision/Joint_VA_2020/VA_on_Imaging_Equipment_Consolidated_FINAL_Clean_07.10.2020.pdf