MODE

Die Kunst der nachhaltigen Modefotografie

Was bedeutet es, ein nachhaltiger Fotograf zu sein? Die niederländische Modefotografin Laura Knipsael verrät uns alles zu diesem Thema.
Eine Nahaufnahme eines Modells, das mit einer Hand an seiner Wange vor einem gelben Hintergrund posiert. Aufgenommen von Laura Knipsael mit einer Canon EOS R5.

Für dieses Bild, das noch nicht fertig ist und Teil ihrer persönlichen Arbeiten ist, wollte die Modefotografin Laura Knipsael mit den Lichtern in ihrem Studio experimentieren. Laura stieg wegen der Autofokus-Funktionen auf die Canon EOS R5 um. „Ich war absolut begeistert von der Autofokusgeschwindigkeit, dem AF mit Augenerkennung, dem geringeren Gewicht und den Aufnahmemöglichkeiten mit einer spiegellosen Kamera“, schwärmt sie. „Es war kinderleicht. Du musstest einfach nur durch den Sucher schauen und konntest sehen, wie das Bild am Ende aussehen würde. Dank dieser Kamera konnte ich viel schneller arbeiten.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 mit einem Canon RF 24-70mm F2.8L IS USM Objektiv bei 70 mm, Verschlusszeit 1/100 Sek., Blende 1:8 und ISO 100. © Laura Knipsael

Fotografen können die Modewelt beeinflussen, indem sie ihre Kunden wählen und diese anleiten. Ausserdem sollten die Fotografen selbst bei der Planung ihrer Shootings auf Nachhaltigkeit setzen. Aber was bedeutet es, ein nachhaltiger Fotograf zu sein? Ein nachhaltiger Fotograf zu sein, bedeutet, die Umwelt und das Wohl von Menschen zu berücksichtigen. Laura Knipsael weiss das nur zu gut.

„Was das Aufnehmen selbst betrifft, unterscheide ich mich nicht von anderen Modefotografen. Meine Arbeitsweise ist jedoch eine komplett andere“, verrät Laura, eine Modefotografin aus den Niederlanden, die der festen Überzeugung ist, dass der Klimawandel anhand individueller Verantwortung gegenüber der Umwelt verlangsamt werden kann. „Ich versuche die Menschen dazu zu bringen, sich Gedanken über ihr Tun zu machen, und gebe Vorschläge, was wir ändern könnten“, fährt sie fort. „Alles fängt mit kleinen Schritten an. Denn schlussendlich muss einfach nur die Denkweise geändert werden.“

Moderner Feind: Fast Fashion

Die umfassend dokumentierten Schäden, die durch Fast Fashion verursacht werden, sind einer der Faktoren, der hinter Lauras Modemission steckt. Laura kritisiert Unternehmen, die Kleidung produzieren, ohne dabei Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen. Sie ist eine Befürworterin der sogenannten Slow Fashion.

Laura sucht die Zusammenarbeit mit und die Unterstützung von Unternehmen, die sich darauf konzentrieren, langlebigere, hochwertigere und vielseitigere Kollektionen zu entwickeln, die mit nachhaltigen Methoden hergestellt werden, die nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Verbraucher zugute kommen. „Ich liebe die Arbeit mit nachhaltigen Unternehmen und Unternehmen, die Nachhaltigkeit anstreben“, erklärt sie. „Natürlich wird es immer Menschen geben, für die nur der Preis zählt. Entweder, weil sie keine andere Wahl haben oder weil ihnen diese Art des Einkaufens einfach gefällt. Als Fotografin möchte ich Menschen jedoch dazu anregen, sich Gedanken zu mache und zu sagen ‚Hey, was können wir anders machen?‘“

Ein Techniker mit weissen Handschuhen reinigt den Sensor einer Canon Kamera.

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Ein von Laura Knipsael aufgenommenes, auf dem Kopf stehendes Porträt vom Gesicht einer Person, das die Gesichtszüge von der Nase abwärts, den Nacken und die Schultern der Person in einem weichen gelben Schimmer zeigt. An einer Halskette hängt eine Blume.

Laura nahm dieses Bild für das Albumcover einer Musikerin in den Niederlanden auf. „Sämtliche Kleidungsstücke sind secondhand. Der Schmuck stammt von einer nachhaltigen, lokalen Marke, die die Stücke von Hand fertigt“, verrät Laura. „Selbst die Blumen stammen aus dem Garten der Sängerin.“ Aufgenommen mit einer EOS 5DS R (mittlerweile ersetzt durch das Nachfolgemodell Canon EOS R5) mit einem Canon EF 24-70mm f/2.8L USM Objektiv (mittlerweile ersetzt durch das Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM) bei 70 mm, Verschlusszeit 1/13 Sek., Blende 1:8 und ISO 100. © Laura Knipsael

Verantwortung beginnt zu Hause

Laura achtet darauf, dass sie auch wirklich an alles denkt, wenn es darum geht, ihren ökologischen Fussabdruck zu minimieren. In ihrem vor kurzem eröffneten Studio in Roermond in der Provinz Limburg in den Niederlanden nutzt sie ausschliesslich erneuerbare Energie. Ausserdem arbeitet sie ausnahmslos mit Visagisten, die vegane, tierversuchsfreie Produkte nutzen und mit Stylisten, die Kleidung von nachhaltigen Designern einsetzen. Requisiten und Elemente für ihre Sets upcycelt, recycelt oder kauft sie secondhand, um die Umwelt möglichst wenig zu belasten und Abfall zu minimieren. Wenn sie reist, dann achtet sie darauf, so wenig Gepäck wie möglich mitzunehmen. „Ich nutze möglichst öffentliche Verkehrsmittel oder fahre mit dem Fahrrad zu Aufträgen, wenn diese in der Nähe stattfinden oder ich nur eine Tasche dabeihabe“, erklärt Laura. „Wenn ich mehr Ausrüstung brauche, fahre ich mit dem Auto. Ich hoffe, dass es irgendwann ein Elektroauto sein wird. Ist unser Team grösser, dann fahren wir gemeinsam oder besprechen eine mögliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.“

Sie selbst geht die Sache jedoch sehr viel strikter an und versucht, mit gutem Beispiel voranzugehen. „Es geht vor allem um Aufklärung und darum, sich bessern zu möchten“, verrät sie. „Bei einem Shooting schlage ich immer vor, das Essen aus lokalen Restaurants liefern zu lassen. Ich lege meinem Team nahe, ihre eigenen Flaschen mitzubringen, anstatt Flaschen zu kaufen.“ Laura erklärt, dass sie bis an die Grenzen gehen kann, wenn sie von Anfang an in den kreativen Prozess miteinbezogen wird. Originalität muss nicht mit Verschwendung einhergehen. „Wenn ich meine Kunden inspirieren kann, dann kann ich am meisten bewirken“, erklärt Laura, die ausserdem auch als Art Director arbeitet. „Wenn ich beispielsweise sage: ‚Okay, wir können das machen, aber was, wenn wir das versuchen?‘, dann eröffnet ihnen das völlig neue Arbeitsmöglichkeiten, die für alle – auch unseren Planeten – besser sind.“

Eine Person hält in einem von Laura Knipsael aufgenommenen Foto ihre Arme hoch, als würde sie sich selbst schützen. Hinter ihr befinden sich pastellfarbene Wolken.

In Lauras Sammlung von Bildern für ihre „Are You Aware?“- Reihe befasst sich die niederländische Fotografin, die auch als Art Director arbeitet, mit sieben verschiedenen Themen: saurer Regen, chemische Verschmutzung, Elektroschrott, Ölverschmutzung, Plastikverschmutzung, Luftverschmutzung und Bodenverschmutzung. Ihr Ziel war es, den Betrachter zu inspirieren, und eine Diskussion über die Probleme anzustossen. Laura blieb ihrer eigenen Ethik treu und funktionierte die Füllung alter Matratzen um, um daraus die hier abgebildeten Wolken in Regenbogenfarben zu kreieren. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS R mit einem Canon EF 85mm f/1.2L II USM Objektiv, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:5 und ISO 100. © Laura Knipsael

In einem von Laura Knipsael aufgenommenen Foto ist das fokussierte Gesicht einer Person sowie der Rest ihres Kopfes zu sehen. Auf ihrem Kopf sitzt ein roter Vogel, die Schultern sind unscharf und es wirkt so, als würden sie sich inmitten von pastellfarbenem Smog befinden.

Bei „Are You Aware?“ handelte es sich um eine konzeptuelle Modereihe, die Laura kreierte, um zum Nachdenken über Umweltverschmutzung und Klimawandel anzuregen. Dieses Projekt machte Laura und ihre Einstellung als umweltfreundliche Fotografin letzten Endes bekannt. „Verschmutzung bleibt weiterhin eines der am meisten unterschätzten Probleme der Welt“, erklärt sie. Aufgenommen mit einer Canon EOS 5DS R mit einem Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM Objektiv, Verschlusszeit 1/100 Sek., Blende 1:4,5 und ISO 100. © Laura Knipsael

Grundstein für Veränderungen

Lauras tief verwurzelter Respekt vor der Umwelt hat seinen Ursprung in ihrer Kindheit. Sie wuchs auf dem Land im beschaulichen Meterik auf. Ihre Begeisterung für Licht und Farbe – Aspekte, die ihren unverkennbaren Stil prägen, – entstand während ihrer abenteuerlichen Ausbildung in den geschäftigen Städten Brüssel, Tallinn und Bangkok. Dort sass sie während der Fashion Week in der ersten Reihe und hatte ein echtes Aha-Erlebnis. „In diesem Moment sagte ich: ‚Das möchte ich machen. Ich möchte als Modefotografin arbeiten.‘“, erinnert sie sich.

Sie hatte einen Abschluss in Fotografie von der LUCA School of Arts in Belgien und arbeitete seit 2015 semi-professionell als Fotografien. Nachdem sie Erfahrungen inner- und ausserhalb des Klassenzimmers gesammelt hatte, hatte Laura 2018 genug Vertrauen, um ihre professionelle Karriere zu starten. „An der Schule lernst du die technischen Aspekte. Dort kannst du ein Portfolio mit konzeptuellen Arbeiten aufbauen. Obwohl man versucht, dich an der Schule für die echte Geschäftswelt vorzubereiten, ist das einfach nicht möglich“, erklärt sie. „Du musst das einfach selbst erleben. Du musst versagen und es immer wieder aufs Neue versuchen. Nur so kannst du wirklich aus deinen Fehlern lernen.“

Aufmerksamkeit erlangen

Theorie hilft dir nur bis zu einem gewissen Punkt. Aus diesem Grund entschied sich Laura dazu, eine Sammlung an konzeptionellen Modefotos zu kreieren. Ihr Projekt „Are You Aware?“ machte sie und ihre Einstellung als umweltfreundliche Fotografin letzten Endes bekannt.

Ein Modell in Lauras innovativem Portfolio blickt nachdenklich drein und trägt elegante Kleidung, die recycelt wurde. Am Oberkörper des Modells haftet dunkles Öl. Auf einem anderen Bild sieht das Modell wirklich elegant aus und ignoriert dabei den gelben Schleim, der ihren Arm herunterläuft. Ölkatastrophen, toxischer Abfall, Plastikverschmutzung, saurer Regen, chemische Verschmutzung, Elektroschrott, Smog und Waldrodungen – all diese Themen werden in den Bildern, die Lauras Karriere in Schwung brachten, auf raffinierte Weise dargestellt. Die Requisiten wurden alle auf nachhaltige Weise erworben. Die Wolken in Regenbogenfarben, die sauren Regen darstellen, wurden beispielsweise aus der Füllung alter Matratzen gefertigt. Der gesamte Plastikmüll bestand hingegen ausschliesslich aus recycelten Gegenständen, die Lauras Freunde ihr gaben. „Ich hatte die Idee der nachhaltigen Modefotografie schon immer im Hinterkopf. Aber anfangs traute ich mich nicht, darüber zu sprechen. Ich hatte Angst, dadurch Kunden zu verlieren“, verrät Laura. „Eines Tages dachte ich dann ‚Was mache ich eigentlich? Warum sollte ich nicht darüber sprechen?‘

In einem von Laura Knipsael mit einer Canon EOS R5 aufgenommenen Bild posiert eine Person mit Sonnenbrille auf einem Balkon und umarmt pastellfarbene Strickwaren.

Laura arbeitet nicht nur mit umweltfreundlichen Marken wie dieser Marke für handgefertigte Strickwaren aus den Niederlanden, sondern sie arbeitet auch mit Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsziele vorantreiben wollen, aber keine Ahnung haben, wo sie anfangen sollen. „Ich kann ihnen helfen und ihnen Ratschläge geben, wie sie Fotoshootings so ökologisch wie möglich gestalten können“, erklärt sie. Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 mit einem Canon RF 24-70mm F2.8L IS USM Objektiv bei 62 mm, Verschlusszeit 1/500 Sek., Blende 1:2,8 und ISO 100. © Laura Knipsael

In einem von Laura Knipsael mit einer Canon EOS R5 aufgenommenen Foto streckt eine Person in einem blauen Mantel aus fellähnlichem Material ihre Arme über den Kopf. Ihr Gesicht wird vom Material in der Mitte umgeben.

„Wag dich aus deiner Komfortzone heraus“, rät Laura ähnlich gesinnten Kreativen, die Bedenken davor haben, als umweltfreundliche Fotografen zu arbeiten. „Natürlich kann es sein, dass du am Anfang scheiterst. Du wirst jedoch eine ganze Menge aus diesen Misserfolgen lernen. Ich glaube, dass das eine der besten Arten ist, um etwas zu lernen.“ Aufgenommen mit einer Canon EOS R5 mit einem Canon RF 24-70mm F2.8L IS USM Objektiv bei 35 mm, Verschlusszeit 1/160 Sek., Blende 1:6,3 und ISO 200. © Laura Knipsael

Das Glück ist mit den ökologisch Gesinnten

Heute umfassen Lauras Kunden zahlreiche niederländische und internationale Marken sowie Magazine. Als wir fragten, ob sie Präsentationen für Kunden mit authentischer Öko-Bilanz abhält, oder Kunden sich an sie wenden, weil sie Grundsätze bewirbt, die zu den Werten der Kunden passen, meinte sie Folgendes: „Beides trifft zu“, so Laura. „Ich halte Präsentation für Kunden ab und sage Dinge wie: ‚Hey, mir gefällt das, was ihr tut, wirklich sehr. Ich glaube wir haben dieselben Werte. Das sind einige meiner Arbeiten. Vielleicht könnten wir diesen Ansatz verfolgen?‘ Manchmal finden die Kunde mich und sie haben eine bestimmte Vorstellung im Kopf. Ich liebe das hin und her, das zu einem Ergebnis führt, mit dem der Kunde und ich zufrieden sind.“

Sich auf eine Nische zu spezialisieren, kann seine Vorteile haben. Mit zunehmenden Bedenken hinsichtlich des Klimawandels verzeichnete Laura als ökologisch verantwortungsbewusste Fotografen eine höhere Nachfrage. Ein Nischengeschäft kann aber auch Nachteile mit sich bringen. „Einige Marken hatten Angst davor, mich zu kontaktieren, da sie dachten ‚Ich bin noch nicht soweit. Wird sie überhaupt mit mir arbeiten wollen?‘“ Diese Erkenntnis war der Grund, warum Laura 2023 ihre Website überarbeitete. „Jetzt erzähle ich potenziellen Kunden ‚Wenn du noch nicht so weit bist, dann helfe ich dir gerne beim Umstieg.‘ So kann ich als erste Anlaufstelle fungieren und sie vielleicht davon überzeugen, eine nachhaltigere Produktion in Erwägung zu ziehen“, erklärt sie. „Es geht vor allem darum, die Marken kennenzulernen, egal ob es eine Modemarke oder eine andere Marke ist. Wenn sie bereits auf Nachhaltigkeit setzten oder planen, das zu tun, dann arbeite ich noch lieber mit ihnen zusammen.“

Die richtige Ausrüstung für den Job

Canon hat die Umweltbelastung minimiert, indem das Unternehmen Materialien länger einsetzt. Ausserdem hat es Abfälle reduziert, indem es den Einsatz von Materialien in seinen Produkten, Verbrauchsmaterialien, Verpackungen und Abläufen verändert hat. Canon hofft, bis 2050 kohlenstoffdioxidfrei zu werden. Um das zu erreichen, implementiert das Unternehmen intelligente Produktdesigns. So sollen Abfallstoffe beseitigt und auf Einwegkunststoffe und Polystyrol in Verpackungen verzichtet werden. Das war einer der ausschlaggebenden Faktoren für Lauras Wahl einer Canon Ausrüstung für ihre Arbeit.

Laura nimmt die Kampagnen ihrer Kunden mit ihrer Canon EOS R5 aus. Diese kann Fotos mit 45 Megapixeln bei bis zu 20 Bildern pro Sekunde aufnehmen. „Nach meinen Umstieg auf eine spiegellose Kamera dachte ich mir einfach nur: ‚Wahnsinn!‘“, verrät sie. „Das Autofokussystem ist genial. Jedes einzelne Bild ist unglaublich scharf. Ich liebe die Arbeit mit dieser Kamera. Sie ist einfach spitze.“ Für Laura ist der AF mit Augenerkennung eine ihrer Lieblingsfunktionen der EOS R5. „Oft bewegt sich das Modell, es läuft beispielsweise auf mich zu. In diesem Fall nutze ich Servo, damit die Kamera immer das richtige Auge fokussiert“, erklärt sie. „So kann ich mich voll und ganz darauf konzentrieren, das gewünschte Bild aufzunehmen.“

Laura nutzt ihre EOS R5 normalerweise mit einem Canon RF 24-70mm F2.8L IS USM Objektiv. „Das Objektiv ist unglaublich benutzerfreundlich, zuverlässig und sehr vielseitig“, verrät sie. „Du kannst Weitwinkelaufnahmen machen und das Modell in einer Szene fotografieren, oder du kannst näher herangehen und das Bild mehr wie ein Porträt aussehen lassen. Ich bewege mich immer mit dem Modell. Ich zoome hinein und hinaus. Anstatt das das Objektiv zu wechseln, kann ich einfach weiterfotografieren. Ich finde diesen dynamischen Workflow grossartig.“

Laura setzt manchmal auch das Canon RF 50mm F1.8 STM ein, mit dem sie wirklich ganz nah an ihr Motiv herangehen kann. „Es ist unglaublich benutzerfreundlich und die ideale Wahl für Produktaufnahmen oder grandiose Nahaufnahmen“, erklärt sie.

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Da Laura ihre Bilder selbst druckt, muss nichts versandt werden. So kann sie die mit dem Transport einhergehenden Umweltschäden vermeiden. Sie nutzt einen Canon PIXMA PRO-10S Drucker. Dabei handelt es sich um einen professionellen A3+ Drucker mit 10 separaten Tintentanks (Pigmentfarben). Zum Drucken nutzt sie ausserdem nachhaltig produziertes Hanf-Papier. Mit dieser Kombination kann sie die Wände ihres Studios dekorieren und ihre Arbeiten direkt an ihre Kunden verkaufen. „Ich liebe diesen Drucker. Es gibt so viele verschiedene Farboptionen. Ich kann mich also darauf verlassen, dass meine Bilder Farben genau wiedergeben. Solange ich den Monitor richtig kalibriert habe, kann ich mir also sicher sein, dass die Bilder auf meinem Computer wie erwartet aussehen, wenn sie aus dem Drucker kommen“, erklärt sie. Dank des Canon Tintenpatronen-Recyclingprogramms können Laura und andere Benutzer Tintenpatronen ganz einfach recyceln.

Wenn du EF Objektive besitzt, du aber auf eine EOS R System Kamera umgestiegen bist, dann kannst du einen Objektivadapter einsetzen, um diese Objektive weiterhin mit deiner Kamera zu nutzen. Es ist eine tolle Möglichkeit, um Dinge wiederzuverwenden. Du musst dir keine Gedanken machen, dass deine alte Ausrüstung einfach nutzlos herumliegt oder du sie vergeudest. Auch Laura nutzt einen Objektivadapter. „Ich besitze einen Canon Bajonettadapter EF-EOS R mit Steuerungsring. Damit kann ich mein Canon EF 85mm f/1.2L II USM, von dem ich absolut begeistert bin, auch weiterhin nutzen“, sagt sie. „Ich habe auch noch meine Canon EOS 5DS R und mein Canon EF 24-70mm f/2.8L USM Objektiv. Im Notfall kann ich auf beide zurückgreifen.“

Der Arbeitnehmermarkt

Laura setzt sich zwar leidenschaftlich für die Umwelt ein, andere Fotografen dazu zu bringen, ihrem Beispiel zu folgen, bringt ihr jedoch noch mehr Freunde. Ihr zufolge gibt es nicht nur den Bedarf für nachhaltige Modefotografen, denn der Bedarf für nachhaltige Fotografen existiert auch in allen anderen Branchen. „Wenn ich das kann, dann können andere das auch“, sagt sie. „Früher hatte ich Angst; ich hatte Angst davor, Kunden zu verlieren; ich hatte Angst davor, nicht genügend Aufträge zu haben. Aber jeder Kunde meinte ‚Hey, das ist toll!‘ Du findest immer irgendwo einen Kunden, du musst ihn nur richtig ansprechen. Stehe zu deinen Werten und verkünde voller Stolz, dass du ein nachhaltiger Fotograf bist!“

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