Jérôme Gence hat an einem Projekt über den YouTube-Kanal „Kitchen Foods“ gearbeitet, der im ländlichen Kambodscha spielt und von dort aus betrieben wird. Mit seinen Aufnahmen dokumentiert er oft den Einfluss der Technologie auf das Leben der Menschen, doch seine eigenen Arbeiten bewirbt er lieber nicht auf den sozialen Medien. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 mit einem Canon RF 24-70mm F2.8L IS USM Objektiv bei 24 mm, Verschlusszeit 1/30 Sek., Blende 1:4 und ISO 100. © Jérôme Gence
Oft wird angenommen, dass Fotografen soziale Medien benutzen müssen, um ein Publikum zu erreichen und erfolgreich zu sein. Durch soziale Medien kannst du ohne Zweifel deine Bekanntheit steigern und potentiellen Arbeitgebern deine Arbeit vorstellen. Es gibt jedoch auch bekannte Nachteile. Wer viel auf sozialen Medien postet, kann süchtig danach werden, und negative Auswirkungen für die mentale Gesundheit davontragen. Auch mit unangemessener Kritik und sogar Beleidigungen musst du rechnen. Viele Follower bedeuten nicht automatisch viel bezahlte Arbeit.
Sogar erfolgreiche Fotografen haben verschiedene Ansichten bezüglich sozialer Medien und der Häufigkeit der Nutzung. Viele nutzen sie bis zu einem gewissen Grad, doch manche erreichen ihr Publikum und verdienen ihre Aufträge lieber auf anderen Wegen.
Evely Duis ist eine Mode-Fotografin, deren stilvolle Porträts Glamour verkörpern. Sie arbeitet von einem Studio in den Niederlanden aus, hat aber dank den sozialen Medien ein globales Publikum und schon für hochkarätige internationale Marken gearbeitet.
Der Fotojournalist Jérôme Gence vertritt im Gegensatz dazu einen anderen Ansatz. Seine Fotogeschichten erscheinen in Publikationen wie National Geographic und Le Monde, doch seine eigenen Arbeiten zeigt er nicht auf den sozialen Medien.
Die verschiedenen Haltungen bezüglich sozialer Medien von Duis und Gence machen deutlich, dass es keinen vordefinierten Ansatz für den Umgang mit Fotos und Videos gibt. In diesem Artikel diskutieren sie die Vor- und Nachteile von sozialen Medien für Berufsfotografen.