Wie aus der Tabelle unten ersichtlich, schneiden EOS R8 Mark II und EOS R8 besser ab als die EOS R7, wenn man direkt die Aufnahmegeschwindigkeit vergleicht. Beide Vollformat-Kameras können mit ihrem elektronischen Verschluss bis zu 40 B/s aufnehmen, bei der EOS R7 sind es 30 B/s. Wenn man nur die Spitzengeschwindigkeiten der drei Kameras vergleicht, erhält man allerdings nicht die ganze Wahrheit.
EOS R8: Neben der besonders schnellen Bildrate bietet die EOS R8 dir auch einen 30 B/s RAW-Burst-Modus mit Voraufnahmefunktion. „Mit dieser Funktion nimmt die Kamera bereits RAW-Dateien auf, wenn der Auslöser halb gedrückt ist, und speichert die Dateien aus dem Pufferspeicher, sobald der Auslöser ganz gedrückt ist – bis zu einer halben Sekunde an Aufnahmen“, erklärt Tibor. Das ist ideal für das Fotografieren von unvorhersehbaren Motiven.“
EOS R8 Mark II: Die EOS R8 Mark II kann 40 B/s für mehr Aufnahmen aufrechterhalten als die EOS R8, und eignet sich daher noch besser für Szenen mit schnellen Bewegungen. Ausserdem wurde die Voraufnahmefunktion ein wenig verbessert. „Bei Voraufnahmen mit der EOS R8 und EOS R7 müssen die RAW-Dateien später aus einer einzigen Movie-Datei extrahiert werden. Das ist viel praktischer bei der EOS R8 Mark II, die einzelne RAW-Dateien auf der Speicherkarte speichert“, sagt Tibor.
EOS R7: Die Kombination aus Geschwindigkeit und Reichweite ist der wichtigste Grund, warum die EOS R7 sich so gut für Wildlife- und Sport-Fotografie eignet. Wie bei der EOS R8 kannst du auch hier RAW-Burst-Voraufnahmen verwenden. „Ihr elektronischer Verschluss ist etwas langsamer als bei EOS R8 und EOS R8 Mark II, aber ihr mechanischer Verschluss liefert bis zu 15 B/s, während es bei den anderen Kameras mit elektronischem 1. Verschlussvorhang nur 6 B/s sind“, erklärt John. „Beim Schwenken der Kamera oder besonders schnellen Bewegungen – z. B. beim Golf – kann bei einem elektronischen Verschluss der sog. Rolling-Shutter-Effekt auftreten, weshalb du vielleicht einen mechanischen Verschluss verwenden möchtest.“
Mach dir aber erst klar, ob die Rolling-Shutter-Verzerrung wirklich ein Problem für dich darstellt. „Der Effekt tritt meist nur in extremen Situationen auf, z. B. bei sehr schnellen Motorsportarten, bei denen die Bewegung parallel zum Fotografen verläuft, oder wenn du bei künstlichem Licht fotografierst, bei dem ein Stroboskopeffekt auftreten kann“, sagt John. „Die EOS R8 Mark II und EOS R8 wurden dazu entwickelt, den Rolling-Shutter-Effekt zu minimieren, sodass er bei vielen häufigen Bewegungen nicht spürbar ist, z. B. bei sich drehenden Tänzern oder einem Hund, der einen Ball fängt.“