EOS R8 Mark II vs. EOS R8 vs. EOS R7: Welche spiegellose Canon Kamera ist die beste Wahl für die Bedürfnisse von echten Foto-Begeisterten?

Was leistet die EOS R8 Mark II im Vergleich zu anderen Vollformat- und APS-C-Kameras im mittleren Segment des EOS R Systems?
Ein RF Objektiv, das an der Canon EOS R8 Mark II angebracht wird. Der Vollformat-Sensor der Kamera ist klar zu erkennen.

Die Canon EOS R8 Mark II ist eine besonders leichte Vollformat-Kamera mit Bildstabilisierung und damit ideal für Reisen, Porträts, Landschaftsbilder und vieles mehr. Hier erfährst du, wie sie im Vergleich zur EOS R8 und EOS R7 abschneidet.

Das Canon EOS R System wächst kontinuierlich weiter. Mittlerweile reicht die Serie vom Profi-Powerhouse EOS R1 bis zur einsteigerfreundlichen EOS R100. Im mittleren Segment gibt es eine Reihe von Vollformat- und APS-C-Kameras mit hervorragender Leistung, aber leicht unterschiedlichen Features, die sich an leicht unterschiedliche Nutzer richten. Wie schneiden sie im direkten Vergleich ab?

Tibor Szövetes, Product Marketing Specialist und John Maurice, Product Marketing Manager bei Canon Europe, erläutern die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Canon EOS R8 Mark II und den nächstgrösseren Modellen im mittleren Segment des EOS R Systems, der EOS R8 und der EOS R7.

Eine Canon EOS R8 Mark II auf einem Geländer vor einer Stadtkulisse. Die Kamera im Vordergrund ist scharf abgebildet, während der Hintergrund unscharf ist.

Eine Vollformat-Kamera wie die Canon EOS R8 Mark II bietet mehr Möglichkeiten, eine geringe Schärfentiefe zu erzeugen. Obwohl auch andere Faktoren eine Rolle spielen, insbesondere die Blendeneinstellung, ist man sich allgemein einig, dass es mit einem Vollformatsensor einfacher ist, Details im Vorder- und Hintergrund unscharf zu stellen, so dass das Motiv richtig zur Geltung kommt.

Sensorformat: APS-C vs. Vollformat

Sowohl die Canon EOS R8 als auch die EOS R8 Mark II verfügen über einen Vollformatsensor, während die EOS R7 einen etwas kleineren APS-C-Sensor hat, der einen schmaleren Bereich des vom Objektiv erfassten Motivs aufnimmt. In unserem detaillierten Artikel erfährst du alles über die Unterschiede zwischen APS-C und Vollformat.

EOS R7: Der kleinere Sensor der EOS R7 bietet zwei Vorteile im Vergleich zu EOS R8 und EOS R8 Mark II, und zwar Auflösung und Reichweite, wie John erklärt. „In der Wildlife- und Sportfotografie gibt es oft Situationen, in denen das Motiv sehr weit weg ist und man nicht näher herankommen kann. Da profitiert man dann von der zusätzlichen Tele-Reichweite, die ein APS-C-Sensor bietet. Die hohe 32,5-MP-Auflösung der EOS R7 bietet ausserdem zusätzliches Potenzial, das Motiv durch Zuschneiden noch weiter zu vergrössern.“

EOS R8 Mark II und EOS R8: „Mit 24,2 MP bieten beide Kameras natürlich eine geringere Auflösung als die EOS R7“, sagt Tibor, „aber ihre Vollformatsensoren sind vorteilhaft für Aufnahmen bei wenig Licht, sowohl in Innenräumen wie bei Hochzeiten oder Firmenveranstaltungen als auch für Nachtaufnahmen, Landschaften in der Abenddämmerung und so weiter.“

Eine Vollformat-Kamera wie die EOS R8 Mark II liefert bessere Ergebnisse bei wenig Licht als die EOS R7, fügt John hinzu: „Zum Beispiel hat die EOS R8 Mark II einen weiten nativen ISO-Bereich von 100 bis 102.400, während die EOS R7 gerade einmal auf ISO 32.000 kommt. Die EOS R8 Mark II braucht auch weniger Licht zum Fokussieren.“

Mit den Vollformat-Kameras EOS R8 Mark II und der EOS R8 hast du ausserdem mehr kreative Kontrolle über die Schärfentiefe. „Porträtfotografen bevorzugen oft das Vollformat, weil es damit einfacher ist, eine sehr geringe Schärfentiefe zu erreichen“, sagt Tibor. „Porträtaufnahmen finden meist in Innenräumen statt. Dafür bietet der Vollformatsensor der EOS R8 Mark II einen höheren Dynamikumfang und weniger Bildrauschen als der APS-C-Sensor der EOS R7.“

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Eine Frau mit einer Canon EOS R7, mit Bäumen und Sträuchern um sie herum, die in der Ferne deutlicher sichtbar sind.

Der kamerainterne Bildstabilisator (IBIS) der EOS R7 arbeitet mit dem optischen Bildstabilisator (IS) vieler RF Objektive zusammen und ermöglicht zusammen mit der blitzschnellen Kommunikationsgeschwindigkeit des RF Bajonetts eine Bildstabilisierung bis zu 8 Stufen und damit besonders ruhige Aufnahmen aus der freien Hand.

Eine Canon EOS R8 mit einem auf dem Multifunktions-Zubehörschuh montierten Speedlite Blitzgerät steht auf einem Tisch, daneben eine Topfpflanze, eine Landkarte, ein Notizbuch und ein Stift.

Die EOS R8 Mark II, die EOS R8 (hier im Bild) und die EOS R7 verfügen über einen Multifunktions-Zubehörschuh für das verschiedenste Zubehör, z. B. externe Mikrofone und die neuesten Speedlite Blitzgeräte. Wenn du ihn gerade nicht verwendest, wird er durch eine eng anliegende, staub- und wasserabweisende Abdeckung geschützt.

Bildstabilisator

Alle drei Kameras können mit Objektiven verwendet werden, die mit einem optischen Bildstabilisator (IS) ausgestattet sind, um Kamerawackler zu kompensieren. Die enorme Kommunikationsgeschwindigkeit des RF Bajonetts ermöglicht das Zusammenführen der Bewegungsdaten des Kamerasensors mit dem optischen IS, was zu einer noch höheren Stabilisierung führt.

Die EOS R8 Mark II und die EOS R7 gehen dabei noch einen Schritt weiter: Beide sind mit einem In-Body-Bildstabilisator (IBIS) ausgestattet.

EOS R8 Mark II: „Mit einer Bildstabilisierung von 7,5 Stufen in der Mitte und 7 Stufen an den Rändern liefert dir die EOS R8 Mark II schärfere Bilder, wenn du ohne Stativ aufnimmst“, sagt Tibor. „Du kannst ein Objektiv verwenden, das nicht über eine Bildstabilisierung verfügt, und erhältst dennoch ein ruhigeres Bild. Wenn du die EOS R8 Mark II aber mit einem IS-Objektiv kombinierst, dann arbeiten IBIS und Objektiv-IS zusammen, um Verwacklungen zu reduzieren. Bei Aufnahmen aus der freien Hand kannst du zusätzlich zu den anderen Stabilisierungstechnologien auch noch Movie Digital IS verwenden, um extrem glatte Aufnahmen zu erhalten. Enhanced+ Movie Digital IS ermöglicht eine sogar noch stärkere Korrektur; das Bild wird ein wenig enger zugeschnitten, aber du kannst damit beim Gehen ruhige Videos aus freier Hand aufnehmen.“

EOS R7: Die EOS R7 verfügt bei ausgewählten Objektiven über eine Bildstabilisierung von bis zu 8 Stufen – der beste Wert in diesem Kameravergleich –, auch wenn sich der CIPA-Standard zur Bewertung der Bildstabilisierung geändert hat, seit die Kamera auf den Markt kam. „In der Praxis haben sowohl IBIS als auch optische Bildstabilisierung ihre Stärken: IBIS ist effektiver bei Weitwinkelobjektiven, während die optische Bildstabilisierung besser bei längeren Brennweiten funktioniert“, sagt Tibor.

EOS R8: Sie ist nicht mit IBIS ausgestattet, aber wie EOS R8 Mark II und EOS R7 verfügt die EOS R8 über Movie Digital IS. Die Technologie liefert ein stabileres Bild beim Aufnehmen von Videos, indem das Bild geringfügig zugeschnitten wird, um den zusätzlichen Bildbereich zum Kompensieren von Verwacklungen zu verwenden. Wenn ein IS-Objektiv verwendet wird, lassen sich ausserdem das digitale und das optische IS-System kombinieren, um noch stabilere Aufnahmen zu erzielen. „Realistisch könnte die Kombination aus optischer Bildstabilisierung und Movie Digital IS ausreichen, wenn du sorgfältig die Kamera schwenkst und aus freier Hand filmst“, fügt Tibor hinzu.

Letztendlich kann dir IBIS aber dabei helfen, noch schärfere Bilder und glattere Videos aus der Hand aufzunehmen – du hast also die Wahl zwischen zusätzlicher Reichweite bei der EOS R7 und Vollformat bei der EOS R8 Mark II.“

Eine Frau steht in der Nähe eines Gewässers und hält eine Canon EOS R8 in beiden Händen.

Die Canon EOS R8 Mark II und die EOS R8 (hier im Bild) haben beide einen Vollformatsensor. Ausserdem lassen sich beide Kameras mit RF Objektiven kombinieren, darunter auch mit RF-S Objektiven, die eigentlich mit APS-C Kameras verwendet werden. Allerdings schaltet die Kamera bei einem RF-S Objektiv automatisch auf den 1,6-fachen Zuschnitt, um sich dem schmaleren Bereich des APS-C Objektivs anzupassen.

Eine Frau mit einer Canon EOS R8 Mark II, bereit, in einer sonnigen städtischen Umgebung ein Foto zu machen.

Während die Canon EOS R8 Mark II (hier abgebildet), EOS R8 und EOS R7 in puncto Ausstattung echte Schwergewichte sind, zeichnen sie sich durch eine leichte Bauweise aus: Sie wiegen lediglich 546 g, 461 g beziehungsweise 612 g (inklusive Speicherkarte und Akku). Das macht das Fotografieren aus der freien Hand zum Kinderspiel.

Grösse, Design und Bedienelemente

Canon EOS R8 Mark II, EOS R8 und EOS R7 sind alle deutlich kompakter als ihre DSLR-Schwestermodelle. Alle drei Kameramodelle bieten das gewohnte EOS Steuerlayout, mit mehreren programmierbaren Tasten und einem dreh- und schwenkbaren Touchscreen. Ausserdem gibt es einen eigenen Schalter, um zwischen Foto- und Videomodus zu wechseln – sehr praktisch, wenn du hybrid unterwegs bist. Wenn du also von einer EOS DSLR umsteigst, fühlt sich alles sofort vertraut an. Es gibt jedoch ein paar feine Unterschiede in der Haptik und der Handhabung der beiden Kameras.

EOS R7: „Die EOS R7 ist die schwerste der drei Kameras und wiegt dabei trotzdem nur 612 g mit Speicherkarte und Akku“, sagt John. „Alle diese Kameras sind wirklich leicht, und wenn du sie um die Schulter trägst oder ein Objektiv anbringst, fühlen sie sich nicht sehr verschieden an. Im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera mit Objektiv merkt man aber einen deutlichen Unterschied. Bei der EOS R7 hast du zwei Kartensteckplätze – ein Profi-Feature, das die beiden anderen Kameras nicht bieten. Ausserdem hat sie ein intuitives Wahlrad für die Bedienung mit dem Daumen, das in Kombination mit dem AF-Controller als Scrollrad dient. So kann man sehr schnell Anpassungen vornehmen.“

EOS R8 Mark II: „Mit einem Gewicht von nur 546 g mit Speicherkarte und Akku ist die EOS R8 Mark II bemerkenswert leicht für eine Vollformat-Kamera“, sagt Tibor. „In der Tat kann man sie von der Grösse mit einer APS-C-Spiegelreflexkamera vergleichen, und sie ist aufgrund des IBIS-Systems ein kleines bisschen schwerer als die EOS R8. Bei ihrem modernen Look haben wir uns von der Vergangenheit inspirieren lassen – die beruhigend vertraute EOS Ergonomie wird durch ein einfaches, aufgeräumtes Design ergänzt. Die meisten Tasten und Steuerelemente sind auf der rechten Seite angebracht, sodass du die Kamera einfacher mit einer Hand bedienen kannst. Zu den weiteren Verbesserungen im Vergleich zur EOS R8 gehört ein Multi-Controller-Joystick für eine intuitive Steuerung mit dem Daumen, ein verbesserter Griff und ein eigenes Menü zum Anpassen der Steuerelemente, geerbt von gehobeneren Kameras wie EOS R6 Mark III und EOS R5 Mark II.“

EOS R8: Die leichteste Kamera in dem Vergleich mit gerade einmal 461 g mit Speicherkarte und Akku. „Tatsächlich ist sie die leichteste Vollformat-Kamera, die Canon bisher hergestellt hat“, sagt Tibor. „Der Gewichtsunterschied zwischen der EOS R7 und den beiden anderen Kameras ist hauptsächlich auf den Akku zurückzuführen. Die EOS R7 nutzt Batterien vom Typ LP-E6, während in EOS R8 und EOS R8 Mark II der viel kleinere und leichtere Typ LP-E17 zum Einsatz kommt.

Ein weisser Vogel sitzt auf einem Zweig mit orangefarbenen Beeren, im Hintergrund der blaue Himmel.

„Die EOS R7 unterstützt vollständig Autofokus und automatische Belichtung im RAW-Burst-Modus“, erklärt Tibor, „während die EOS R8 nur den Autofokus nachführt – du erhältst hier also vielleicht hellere oder dunklere Bilder, wenn sich die Beleuchtung plötzlich ändert. Für die EOS R8 Mark II gelten keine Beschränkungen in der AF-/AE-Verfolgung bei Reihenaufnahmen. Aufgenommen mit einer Canon EOS R7 und einem Canon RF 600mm F4 L IS USM Objektiv, Verschlusszeit 1/4.000 Sek., Blende F4,5 und ISO 640.

Ein Foto eines Mannes in einem Hemd mit Blumenmuster, umgeben von Pflanzen. Von einem hohen Blickwinkel aus aufgenommen mit einer Canon EOS R8.

„Alle drei Kameras bieten den AF mit Augenerkennung“, stellt Tibor fest. „Die EOS R7 kann Körper, Kopf oder Gesicht nachverfolgen, auch wenn die Augen deines Motivs nicht zu sehen sind. Bei der EOS R8 Mark II ist das noch ausgeklügelter, du kannst hier sogar das linke oder rechte Auge der Person priorisieren. Der erweiterte Algorithmus für die AF-Nachführung in der EOS R8 Mark II liefert dir insgesamt die beste Leistung." Aufgenommen mit einer Canon EOS R8 und einem Canon RF 15-30mm F4.5-6.3 IS STM Objektiv bei 15 mm, Verschlusszeit  1/640 Sek., Blende F5,6 und ISO 12.800. Vertikaler Garten von Patric Blanc. © Alexandra Andreeva

Aufnahmegeschwindigkeit

Wie aus der Tabelle unten ersichtlich, schneiden EOS R8 Mark II und EOS R8 besser ab als die EOS R7, wenn man direkt die Aufnahmegeschwindigkeit vergleicht. Beide Vollformat-Kameras können mit ihrem elektronischen Verschluss bis zu 40 B/s aufnehmen, bei der EOS R7 sind es 30 B/s. Wenn man nur die Spitzengeschwindigkeiten der drei Kameras vergleicht, erhält man allerdings nicht die ganze Wahrheit.

EOS R8: Neben der besonders schnellen Bildrate bietet die EOS R8 dir auch einen 30 B/s RAW-Burst-Modus mit Voraufnahmefunktion. „Mit dieser Funktion nimmt die Kamera bereits RAW-Dateien auf, wenn der Auslöser halb gedrückt ist, und speichert die Dateien aus dem Pufferspeicher, sobald der Auslöser ganz gedrückt ist – bis zu einer halben Sekunde an Aufnahmen“, erklärt Tibor. Das ist ideal für das Fotografieren von unvorhersehbaren Motiven.“

EOS R8 Mark II: Die EOS R8 Mark II kann 40 B/s für mehr Aufnahmen aufrechterhalten als die EOS R8, und eignet sich daher noch besser für Szenen mit schnellen Bewegungen. Ausserdem wurde die Voraufnahmefunktion ein wenig verbessert. „Bei Voraufnahmen mit der EOS R8 und EOS R7 müssen die RAW-Dateien später aus einer einzigen Movie-Datei extrahiert werden. Das ist viel praktischer bei der EOS R8 Mark II, die einzelne RAW-Dateien auf der Speicherkarte speichert“, sagt Tibor.

EOS R7: Die Kombination aus Geschwindigkeit und Reichweite ist der wichtigste Grund, warum die EOS R7 sich so gut für Wildlife- und Sport-Fotografie eignet. Wie bei der EOS R8 kannst du auch hier RAW-Burst-Voraufnahmen verwenden. „Ihr elektronischer Verschluss ist etwas langsamer als bei EOS R8 und EOS R8 Mark II, aber ihr mechanischer Verschluss liefert bis zu 15 B/s, während es bei den anderen Kameras mit elektronischem 1. Verschlussvorhang nur 6 B/s sind“, erklärt John. „Beim Schwenken der Kamera oder besonders schnellen Bewegungen – z. B. beim Golf – kann bei einem elektronischen Verschluss der sog. Rolling-Shutter-Effekt auftreten, weshalb du vielleicht einen mechanischen Verschluss verwenden möchtest.“

Mach dir aber erst klar, ob die Rolling-Shutter-Verzerrung wirklich ein Problem für dich darstellt. „Der Effekt tritt meist nur in extremen Situationen auf, z. B. bei sehr schnellen Motorsportarten, bei denen die Bewegung parallel zum Fotografen verläuft, oder wenn du bei künstlichem Licht fotografierst, bei dem ein Stroboskopeffekt auftreten kann“, sagt John. „Die EOS R8 Mark II und EOS R8 wurden dazu entwickelt, den Rolling-Shutter-Effekt zu minimieren, sodass er bei vielen häufigen Bewegungen nicht spürbar ist, z. B. bei sich drehenden Tänzern oder einem Hund, der einen Ball fängt.“

Kamera

Höchstgeschwindigkeit bei Reihenaufnahmen
mit elektrischem Verschluss (ca.)
Maximaler Burst mit
elektronischem Verschluss (ca.)
Voraufnahmen/Reihenaufnahmen

Canon EOS R8 Mark II

40 B/s
190 JPEG oder 73 RAW, 150 CRAW Bilder
40 B/s, mit bis zu 20 Aufnahmen als einzelne RAW-Dateien

Canon EOS R8

40 B/s
120 JPEG oder 56 RAW, 100 CRAW Bilder
30 B/s, mit bis zu 15 Aufnahmen in einer Datei (Rolle) mit mehreren Bildern

Canon EOS R7

30 B/s
126 JPEG oder 42 RAW Bilder
30 B/s, mit bis zu 15 Aufnahmen in einer Datei (Rolle) mit mehreren Bildern

Das Display an der Rückseite einer Canon EOS R8 Mark II zeigt eine lächelnde Person, auf deren Gesicht ein Fokusindikator zu sehen ist.

In allen drei Kameras findest du einen erweiterten Dual Pixel CMOS AF II, der Motive per Deep Learning erkennt. Aber die EOS R8 Mark II hat die zuverlässigste Nachführung mit verbesserter Persistenz, der Funktion „Personen-Priorität registrieren“, um bestimmte Personen im Fokus zu halten, und den besten Low-Light-AF ihrer Klasse.

Autofokus und Motivnachführung

Alle drei spiegellosen Kameras bieten dir einen schnellen und zuverlässigen Autofokus mit Deep-Learning-KI und intelligenter Motivnachführung. Ganz allgemein gilt: die neuesten Modelle enthalten die neueste Evolution unserer Technologie, für eine noch bessere Leistung. „Mit fortschreitendem Deep Learning wird das Motiv immer zuverlässiger erkannt“, erklärt John, „und die Canon EOS R8 Mark II hat den fortschrittlichsten Autofokus dieser Kameras.“

EOS R8 Mark II: Durch die Verbesserungen am Autofokus erhältst du hier eine Leistung irgendwo zwischen EOS R6 Mark II und EOS R6 Mark III. „Beim Fokussieren hat die EOS R8 Mark II einige Features von der EOS R6 Mark III geerbt“, sagt Tibor. „Zum Beispiel kannst du mit ‚Personen-Priorität registrieren‘ bestimmte Personen angeben (bis zu 10 auf der Kamera und nochmal 100 auf einer Speicherkarte), damit die Kamera sie dann in der Szene erkennt. Das ist besonders bei geschäftigen Aufnahmen von Vorteil: bei einer Hochzeit oder auf einem Strassenmarkt bleiben die Menschen automatisch im Fokus, die dir am wichtigsten sind. Darüber hinaus verfügt die EOS R8 Mark II über einen EV -7,5 Low-Light-AF, der unter noch dunkleren Bedingungen fokussieren kann, als bei EOS R8 (EV -6,5) und EOS R7 (EV -5).“

EOS R8: Anders als die EOS R7 können sowohl die EOS R8 als auch die EOS R8 Mark II nicht nur Züge, Flugzeuge und Pferde, sondern auch Menschen, Autos, Motorräder, Katzen, Hunde und Vögel erkennen und den Fokus auf sie nachführen. „Und zusätzlich zur manuellen Auswahl eines Motivs, das Priorität haben soll, haben die EOS R8 und die EOS R8 Mark II auch die Option der automatischen Motiverkennung von der EOS R6 Mark II geerbt“, sagt Tibor. „Dabei wird die Szene analysiert, um zu erkennen, ob das Motiv eine Person, ein Tier oder ein Fahrzeug ist. Anschliessend wird versucht, den relevanten Teil dieses Motivs scharfzustellen.“

EOS R7: Die EOS R7 kam vor der EOS R8 und der EOS R8 Mark II auf den Markt. Sie hat also nicht die neueste Version des intelligenten Autofokus – kann aber dennoch zwischen Menschen, Tieren und Fahrzeugen unterscheiden und dein Motiv extrem schnell fokussieren.

Eine Frau hält eine Canon EOS R8 Mark II, an der ein Canon 45mm F1.2 STM angebracht wurde. Oben an der Kamera sind Wahlräder und Schalter zu erkennen.

Alle drei Kameras verfügen über einen Schalter, mit dem du schnell zwischen den Modi für Standbilder und Videos wechseln kannst.

Eine Frau in einem Feld, die mit dem Rücken zur Kamera steht, verwendet eine Canon EOS R7 mit angeschlossenem Mikrofon, um sich selbst aufzunehmen.

„Beim Dreh von Dokumentarfilmen über Wildtiere solltest du möglichst eine grosse Reichweite im Telebereich haben, ohne auf eine hohe Detailgenauigkeit verzichten zu müssen“, schlägt Szövetes vor. „Hier kommen die 4K 30p mit Oversampling von 7K-Videos und der APS-C-Sensor der EOS R7 zum Tragen.“

Videofunktionen

Videoleistung ist eine der wesentlichen Stärken von Canon EOS R8 Mark II und EOS R8, was sie in einigen Fällen eine bessere Wahl macht als die EOS R7.

Clips sind hier nicht auf 30 Minuten begrenzt, du kannst mit allen drei Kameras längere Aufnahmen machen. Ausserdem bieten die EOS R8 Mark II und die EOS R8 höhere Bildraten: Du kannst in Full HD bis 180 B/s aufnehmen und sie dann mit 25 oder 30 B/s abspielen, was unglaubliche Zeitlupeneffekte ergibt, während die EOS R7 Full HD in bis zu 120 B/s aufnimmt.

EOS R7: „Die EOS R7 bietet die Möglichkeit von 4K 60p, plus einen 4K Crop-Modus, der praktisch für das Filmen von Wildlife und Sportarten ist, an die man nicht nah herankommt“, sagt John. „Ausserdem gibt es einen 4K 30p Fein-Modus. Dieser Modus entsteht durch das Oversampling der 7K-Sensordaten und bietet so einer deutlich bessere Qualität.“

EOS R8: „Mit der EOS R8 hast du ebenfalls die Möglichkeit, sehr hochwertige 4K 60p aus Oversampling der 6K-Sensordaten aufzunehmen“, sagt Tibor. „Der 4K Fine-Modus der EOS R7 klingt zwar besser, aber man darf nicht vergessen, dass die 7K-Daten von einem kleineren Sensor kommen. Der Vollformatsensor der EOS R8 bietet einen künstlerischeren Look und bessere Ergebnisse bei wenig Licht. Wenn du also Videos aufnimmst, bei denen diese Aspekte wichtig sind, dann ist die EOS R8 die bessere Wahl.“

EOS R8 Mark II: Die Videofunktionen der neuesten Vollformat-Kamera ähneln denen der EOS R8, nur eben mit zahlreichen Verbesserungen, wie Tibor uns erklärt. „Vergleichbar mit der EOS R6 Mark III, hat das Movie-Wahlrad hier eine S&F-Option, um schnell auf Zeitlupe-/Zeitraffer-Aufnahmen umschalten zu können. Ein neuer Enhanced+ Bildstabilisierungsmodus liefert dir stabilere Videoaufnahmen, sogar wenn du im Laufen filmst. Ihr Bildausschnitt ist zwar zugeschnitten, aber durch die Kombination aus IBIS der Kamera, Bildstabilisierung des Objektivs und Movie Digital IS Enhanced+ erhältst du hier deutlich mehr Leistung als bei einer EOS R8. Wenn du bei Videoaufnahmen noch einen Schritt weiter gehen möchtest, gibt es noch fortschrittlichere Features, wie Canon Log. Hier kannst du Look-Dateien in die Kamera importieren, um verschiedene Looks und Stimmungen zu schaffen, und nimmst Audio mit vier Kanälen auf.

Welche EOS R Systemkamera des mittleren Segments ist die richtige für dich?

Die EOS R8 ist ein toller Begleiter bei deinen ersten Schritten in die Welt der Vollformat-Fotografie – perfekt für begeisterte Hobbyisten, die nach der kleinsten und leichtesten Kamera im Canon Sortiment suchen. Sie ist eine praktische Hybridkamera für Content Creator, mit einer guten Balance zwischen Foto- und Videofunktionen und einem zuverlässigen, intelligenten Autofokus. Für die Aufnahme von Landschaften, Porträts und Events bietet sie die Schärfentiefe, den grösseren Bildwinkel und die Low-Light-Eigenschaften eines Vollformatsensors sowie Reihenaufnahmen bis 40 B/s mit dem leisen elektronischen Verschluss.

Die enorm schnelle EOS R7 richtet sich vor allem an die Anforderungen bei der Wildlife- und Sportfotografie. Ihr APS-C-Sensor gibt Objektiven eine grössere Reichweite, was ideal ist, wenn man nicht näher herankommt, um scheue Tiere oder die Action auf dem Spielfeld einzufangen. Sport- und Wildlife-Fotografen profitieren ausserdem von Profi-Features wie zwei Kartensteckplätzen, IBIS und automatischer Belichtung im Burst-Modus, die dabei helfen, ein ganz einzigartiges Foto zu machen.

Die EOS R8 Mark II ist die ideale Reisekamera für Fotografen, die vom Vollformat profitieren möchten, ohne eine schwere Kamera herumtragen zu müssen. Sie wurde für sichere Aufnahmen aus der freien Hand entwickelt, mit einer leistungsstarken Bildstabilisierung und einem hochmodernen, leichten Design. Trotz ihrer kompakten Grösse steckt die EOS R8 Mark II voller kreativer Funktionen, mit denen du dich ganz in Ruhe vertraut machen solltest, wie die Filmtone-Farbfilter und Zeitlupen-/Zeitrafferaufnahmen. Sie hat von den drei Kameras die fortschrittlichste AF-Nachführung und Low-Light-Performance, ergänzt von ausgeklügelten Features und Funktionen, die sie von der EOS R6 Mark III geerbt hat – einschliesslich Voraufnahmen, der Funktion „Personen-Priorität registrieren“ und verbesserten Videoeigenschaften. Du erhältst mit der EOS R8 Mark II also einen echten Vorgeschmack auf höherwertige Kameras, in einem kleineren, preisgünstigeren Paket.

Erfahre mehr über das spiegellose Canon EOS R System und alle herausragenden Kameras dieser Serie.

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